Kreis Ahrweiler engagiert sich mit Jugendeinrichtungen
Kinderschutz soll auch Eltern stärken
Frühe Hilfen: Nah am Wohnort, dicht an den Lebenslagen - 36.000 Euro für Träger
Kreis Ahrweiler. Die Kinderschutz-Initiative „Frühe Hilfen“ im Kreis Ahrweiler ist gut angelaufen. Das Vorhaben existiert seit zwei Jahren. Jetzt fließen weitere 36.000 Euro an mehrere Träger. Die Frühen Hilfen werden eingesetzt, um Eltern zu stärken, die bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder an Grenzen geraten.
Der Kreis Ahrweiler engagiert sich nach den Worten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler gemeinsam mit Trägern der freien Jugendhilfe, Kindertagesstätten sowie zunehmend Schulen und dem Medizinsektor. Das erklärte Ziel: Eltern sollen frühzeitig bei der Erziehung und Gesundheitsförderung ihrer Kinder begleitet und gefördert werden. „Wir wollen früh und nachhaltig für Kindergesundheit und Kinderschutz sorgen“, betont der Landrat.
Familien in Bewegung
Unter dem Titel „Familien in Bewegung“ hat der Jugendhilfeausschuss 2012 ein Rahmenkonzept beschlossen. Mit im Boot: der Kinderschutzbund, die Schwangerenberatung der Caritas, die Familienbildungsstätte, donum vitae, das Familienzentrum Adenau, die Facharztpraxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dr. Boeder (Adenau), das Gesundheitsamt sowie Vertreter der Kindestagesstätten. Die Federführung liegt beim Jugendamt der Kreisverwaltung.
Die bisherigen Diskussionen und Erfahrungen münden in Angeboten, die „nah am Wohnort und dicht an den Lebenslagen der betreffenden Familien ansetzen“, wie Jugendamtsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers und ihr Kollege Holger Lind berichten. Es habe sich als vorteilhaft erwiesen, Orte zu wählen, die den Familien bekannt und vertraut sind, beispielsweise Elterntreffs. „Auf der Agenda 2014 steht der weitere Ausbau solcher Orte der Begegnung“, so Hornbach-Beckers und Lind.
Besonders positiv entwickelt sich der Einsatz von Familienpaten und Familienhebammen. Familienpaten werden über den Kinderschutzbund Ahrweiler vermittelt. Männer und Frauen jeden Alters und mit unterschiedlichen Berufserfahrungen entlasten betreffende Familien, „damit diese ihre Batterien wieder aufladen können“, wie der Kinderschutzbund erklärt.
Und Familienhebammen: Junge Eltern können diese während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Neugeborenen kostenlos in Anspruch nehmen. Das von der Caritas koordinierte Angebot besteht zusätzlich zu den Leistungen der Hebammen, die von den Krankenkassen finanziert werden.
Solche Angebote sollen ausgebaut werden. Dafür gibt es jetzt 36.000 Euro an Bundesmitteln, die über das Bundeskinderschutzgesetz 2014 fließen. Die Kreisverwaltung koordiniert die Zahlungen an die einzelnen Träger der Jugendhilfe. Pressemitteilung
der Kreisverwaltung Ahrweiler
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