Allgemeine Berichte | 01.03.2014

Die Sparfüchse vom Sanitärhandwerk helfen – 21 junge Anlagenmechaniker losgesprochen

Mit moderner Technik die Umwelt schonen

Mit moderner Technik die Umwelt schonen

Kreis AW. Stolz war der Obermeister der Sanitärinnung (SHK) des Kreises Ahrweiler, Reiner Hilger, noch vor wenigen Tagen, 21 Anlagenmechaniker ins Jung-Gesellen-Leben entlassen zu können. Eindringlich hatte er den jungen Menschen die Verantwortung ans Herz gelegt, die sie in Zukunft für ihren Berufsstand und die Umwelt zu tragen hätten. Das Thema Umwelt wird bei den Innungsbetrieben des Sanitärhandwerks im Kreis Ahrweiler ganz groß geschrieben. „Wir vom Sanitärhandwerk sind aber nicht nur Umweltberater in Sachen Wasser und Energie, wir sind mit den technischen Möglichkeiten der Neuzeit auch wahre Sparfüchse“, schmunzelt der Sanitär- und Heizungsbau-Meister aus Glees. Immer mehr Privathaushalte, weiß der Obermeister, informieren sich beim Handwerk, auf welche Weise der Nutzer zu Hause Wasser und Energie einsparen kann. „Das hilft der Umwelt und dem Portemonnaie“, sagt Reiner Hilger. Durchschnittlich 130 Liter reines Trinkwasser verbraucht jeder Deutsche täglich, ermittelten Experten. Nur ein Bruchteil davon wird allerdings getrunken oder zum Kochen benutzt. Durchschnittlich 38 Liter entfallen auf die Toilettennutzung und 46 Liter auf Dusche oder Vollbad. Wasserspartipps wie „Duschen statt Baden“, oder gerade bei manchen Jugendlichen beliebt - nur einmal die Woche unters Wasser steigen - „sind zwar gut, aber letztlich nicht wirklich effektiv“, meint Hilger. Er rät dazu, die vorhandenen Installationen konsequent auf Wasser sparende Technik umzustellen. „Das kostet nicht viel, aber rechnet sich“, betont der Fachmann. Ideale Ansprechpartner seien dafür alle SHK-Fachbetriebe. „Die Fachkollegen beraten dazu gerne, verraten, hinter welcher Technik welches Einsparpotenzial steckt und kennen die Möglichkeiten, mit denen sich Wasser sparen lässt“, vertraut Hilger dem umweltbewussten Mitbürger an. Er verweist dabei schon einmal auf Durchflussbegrenzer an Waschtischarmaturen, auf Einhebelmischer oder Handbrausen, die bis zu sechs Liter Wasser pro Minute einsparen. Ebenfalls sinnvoll sei die Montage eines Urinals, das pro Spülvorgang deutlich weniger Wasser als ein normales WC verbrauche. Diese sollten natürlich mit einer Start-Stopp-Taste ausgestattet sein. Ein weitverbreitetes Übel, weiß Hilger aus der Praxis, seien undichte Spülkastendichtungen. Bis zu 20 Liter pro Stunde gingen dort verloren - aufs Jahr gerechnet verschwänden so 175.000 Liter wertvolles Trinkwasser in der Kanalisation. „Das freut vielleicht die Stadtwerke, aber sicher nicht den sparsamen Häuslebauer“, betont der Obermeister. Auf die Wichtigkeit des Wassers wird auch beim „Weltwassertag“ am 22. März hingewiesen. Er steht unter dem Motto „Wasser und Energie“. Mit diesen Schwerpunktblöcken werden wichtige Voraussetzungen für menschliches Leben in Verbindung zueinander gesetzt. Es wird erläutert, wie bei der Energieerzeugung und -übertragung, insbesondere für Wasserkraft, Kernkraft und thermische Energiequellen, die Nutzung von Wasserressourcen eine Rolle spielt. Wasser und Energie, so wird klar gemacht, sind die wertvollsten Faktoren für die Nahrungsmittelproduktion und die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Dass alle Prognosen und Szenarien auf einen steigenden globalen Bedarf nach beiden Ressourcen hinweisen, deren Bereitstellung globale Auswirkungen auf die Umwelt hat, ist noch mehr ein Aufruf zum sparsamen Haushalten mit den Produkten Wasser und Energie.

