Allgemeine Berichte | 06.02.2016

Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal

Kriegsende und dann…?

Ausstellung zu Gast im Rathaus Niederzissen

Niederzissen. Im Jahre 2015 griff das Heimatmuseum Schloss Sinzig ein stark beachtetes Thema auf: „Kriegsende und dann…? Der Kreis Ahrweiler 1944 bis 1946“.  Museumsleiterin Agnes Menacher stellte mit einem engagierten Helferkreis umfangreiches Material zu ganz verschiedenen Aspekten zusammen. Die Ausstellung schlägt den Bogen vom Luftkrieg, der Bombardierung und den Trümmern bis zur Eroberung der Rheinbrücke in Remagen und zum Bau von Verteidigungsanlagen. Ebenso behandelt sie Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und das dem Rüstungsbetrieb dienende KZ-Außenlager Rebstock im Ahrtal sowie die Not der Zivilbevölkerung, die Schutz in Bunkern und Höhlen suchte. Darüber hinaus werden die Rheinwiesenlager für deutsche Kriegsgefangene in der Goldenen Meile, die Entnazifizierung und die Opfer des Krieges im Kreis angesprochen. Schließlich verwahrt sich die Ausstellung gegen den Missbrauch von Gedenkstätten durch Neonazis und gegen Geschichtsverfälschung und Propaganda von Rechtsextremen. Zeitzeugen, die damals noch Kinder oder Jugendliche waren, erinnern sich 70 Jahre nach Kriegsende vor allem an die Luftangriffe der Jahre 1944/45, den Tod oder das Bangen um Angehörige und Freunde an der Front, in Lazaretten oder in Gefangenschaft. Dramatische Kriegsereignisse, nicht zuletzt beim Einmarsch der Amerikaner im Kreisgebiet Anfang März 1945, die Einnahme der Remagener Rheinbrücke, die Kriegsgefangenenlager Remagen und Sinzig sowie die Not der Nachkriegszeit mit Hunger, Kälte und Entbehrungen haben sich bei vielen tief eingeprägt. Die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes werden in diesem Zusammenhang dagegen oft ausgeblendet. Die Ausstellung und umfangreiche Dokumentation „Kriegsende und dann?... Der Kreis Ahrweiler 1944 bis 1946“ will in Wort und Bild diese verschiedenen Aspekte im geschichtlichen Kontext zeigen. Damit will sie auch Anstöße zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit Krieg, Gewalt und Not geben. Die Verbandsgemeinde Brohltal freut sich, dass die Wanderausstellung zu Beginn des Jahres auch im Rathaus in Niederzissen Station macht. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, Johannes Bell, und die Leiterin des Heimatmuseums Schloss Sinzig, Agnes Menacher, werden die Ausstellung am Donnerstag, 25. Februar um 17 Uhr im Foyer des Rathauses in Niederzissen eröffnen. Die Ausstellung ist bis zum 20. März zu sehen, und zwar von montags bis mittwochs von bis 16 Uhr, donnerstags von bis 18 Uhr und freitags von 8.30 bis 13 Uhr. Alle Interessierten sind zur Eröffnung eingeladen. Für weitere Fragen steht das Kulturbüro, Tel. (0 26 36) 97 40 21 2 zur Verfügung. Hinweis und Tipp: Unter anderen hat der Militärhistoriker Wolfgang Gückelhorn das Vorhaben unterstützt. Von ihm stammt auch ein Begleitbuch unter dem Titel der Ausstellung, das bereits im Vorfeld der Ausstellung in der Tourist-Info in Niederzissen erhältlich ist. Pressemitteilung Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal

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