Politik | 30.03.2026, 10:26 Uhr

Gemeinsamer Antrag von FWG und SPD für eine IGS im Brohltal

FWG-Fraktion bedauert Ablehnung einer IGS in Niederzissen

Mitglieder der FWG-Fraktion bei der Kreistagssitzung am 27. März
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Brohltal. Die FWG-Fraktion im Kreistag Ahrweiler bedauert sehr, dass der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung den gemeinsamen Antrag der Kreistagsfraktionen von FWG und SPD zur Einrichtung einer IGS in der Verbandsgemeinde Brohltal (Niederzissen) mit einer knappen Mehrheit von 20 zu 18 Stimmen abgelehnt hat. Abgelehnt wurde der Antrag mehrheitlich durch CDU, jeweils komplett von FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie Landrätin Cornelia Weigand.

Nach Einschätzung des FWG-Fraktionsvorsitzenden Friedhelm Münch hat der Kreistag mit der Ablehnung des Antrages die große Chance verpasst, ein Signal für die Stärkung des ländlichen Raumes zu setzen und zu diesbezüglichen „großen Worten“ auch Taten folgen zu lassen. Schülerinnen und Schüler aus der mit rund 19.000 Einwohnern zweitgrößten Kommune des Landkreises erhalten daher weiterhin keine Möglichkeit, wohnortnah ihr Abitur abzulegen. Zum Vergleich: In der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler kann das Abitur an gleich 5 Schulen erworben werden. Schülerinnen und Schüler aus dem Brohltal müssen zukünftig für ihr Abitur weiterhin sehr lange Fahrzeiten in Kauf nehmen, wodurch sie und ihre Eltern sehr belastet werden.

FWG-Fraktionsmitglied Johannes Bell, gleichzeitig auch Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, wies in seinem Redebeitrag neben vielen sachlichen Argumenten für eine IGS im Brohltal auf die große Resonanz der von der Verbandsgemeinde Brohltal eigens zu dieser Thematik eingerichteten Petition hin, die in „sage und schreibe“ 2.005 Unterstützerunterschriften zum Ausdruck gebracht worden ist. Auch er bedauerte sehr, dass das von allen Fraktionen des Verbandsgemeinderates Brohltal einstimmig unterstützte Anliegen vom Kreistag abgelehnt worden ist.

Die im Kreistag teilweise emotional, im Wesentlichen allerdings auf sachlicher Ebene durchgeführte Diskussion, hatte mit dem rechtswidrigen Entzug des Wortes durch Landrätin Weigand gegenüber Johannes Bell bei dessen Redebeitrag leider einen unrühmlichen Höhepunkt, was aus Sicht der FWG-Fraktion sehr bedauerlich und nicht akzeptabel ist.

Pressemitteilung der FWG-Fraktion im Kreistag Ahrweiler

Mitglieder der FWG-Fraktion bei der jüngsten Sitzung des Kreistages Ahrweiler

Quelle: Ralf Degen

Mitglieder der FWG-Fraktion bei der Kreistagssitzung am 27. März Foto: Ralf Degen

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