Allgemeine Berichte | 11.02.2014

CDU Brohl-Lützing

Lebensqualität für die Bürger erhalten

Interview mit Ortsbürgermeisterin Christel Ripoll

Ortsbürgermeisterin Christel Ripoll.red.

Brohl - Lützing. Die CDU Brohl-Lützing führte ein Gespräch mit Ortsbürgermeisterin Ripoll, um den Sachstand zu verschiedenen Themen zu erfahren.

Wie steht es um das Baugebiet „Auf der Ansatz“ ?

Christel Ripoll: In diesem Baugebiet besaß die Ortsgemeinde 17 Grundstücke. Es sind bereits 12 Grundstücke verkauft, fünf Grundstücke stehen noch zum Verkauf an. Ich hoffe, dass in 2014 noch zwei Grundstücke verkauft werden können und die restlichen in 2015/16 verkauft werden.

Wie steht es um die Ausweisung von neuem Bauland?

Christel Ripoll: Die CDU hat beantragt, dass nach Abschluss der Baumaßnahme Raiffeisenplatz der alte Kirmesplatz in Baugrundstücke umgewandelt werden soll. Dieser Antrag wurde in den Gremien positiv bewertet. Es können je nach Planung vier bis fünf Baugrundstücke entstehen. Die hierzu erforderliche Erstellung der Planungsunterlagen wird eingeleitet.

Können Sie den Sachstand zur Kanalsanierung „Im Sauerhals“ darstellen?

Christel Ripoll: Die Kamerabefahrung der Kanäle in der Ortsgemeinde hatte seinerzeit die starke Beschädigung des Kanals in dieser Straße aufgezeigt, so dass der Erneuerung des Kanals eine hohe Priorität eingeräumt wurde. Nachdem in der Anliegerversammlung in 2013 die Anlieger ihre Position sehr deutlich dargelegt haben, bin ich nicht gewillt, mich über deren Interessen hinwegzusetzen.

In 2014 wird nun die Maßnahme durch das Abwasserwerk, ggf. unter Beteiligung der Gas- und Wasserlieferanten durchgeführt. Hieraus erwachsen zunächst einmal keine Anliegerkosten.

Ich gehe aber davon aus, dass auch hier - wie bereits in anderen Straßen - die Laternen zu erneuern sind und auf LED-Leuchtmittel umgestellt werden. Des Weiteren sind die Straßeneinläufe zur Oberflächenentwässerung zu erneuern. In der Stichstraße zum Grundstück Hoffmann ist eine Abstützung zur Sicherung der Straße erforderlich. Im Rahmen der Baumaßnahme werden der Straßenkanal und die Hausanschlüsse erneuert. Damit würden für die Beleuchtung, die Straßeneinläufe, die Stützmauer und ggf. für den Gehweg noch Anliegerkosten entstehen, die aber weit entfernt von den ursprünglich veranschlagten Ausbaubeiträgen sind.

Wie geht es im Lammertal weiter?

Christel Ripoll: Im Lammertal geht es zwei Probleme. Zum einen ist den Bürgern der Hangrutsch bekannt. Zum anderen ist der Zustand der Straße sehr schlecht. Zunächst zum Hangrutsch: Hier sind noch unterhalb der Trafostation Erdabtragungen erforderlich, um die lose Erde zu beseitigen und den Böschungswinkel etwas abzuflachen. Eine vollständige Hangsicherung überfordert die finanzielle Leistungsfähigkeit der Ortsgemeinde, da hier von ca 600.000 Euro auszugehen ist. Daher wurde der Straßenbereich schon eingeschränkt, um ggf. möglichen kleineren Erdrutschen Raum zu geben.

Zusätzlich sollen in dem Bereich unterhalb des Trafohäuschens Gleitwände aufgestellt werden, die die verbleibende Straße möglichst frei halten. Die entsprechenden Maßnahmen sind eingeleitet.

Nun Straßenbau: Die Straße „Im Lammertal“ ist eine innerörtliche Verbindungsstraße, die immer mehr auch durch den überregionalen Verkehr belastet wird. Eine Förderung des Ausbaus durch das Land setzt voraus, dass der Ausbau nach den Richtlinien zum Straßenbau einschließlich der zugehörigen Belastungsfähigkeit erfolgt. Damit würde die Maßnahme auch nach Abzug etwaiger Zuschüsse die Ortsgemeinde wahrscheinlich noch erheblich belasten. Daher habe ich mit den Fraktionsführern und den Beigeordneten einen Weg gesucht, eine Verkehrsberuhigung und Verbesserung des derzeitigen Straßenzustandes zu erreichen.

Es ist beabsichtigt, hinter dem Anwesen Sahl bis zur Kapelle eine einspurige Straßendecke mit Ausweichbuchten herzustellen. Damit würden geringere Baukosten entstehen und die Attraktivität für den überregionalen Verkehr ggf. genommen. Hierzu werden derzeit Vergleichsberechnungen erarbeitet. Der weitere Ausbau bis Lützing soll dann in zwei weiteren Bauabschnitten erfolgen.

Wie ist der Sachstand der Baumaßnahme „Unter dem Eiberg“?

