Erster Spatenstich eröffnet die Fördermaßnahme „Aktive Stadt“.
Mit der unteren Bachstraße geht es endlich los
Bad Breisig. In der unteren Bachstraße wurde endlich der erste Spatenstich zur großen Sanierungsmaßnahme vorgenommen. Gemeinsam begrüßten Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch und Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach die Mitglieder des Städtischen Bauausschusses, Vertreter der örtlichen Wirtschaft und Anwohner der Bachstraße. Sie werden in den nächsten Monaten einige Einschränkungen hinzunehmen haben, denn die Bagger rücken an. Die Stadtbürgermeisterin sagte: „Dies ist ein besonders wichtiger Tag für die Quellenstadt. Durch die Sanierung des Stadtkerns, in erster Linie der Bachstraße, soll die Stadt an Attraktivität gewinnen, sie soll noch lebendiger und für Bürger und Besucher noch interessanter werden.“
Zuschüsse für Sanierungsmaßnahmen
Sie hofft, dass auch die Anwohner die Chance erkennen, die im Landes-Förderprogramm „Aktive Stadt“ liegt. Auch sie können hohe Zuschüsse für Sanierungsmaßnahmen ihrer Häuser beantragen. Bis jetzt allerdings haben sich die Anwohner noch zurück gehalten, aber allmählich steigt das Interesse an dem Sanierungsprogramm. Die Anfragen häufen sich in den letzten Tagen, da man weiß: Es geht endlich los! Immerhin können Sanierungsmaßnahmen privater Häuser je nach Grad der Förderung, mit bis zu 30.000 Euro bezuschusst werden.
Lange genug sind die Pläne für das Förderprogramm „Aktive Stadt“ auf den Weg gebracht. Seit 2009 wurde alles durch den damals noch auch als Stadtbürgermeister tätigen Bernd Weidenbach eingeleitet. Er sagte: „Aufgrund der rechtlichen Vorgaben des Landes (dort wird das Förderprogramm verwaltet) können wir erst heute mit den großen, sichtbaren Projekten beginnen. Wir wollen jetzt an mehreren Stellen des Ortes tätig werden, damit bis 2020 alles unter Dach ist.“ Innerhalb des Förderprogramms „Aktive Stadt“ kann Bad Breisig mit 70 Prozent Landeszuschuss der investierten Kosten rechnen. Rund 2,8 Millionen Fördergelder kann die Stadt in den nächsten Jahren abrufen. Dazu kommt - siehe oben - die Förderung privater Sanierungsmaßnahmen im dafür zugelassenen Bereich.
Fußgängerfreundlich
Die Bachstraße soll durch die Investition von rund 700.000 Euro schöner, besonders für Fußgänger freundlicher werden. Zunächst werden Kanal und Versorgungsleitungen erneuert. Dann erfolgt die Sanierung der Fahrbahn mit beidseitigen Parkbuchten und grünen Bereichen. Alles wird behindertengerecht gestaltet - auch der Vorplatz vor der Marienkirche.a
Die Straßenunterführung wird saniert, dabei werden die längst nicht mehr vorzeigefähigen Toiletten endgültig geschlossen. Das Geländer und die Treppen der Unterführung werden erneuert. Gabriele Hermann-Lersch: „Alles wird freundlicher in der Bachstraße, gewissermaßen wohnlicher. Die Geschäfte bleiben auf jeden Fall zugänglich - sie gehören zur innerstädtischen Wohnstraße.“ Bis dahin müssen sich die Bürger auf lange Monate der Einschränkung gefasst machen. „Wir werden alles tun, dass wir zum Zwiebelmarkt 2015 mit dem Ausbau der Bachstraße fertig sind,“ sagt die zielstrebige Stadtbürgermeisterin. Parallel werden innerhalb des Förderprogramms weitere Maßnahmen angegangen, so die Wege und Parkplätze im Kurpark, die Wege auf dem Waldfriedhof, die Verschönerung des Rheinufers usw. „Ehle“ Hermann-Lersch: „Es ist viel zu tun - packen wir’s an !“
