Allgemeine Berichte | 27.07.2013

Eine Erlebnistour für Kinder rund um das Römerbergwerk Meurin im Rahmen der „Nacht der Vulkane“

Märchenhafte Kräutersuche

Auch die Wirkungen der Kräuter wurden am Feldrand eingehend erklärt.

Kretz. Die Veranstaltung richtete sich an Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren, doch es waren neben 13 Kindern auch zehn Erwachsene mit auf die Erlebnistour gegangen. Treffpunkt war im Römerbergwerk und hier hatte Vulkanparkführer Armin Hofschulte neben einem Märchen über Kräuter auch Holunderblüten Gelee zum Probieren im Gepäck. Im Rahmen der „Nacht der Vulkane“ und dem Pellenz-Tag machte sich eine Gruppe Interessierter auf den Weg zu einer märchenhaften Kräutersuche rund um das Römerbergwerk Meurin. Auf dem Gelände des 2.000 Jahre alten Bergwerks Meurin wachsen in den Steinbrüchen und den alten Bergwerken zahlreiche Blumen und Kräuter. Bei einer Wanderung gab Hofschulte mit seinem Assistenten Tobias einen Einblick in die Vielfalt. Schnell stellte sich heraus ,er ist ein wahrer Kenner auf dem Gebiet der Pflanzen und Kräuter und daher blieb keine Frage der Kinder unbeantwortet. Den Menschen und besonders den Kindern die Welt der Pflanzen und Kräutern näher bringen, sie vom PC und Fernseher weg locken, das wollte er mit dieser Veranstaltung. Und gelungen war sein Vorhaben, das spürte man bereits an dem ersten Strauch, es war Holunder und was man hiermit alles anstellen kann und wie man ihn einsetzen kann, das erläuterte Hofschulte direkt am Objekt. Und eine kleine Geschichte hatte er zu fast allen Gewächsen immer parat. In vielfältiger Weise kommen Kinder mit Kräutern und Pflanzen in Berührung, denn bestimmt hat die Mutter schon einmal einen Kamillen- oder Pfefferminztee gekocht, auch würzt sie das Essen mit Kräutern, doch woher kommen diese, wo wachsen sie und wie überhaupt sehen sie aus? Um viele wildwachsende Pflanzen und ihre Wirkungen ranken sich auch spannende Märchen und Geschichten, wie auch Hofschulte zu erzählen wusste, denn an einer Wiese angekommen nahmen die Kinder Platz und lauschten einem solchen Märchen. In den vielen Märchen geht es dann um Kräuterhexen, Liebestränke und starkmachende Elexiere, wie zum Beispiel den Zaubertrank bei Asterix und Obelix. Die Flora und Faune rund um Meurin bietet eine Vielfalt, von der man vorher so noch nicht gewusst hat. Ob Oregano, Königskerze, Seifenblumen, die noch bis vor 50 Jahren zum Wäschewaschen benutzt wurde, von der Schafgarbe bis zur Bienenkugeldistel, alles war zu finden und die Kinder hatten schnell einen bunten Strauß zusammen gesammelt. Und wie Hofschulte zu berichten wusste, gegen viele Dinge ist ein Kraut gewachsen. Ob bei Müdigkeit, gegen das Rauchen, für das Gesicht, bei Bauchweh oder auch nur für die Suppe alles konnte man beim Rundgang entdecken. Und welche heilende Wirkungen diese Kräuter haben können, wurde auch gleich mit auf den Weg gegeben. Denn bereits die Römer wussten die Pflanzen schon zu schätzen. Sie färbten sich ihre Haare mit Holundersaft und die römischen Soldaten glaubten der Verzehr von Knoblauch mache sie mutiger. Zum Abschluss der Wanderung ging es zurück in das Römerbergwerk zu einer kurzen „Kinderführung“ durch das Bergwerk. Eine tolle Führung durch die Welt der Kräuter, kurzweilig und nie langweilig. Und so möchte der zehnjährige Rober-Jesse Ronge aus Stadthagen ja sowieso Biologe werden oder vielleicht sogar „Überlebenskünstler“, na da konnte er die hilfreichen Tipps von Hofschulte ja bestens gebrauchen.

Auch die Wirkungen der Kräuter wurden am Feldrand eingehend erklärt.
Blumen- und Kräuterpflücken ausdrücklich gewünscht.

Blumen- und Kräuterpflücken ausdrücklich gewünscht.

Auch die Wirkungen der Kräuter wurden am Feldrand eingehend erklärt.

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