Allgemeine Berichte | 10.08.2015

Johannes-Pfarrei Brohl

Kräuterweihe

Am 17. August

Brohl. Sie wachsen am Straßenrand und blühen in allen Farben: Johanniskraut, Schafgarbe, Thymian oder Rainfarn. Die katholische Kirche erinnert an diese und viele weitere Wildkräuter seit Jahrhunderten mit der Kräuterweihe zu Mariä Himmelfahrt. Diese Kräuterweihe ist eng verknüpft mit dem Fest Maria Himmelfahrt. Es ist eines der ältesten Marienfeste und hat seinen Ursprung im fünften Jahrhundert. Woher diese Verbindung „Mariä Himmelfahrt und Kräuterweihe“ kommt, darüber lässt sich nur spekulieren. In einer Legende wird erzählt, dass die Jünger das Grab Marias öffneten. Doch anstatt des Leichnams fanden sie viele Blüten und Kräuter. Aus diesem Grund nimmt die katholische Kirche an Mariä Himmelfahrt eine Kräuterweihe vor: Aus sieben verschiedenen Kräutern (die Zahl „7“ weist auf die sieben Sakramente oder die sieben Schmerzen Mariens hin) binden die Gläubigen kleine Sträuße und bringen sie zur Kräuterweihe mit in die Kirche. Nach der Kräuterweihe werden die Kräutersträuße getrocknet und in Haus und Hof aufbewahrt bzw. auf dem Dachboden aufgehängt. Sie sollen gegen Gewitter, Blitzschlag und Krankheiten helfen und Segen bringen. Es ist auch in der Brohler Johannes-Pfarrei zu einer lieb gewordenen Tradition geworden, am Fest Maria Himmelfahrt entsprechend Kräutersträuße zu binden. Im Gottesdienst am Montag, 17. August, 18 Uhr, in der Johannes-Pfarrkirche zu Brohl werden dann diese zu Büschen gebundene Heilkräuter der Gärten und Felder gesegnet. Mit der Kräuterweihe wird Gott gedankt, dass er den Menschen mit den Kräutern der Felder, Wiesen und Wälder Mittel gegen viele Krankheiten gegeben hat. Gleichzeitig soll mit dem Segen Gottes die heilende Kraft der Kräuter gestärkt werden. Die Gottesdienstbesucher sind herzlich eingeladen, eigene Kräutersträuße mitzubringen. Wer keine Kräuterbüsche mitbringen kann, erhält einen Kräuterstrauß von der Pfarrei.

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