Energieausweis ist Pflicht

Beim Thema „Energie“ weist Reiner Hilger auf die baldige „Vorzeigepflicht für einen Energieausweis“ hin. Dieser liefert wichtige Informationen für Mieter oder Hausbesitzer über die Fragen: Wie viel Energie verbraucht mein Haus? Wo verstecken sich Einsparpotenziale? Welche Modernisierungsmaßnahmen mache Sinn? Ohne den Energieausweis läuft eigentlich nichts mehr, kein Verkauf, keine Vermietung, keine Verpachtung. Der Energieausweis gehört ab sofort zur Immobilie wie das Versicherungsheft oder der Grundsteuerbescheid. „Mehr noch, bei einem Verkauf oder einer Neuvermietung ohne vollständigen, korrekten und zulässigen Nachweis drohen Bußgelder bis zu 14.000 Euro;“ weist der Obermeister auch auf die Internetseiten des Zentralverbandes SHK hin. Bei klugem Nutzen verwandelt er sich in bares Geld. Denn die darin enthaltenen Empfehlungen für sinnvolle und kostengünstige Modernisierungsmaßnahmen zahlen sich nicht nur durch Energieeinsparung, sondern auch durch den Erhalt und die Aufwertung der Immobilie aus, sagt der ZV. Und: Der Energieausweis lohnt sich auch für Nutzer eigener Wohnflächen. Denn ein geringerer Verbrauch von Strom und Brennstoffen, verbunden mit weniger Betriebskosten, ist in jedem Fall ein Gewinn. „Wenn es um den Energieausweis geht, sind die Fachbetriebe des SHK-Handwerks die richtigen Ansprechpartner. Erfahrene SHK-Profis prüfen zuverlässig den tatsächlichen Energieverbrauch des Hauses oder der Wohnung,“ rät Reiner Hilger zu einem Energie-Check in den eigenen vier Wänden.

Obermeister Reiner Hilger und sein Stellvertreter Bernd Münch stehen für das Sanitärhandwerk im Kreis Ahrweiler.
Mit moderner Technik die Umwelt schonen

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
10 Jahre HSH Heizung Sanitär Herschbach in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juli 2026
150 Jahre Zeitungstradition
Kampagne Image Wärme / Bestellung Nr.: 4300003863 - W100 - 606
Empfohlene Artikel
In Kreuzberg ist die Aufweitung der Ahr schon vollzogen. Das kleine Foto zeigt die Situation vor der Maßnahme.  Foto: GS
13

Kreis Ahrweiler. HoRaK- diese Abkürzung steht für ein Wortungetüm, das gleichzeitig die Zukunft des Kreises Ahrweiler in sich birgt. HoRak ist die Stabsstelle Hochwasserresilienz und Aufbaukoordination der Kreisverwaltung Ahrweiler. In dieser ist alles gebündelt, was dazu beitragen kann, künftige Katastrophen wie die Flut vor fünf Jahren zu verhindern.

Weiterlesen

Seit einem guten halben Jahr verkehrt die Ahrtalbahn wieder. Foto: WITE
14

Ahrta. Seit gut einem halben Jahr (12. Dezember 2025) verkehrt die Ahrtalbahn mit der RB 30 (Rote Züge) und der RB 32 nun wieder in einem guten Halbstundentakt, hierbei die RB 30 nach Ahrbrück und von Ahrbrück RB 30 durchgehend bis Bonn einmal stündlich. Nach eigener Erkenntnis sind die Erfahrungen durchweg positiv. Es muss bei aller Euphorie ch gesagt werden, dass es aus den unterschiedlichsten Gründen bisweilen immer noch zu Verspätungen oder gar Ganzausfällen kommt.

Weiterlesen

Die Klinik-Clowns sind eine gut gelaunte Truppe.  Foto: Ralph Kuenzel
22

Koblenz. Wenn Kikki Kichererbse, Willi Grünkohl und Pinki Ringelstrumpf durch die Flure eines Krankenhauses oder Seniorenheims ziehen, verändert sich die Atmosphäre oft innerhalb weniger Augenblicke. Wo eben noch Sorgen, Schmerzen oder Einsamkeit den Alltag bestimmten, erklingen plötzlich Lachen, Gesang oder ein leises Schmunzeln. Die Klinik-Clowns Koblenz sind weit mehr als Unterhaltungskünstler....

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
738

Bonn/Bornheim. Am späten Donnerstagabend, dem 9. Juli 2026, ereignete sich auf der Bundesautobahn 555 in Fahrtrichtung Köln ein schwerer Verkehrsunfall zwischen den Anschlussstellen Bornheim und Wesseling. Ein Pkw kam aus bislang ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab, durchbrach die Leitplanke und prallte gegen mindestens einen Baum. Der Aufprall war so heftig, dass das Fahrzeug in mehrere Teile zerrissen wurde, die anschließend in Flammen aufgingen.

Weiterlesen

Ein Fahrzeug fuhr aus bislang ungeklärter Ursache von der Bismarckstraße kommend über die Breitestraße/Beckstraße in die gegenüberliegende Fußgängerunterführung.
3836

Andernach. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Donnerstag, den 09.07.2026, gegen 10:50 Uhr in der Innenstadt von Andernach. Ein Fahrzeug fuhr aus bislang ungeklärter Ursache von der Bismarckstraße kommend über die Breitestraße/Beckstraße in die gegenüberliegende Fußgängerunterführung. Bei dem Unfall wurden mindestens zwei Personen verletzt.BA

Weiterlesen