Christel Ripoll: Die Baumaßnahme zur Erneuerung des Kanals ist abgeschlossen. In 2014 erfolgt die Abrechnung der Maßnahme.

Was passiert auf dem Gelände des Bauhofes?

Christel Ripoll: Dort wird eine zusätzliche Dachkonstruktion erstellt, um überdachte Lager-und Stellfläche zu bekommen. Erfreulich ist hier die Beteiligung der Verbandsgemeinde Bad Breisig an den Kosten, weil auch die Freiwillige Feuerwehr Brohl diese Überdachungsfläche mit nutzt. Die Maßnahme soll in diesem Jahr fertiggestellt werden.

DSL-Versorgung in Lützing

Christel Ripoll: Die Verbandsgemeinde Bad Breisig hat unter Beteiligung der Ortsgemeinde Gespräche mit verschiedenen Anbietern geführt. Derzeit wird eine Trassenführung für eine Glasfaserkabelanbindung diskutiert. Das Projekt befindet sich noch in der Planungsphase.

Was gibt es aus dem gemeindeeigenen Kindergarten zu berichten?

Christel Ripoll: Unser Kindergarten arbeitet in drei Gruppen. In der altersgemischten Gruppe sind 15 Kinder, in der Regelgruppe 25 Kinder und in der geöffneten Gruppe auch 25 Kinder. Es wird eine Sprachförderung sowie „Spielend englisch lernen“ angeboten, um die Kinder früh an eine Fremdsprache zu gewöhnen. Weiterhin gibt es eine Musikschule und einmal im Monat einen Kurs Psychomotorik. Auch das Umweltprojekt „Haus der kleinen Forscher“ soll das Interesse der Kinder für die Geschehnisse wecken.

Was geschieht mit den Kinderspielplätzen in beiden Ortsteilen?

Christel Ripoll: Die Spielplätze sind regelmäßig im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht zu begutachten. Weiterhin versuche ich, die Attraktivität der Spielplätze durch Überarbeitung und Erneuerung der Geräte zu steigern.

Was passiert mit dem Bahnhof Brohl?

Christel Ripoll: Hinsichtlich der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Es wurden Gespräche mit der DB als Eigentümer des Geländes und des Landesbetriebes Mobilität (LBM) geführt, um Fördermöglichkeiten auszuloten. In einem ersten Schritt soll ein P+R-Platz mit 36 Parkplätzen entstehen. Die weitere Vorgehensweise kann nur in kleinen Schritten erfolgen. Kurzfristig hat die DB ein Exposé der DB herausgegeben, das den Verkauf des Bahnhofs und des Vorplatzes vorsieht.

Hierzu sind noch Gespräche mit der DB und vor allem mit der Brohltalbahn erforderlich; denn der Bahnhof und Teile des Vorplatzes bieten sich geradezu für einen Eisenbahnbetrieb an. Allerdings möchte ich die Angelegenheit kurzfristig in die Gremien bringen, da das Projekt für Brohl eine besondere Bedeutung hat.

Wie geht es mit der Beseitigung der schienengleichen Bahnübergänge weiter?

Christel Ripoll: Nach der Bürgerversammlung wurde eine veränderte Planung beauftragt, um die Vorschläge und Einwände der Bürger zu berücksichtigen und den Kostenanteil der Ortsgemeinde zu reduzieren. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Wie geht es mit der LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung weiter?

Christel Ripoll: Mit der Umrüstung werden die laufenden Stromkosten der Ortsgemeinde erheblich gesenkt. Die ersten Maßnahmen würden mit 40 Prozent der Baukosten gefördert. Bisher sind in Brohl sechs Straßen umgerüstet. In 2014 erfolgt der weitere Ausbau.

Was können Sie zur Lavahalle sagen?

Christel Ripoll: Die Sanierung der Heizungs- und Lüftungsanlage wurde in 2013 durchgeführt. In diesem Jahr soll die wetterseitige Wand abgedichtet und saniert werden. Eine detaillierte Begutachtung erfolgt zeitnah, aber auch in Abstimmung mit dem Vereinsring.

Um den laufenden Betrieb in der Lavahalle zu gewährleisten, habe ich vorgeschlagen, einen Hallenwart auf der Basis geringfügiger Tätigkeit einzustellen. Der Vereinsring hat diesen Vorschlag sehr positiv aufgenommen und die entsprechende Suche nach geeigneten Bewerbern unterstützt. Diese Maßnahme kommt sicherlich den Vereinen und der Ortsgemeinde gleichermaßen zu Gute.

Was würden Sie sich als Ausblick in die Zukunft wünschen?

Christel Ripoll: Ich wünsche mir, dass der im Mai 2014 neu zu wählende Gemeinderat sich noch stärker an den Erfordernissen der Ortsgemeinde orientiert, vielleicht sogar mit einer gemeinsamen parteiübergreifenden Liste in die Kommunalwahl einsteigt. Wichtig muss sein, die Lebensqualität in der Ortsgemeinde für alle Generationen zu erhalten und zu verbessern.

Die CDU Brohl-Lützing bedankt sich für das Interview.

Pressemitteilung

CDU Brohl - Lützing

Ortsbürgermeisterin Christel Ripoll. Foto: red.

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