Politik | 07.06.2014

Wirtschaftsministerin Lemke besucht den RheinAhrCampus in Remagen

Landesregierung und Hochschule wollen verstärkt kooperieren

Wirtschaftsministerin Lemke (links) besuchte den RheinAhrCampus in Remagen.privat

Remagen. Auf Initiative der Remagener Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fand ein gemeinsames Treffen mit dem Präsidium der Hochschule Koblenz und der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin und stellvertretenden Mainzer Ministerpräsidentin, Eveline Lemke, statt. Zum Ziel hatte die Begegnung, sich näher kennenzulernen, den Stellenwert des RheinAhrCampus in der lokalen und regionalen Wirtschaft in Erfahrung zu bringen und Chancen für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Landesregierung und lokaler bzw. regionaler Politik zu erkunden. Der RheinAhrCampus, Standort der Hochschule Koblenz, wächst kontinuierlich weiter: ursprünglich für 1000 Studierende ausgerichtet, zählt der Fachbereich Mathematik und Technik heute 840 Studierende. Im Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften haben sich sogar 1850 Studierende eingeschrieben. Bei ihrem Besuch wurden Wirtschaftsministerin Lemke und die Stadtratsmitglieder Frank Bliss und Antonio Lopez von Prof. Dr. Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Dietrich Holz, Vizepräsident für Forschung, Prof. Dr. Barbara Kessler, Dekanin des Fachbereichs Mathematik und Technik und Prof. Dr. Michael Langenbahn, Dekan des Fachbereichs Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, über die Entwicklungen am RheinAhrCampus in den Bereichen Lehre und Forschung informiert. Im Weiterbildungsangebot sehen beide Fachbereiche zukünftig weitere Entwicklungsmöglichkeiten. So zählt das MBA-Fernstudienprogramm mit acht Vertiefungsrichtungen deutschlandweit zu den größten Anbietern für Weiterbildung. Im technischen Fachbereich startet zum Wintersemester 2014/15, in Zusammenarbeit mit der Compu Group Medical AG Koblenz, der praxisintegrierte duale Bachelor-Studiengang „Software Engineering im Gesundheitswesen“. Ausgebaut werden soll weiterhin die Kooperation in Weiterbildung und Forschung mit Unternehmen in der Region. Ministerin Lemke weist auf die bereits bestehenden Netzwerke, z. B. das Technologiezentrum Koblenz und das Keramikcluster in Höhr-Grenzhausen, hin. Das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizont 2020, war ein weiteres Thema, da sich die EU in diesem Forschungsförderungsprogramm ausdrücklich kleinen und mittleren Unternehmen und Hochschulen öffnet. Unterstützt werden sollen entsprechende Anträge durch die an der Hochschule Koblenz im Aufbau befindliche Stelle einer EU-Forschungsreferentin. Ziel ist es, die gute Entwicklung der Drittmitteleinnahmen an der Hochschule in der Zukunft fortzusetzen und sich als starker Standort für anwendungsorientierte Forschung zu positionieren, so Dietrich Holz. Ein wichtiger Schritt hierzu ist das Anwendungszentrum für multimodale und luftgestützte Sensorik (AMLS), einer Abteilung des Fraunhofer Instituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik, so Kristian Bosselmann-Cyran. Neben Projekten wie die Dokumentation der Rückführung des Naturschutzgebietes Obere Ahr berichtete Immanuel Weber über eine bestehende Kooperation mit Südafrika. Im Mittelpunkt steht dabei die Nutzung des bereits in Remagen vorhandenen Kleinhelikopters, der für die Naherkundung eingesetzt wird. Frank Bliss sieht hierauf aufbauend auch eine mögliche Zusammenarbeit mit Ruanda. Deutsche Technologie aus Remagen könne im ostafrikanischen Partnerland von Rheinland-Pfalz zum Beispiel für Landwirtschafts- und Klimauntersuchungen genutzt werden. Abschließend dankte Grünen-Sprecher Frank Bliss seitens seiner Fraktion den Mitgliedern der Hochschulleitung und Ministerin Lemke für ihre informativen Beiträge und das große Interesse an einer Fortsetzung des Dialogs zwischen Hochschule und Politik.

Pressemitteilung

der Hochschule Koblenz

Wirtschaftsministerin Lemke (links) besuchte den RheinAhrCampus in Remagen.Foto: privat

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