4. „Open Air Matjes-Fest“ in der Quellenstadt
„Kleine Fische“ und Shantys
Bad Breisig. Rot-Weiß-Blau, die Farben Hollands, lockten wieder einmal die Feinschmecker zum „4. Open Air Matjes-Fest“ auf den Marktplatz an der Schmittgasse. Veranstalter-Ehepaar Werner und Bärbel Pommer hatten den Festplatz mit Tischen und Bänken, schneeweißen Zelten, rustikalen Holzhäuschen und einer großen Bühne ausgestattet und veranstalteten eine Fete um diese köstlichen Herings-Spezialitäten aus Holland. Das Fest der neuen „Matjes-Saison“ in der Quellenstadt zu begehen, ist dank der Wirtsleute des Speiserestaurants „Am Kamin“ inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden – aber noch nie mit einem so großen Erfolg, wie diesmal. Werner Pommer hatte vor vier Jahren die Idee, ein Wochenende lang die spezielle Herings-Delikatesse „Matjes“ zum Mittelpunkt eines besonderen kulinarischen Angebots zu machen. Die Einladung zu den „Matjes“-Delikatessen wurde von erstaunlich vielen Genießern angenommen. Zur musikalischen Unterhaltung spielte am ersten Tag die Blaskapelle des Musikvereins Bell 1981 ihr großes Repertoire der guten Laune, weitgehend bezogen aus Titeln der Seemanns-Romantik. Zur Eröffnung des Matjes-Festes hatte sich ein honoriges „Dreigestirn“ bei Pommer’s eingefunden: Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach, Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch und Brunnenkönigin Maren Kraus. Das Trio durfte auf der Bühne antreten und sich mit dem Gastgeber Werner Pommer gemeinsam demonstrativ die ersten „Primtjes“ munden lassen. Der hübschen Brunnenkönigin Maren I. blieb es vorbehalten, kurze Grüße zu sprechen und die Veranstaltung offiziell zu eröffnen. So wurde es bereits Samstag ein erfolgreiches „Matjes-Fest". Am Sonntag versprach schon früh der strahlende Sonnenschein eine erfolgreiche Fortsetzung. Schon am frühen Vormittag füllten sich die verfügbaren Plätze, zusätzliche Sitzmöglichkeiten wurden geschaffen und zur Mittagszeit waren über 250 hungrige Gäste gleichzeitig mit „Matjes“ zu versorgen. Der eifrig arbeitende Werner Pommer im Küchenzelt meinte augenzwinkernd: „Das schaffen wir – das sind für uns tatsächlich ‚Kleine Fische’!“ Von der Bühne herab unterhielt wieder einmal der sehr beliebte „Bonner Shanty-Chor“; er verbreitete mit seinem instrumental unterstützten Gesang das zu den „Matjes“ passende seemännische Flair.
Heimweh und Matrosenliebe
Was die tatsächlichen oder imitierten „Seeleute“ sangen, waren die alten Lieder von Sehnsucht, Seemanns-Kultur, Heimweh und Matrosenliebe. Da wirkten die Köstlichkeiten aus der Nordsee noch authentischer und schmeckten noch mal so gut. Chef Werner Pommer erklärte: „Ich kriege die Matjes aus der besten holländischen Matjes-Manufaktur aus Scheveningen.
Da wird der Fang immer noch meisterhaft frisch per Hand verarbeitet.“ Die Scheveninger „Primtjes“ – die ersten zarten „Matjes“ des Jahres – sind wirklich unübertroffen in ihrem milden Geschmack. Und der erstaunlich große Zuspruch der Herings-Liebhaber geben dem Wirt des Restaurants „Am Kamin“ recht. Leckerer Kuchen und Kaffee ergänzten das Angebot. Dazu standen an den hübschen Verkaufs-Häuschen Weine, Sekt, Produkte der Region und ein Bierstand mit prima gekühltem Kölsch zur Verfügung. Und schon wartet das nächste, von Werner Pommer initiierte Gourmet-Event im Restaurant „Am Kamin“ auf die Feinschmecker: Vom 20. und 21. Juni wird ein opulentes „Spargelfest“ angeboten, das „ultimative letzte Spargel-Wochenende des Jahres“. Guten Appetit!
Werner Pommer und Gattin Bärbel bei der Matjes-Ausgabe im Küchenzelt.
Matjesverkostung: Werner Pommer, der Gastronom und Initiator des Matjes-Festes (re) mit Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach (der einen Schluck Genever der Fisch-Verkostung vorzieht ), Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch und Brunnenkönigin Maren I.
Der Bonner Shanty-Chor unterhielt die Gäste mit Seemanns-Liedern. Fotos: FA
