Allgemeine Berichte | 22.02.2013, 10:51 Uhr

Justus Danko ist Leseheld Nummer 1

13 Lesebegeisterte liefern sich beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Alle Teilnehmer des Vorlesewettbewerbs erhielten Urkunden und ein Buchpräsent. HG
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Kreis Ahrweiler. Der Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels geht unter dem Motto „Lesehelden“ in die 54. Runde. Und so schien in der Stadtbibliothek die Anspannung mit Händen greifbar, als 13 Schüler der sechsten Klassen im Ahrkreis zum Kreisentscheid antraten. Nur gut, dass Sophia Lemjimer in Begleitung ihres Musiklehrers Michael Adami mit sanftem Harfenklang gegensteuerte.

Die jährlich bundesweit zusammen mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und weiteren Kultureinrichtungen durchgeführte Leseförderungsaktion möchte Kinder ermutigen, sich mit erzählender Literatur zu beschäftigen. Leselust und Lesespaß stehen dabei im Mittelpunkt. Die eigenständige Buchauswahl und das Vorbereiten der Textstelle sollen zur aktiven Auseinandersetzung mit der Lektüre motivieren. Die jungen Menschen machen die Erfahrung, dass Bücher zwischen Spannung, Unterhaltung und Information viele Facetten bieten und Lesen sowie Vorlesen die Phantasie anregen und neue Welten eröffnen.

Abstecher in die jugendliche Lesewelt

Beim Wettbewerb selbst konzentrierten sich die jeweiligen Schulbesten in der Stadtbibliothek jedoch vor allem darauf, an diesem Morgen ein Treppchen höher zu kommen. Angespornt wurden sie durch den traditionellen Organisator, die Kreisverwaltung, in Person von Kreisarchivar Leonhard Janta und durch Gisela Franz, die die erkrankte Bibliotheksleiterin Elisabeth Feuser-Schwickert vertrat.

Lehrer und Eltern erlebten kurzweilige Abstecher in die jugendliche Lesewelt, zumal es diesmal keine Lektüre-Überschneidung gab, da jeder Kandidat ein anderes Lieblingsbuch dabei hatte. Durchweg fesselte das gut gemischte Repertoire von Klassikern und jüngeren Erscheinungen mit Witz und Spannung. Besonders genau hörte unter dem Vorsitz von Gisela Franz natürlich die Jury hin, zu der neben dem Vorjahressieger Guiliano Micheletti auch Karin Berens (Buchhändlerin), Hildegard Ginzler (Journalistin), Hubert Rieck (Lehrer) und Gregor Schürer (Autor) zählten.

Die Zuhörer interessieren

Kommt der Text flüssig und deutlich über die Lippen? Stimmt das Lesetempo und, am wichtigsten, schaffen es die Vortragenden, ihre Zuhörer für die Geschichte zu interessieren? Letzteres gelang nicht nur Alexander Schlich, der mit einem urkomischen Ausschnitt aus Tom Anglebergers „Yoda ich bin! Alles ich weiß!“ erheiterte. Überzeugend tauchte auch Fantasy-Fan Anne Drews ins Gefecht eines Stubentigers und einer Kampfkatze ein (Erin Hunter: „Warrior Cats“). Und Tim Linden vermittelte problemlos den bizarren Charme der Begegnung eines tiefbegabten und mit einem hochbegabten Jungen (Andreas Steinhöfel: „Rico, Oskar und die Tieferschatten“).

Die Pause gab den Lesehelden Gelegenheit, bei Obst, Plätzchen und Getränken zu entspannen und die Bibliothek zu erkunden, bis sie der Pflichttext erwartete. Er stammte aus Pete Johnsons witzigem Fantasy-Buch „Wie man 13 wird und überlebt“ und gibt ein Gespräch zwischen Markus und seinen Eltern wieder, die ihrem Sohn allen Ernstes eröffnen, er sei ein waschechter Halbvampir.

Erst dieser zweite Durchgang, in dem alle Teilnehmer den gleichen ungeübten Text zu bewältigen hatten, offenbarte ihre volle Lesekompetenz. Mit den besten Leistungen ging Justus Danko, Schüler des Ahrweiler Gymnasiums Calvarienberg, als Sieger hervor. Er hatte nicht nur anregend aus Erich Kästners „Das fliegende Klassenzimmer“ vorgelesen, sondern präsentierte ebenso souverän den Pflichttext. Alle Teilnehmer nahmen eine Siegerurkunde in Empfang und als Buchgeschenk „Wir können alles verlieren. Oder gewinnen“ von Seita Parkkola. Auf Sieger Justus Danko aus der Kreisstadt, der zusätzlich den Roman „Kriegswinter“ (Jan Terlouw) erhielt, wartet die nächste Wettbewerbsrunde beim Bezirksentscheid in Koblenz

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Justus Danko aus der Kreisstadt las sich an die Spitze.

Justus Danko aus der Kreisstadt las sich an die Spitze.

Alle Teilnehmer des Vorlesewettbewerbs erhielten Urkunden und ein Buchpräsent. Fotos: HG

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