Vereinstour des RSC „Wildpferde“ Weibern
Mountainbiker und Rennradfahrer reisten in getrennten Gruppen
Weibern. Die diesjährige Vereinstour der Radfahrer des RSC Weibern führte zu unterschiedlichen Orten. Im Vorfeld der durchgeführten Tour galt es zu überlegen, wohin 2013 die Radfahrer ihre Tour legen wollten. Die Mountainbiker favorisierten ihr Quartier in Winterberg zu nehmen und dann von dort aus die Touren zu unternehmen. Die Rennradriege entschloss sich allerdings in diesem Jahr nicht mit dem Zug oder dem Pkw zum Quartier zu fahren, sondern von Weibern aus mit dem Rennrad zu starten. Auf der Suche nach einem Quartier im Umkreis von 150 km empfahl Peter Meid die Klostermühle in Ockfen. Dies fand dann auch den Zuspruch der Rennradfahrer. Vor diesem Hintergrund wurde daher in diesem Jahr keine gemeinsame Tour der Mountainbiker und der Rennradfahrer unternommen.
Mountainbiker im Sauerland
Acht Mountainbiker machten sich daher auf den Weg an drei Tagen die „Bike-Arena-Sauerland“ zu erkunden. Ausgewählte Strecken hatten sich die Mountainbiker auf das Navigationsgerät aufgeladen, um jeden Tag eine interessante Route zufahren. Am ersten Tag wurde die Tour Nummer 18 rund um den Kuhlenberg gefahren. Gestartet wurde vom Bremberg bei Winterberg, von dort ging es talabwärts an der noch jungen Ruhr entlang über Niedersfels nach Wiemeringshausen. Von dort führte der Weg nach Siedlingshausen hoch zum Hohen Hagen, wo unterwegs jeweils zwei Abstecher an zwei Bergseen in verlassenen Steinbrüchen gemacht wurden, bevor sie durch das schöne Renautal hoch zum Fuß des Kahlen Asten fuhren. Am zweiten Tag stand die Panoramatour auf dem Programm der Wildpferde. Der wohl bekannteste Berg des Sauerlandes stand im Mittelpunkt dieser anspruchsvollen Runde: Den 843 Meter hohen Kahlen Asten galt es gleich zu Beginn zu bezwingen. Vom Bremberg ging es zunächst in Richtung Kahler Asten. Die Mountainbiker passierten den bekanntesten Berg im Sauerland fast auf voller Höhe und radelten dann weiter durch Neuastenberg bis ins Tal und bergan nach Mollseifen. Hier wurde eine sehr steile Abfahrt bewerkstelligt, um von dort weiter durch den Wald mit einigen leichten Anstiegen bis nach Trambach zu fahren. Bevor sie die rasante Abfahrt nach Hallenberg fuhren, machten die Pedaleure eine Panoramapause und genossen den Blick über das Sauerland. Von Hallenberg nach Liesen führte der Weg durch die Felder, um dann ab Liesen wieder im Wald stetig bergauf bis zum Quartier in Winterberg. Am dritten Tag war die Sieben Täler Tour auf dem Programm. Am Anfang ging es kurz über Asphalt zum Sieben-Täler-Weg, durch bezaubernd tiefe Buchenwälder nach Medelon, dem tiefsten Punkt der Tour, über die Höhen nach Berge, wo sich eine wundervolle Fernsicht bietet. In Liesen wurde um die Mittagszeit eine kurze Pause gemacht und die beeindruckende 700-Jahrfeier des kleinen Ortes bestaunt. Ab Liesen galt es, noch den letzten Anstieg zurück nach Winterberg zu bewältigen. Die letzte Tour endete an der Down HilIstrecke von Winterberg, an dem waghalsige Mountainbiker mit ritterrüstungsähnlicher Ausstattung steile Berghänge hinunter sausten.
Insgesamt sind die Mountainbiker in den drei Tagen 132,9 Kilometer in wunderbarer Landschaft gefahren und haben dabei 2.422 Höhenmeter überwunden. Bis auf einen Astausrutscher im Augenbereich haben die acht Mountainbiker die Touren ohne Stürze überstanden, lediglich zwei "Plattfüße" und eine Blockierung der Scheibenbremse mussten behoben werden. Roman Engel, der die Tour organisiert hat brachte als Navigator die Truppe immer auf den rechten Weg. Der gesellige Teil wurde nach den Touren in der gastfreundlichen Dorfalm neben dem Hotel gepflegt und ein Rückblick auf die erlebten Touren gehalten.
Mit dem Rennrad in die Eifel
Hingegen starteten elf Rennradfahrer freitagmorgens durch die Eifel Richtung Trier. Bereits auf der Hohen Acht musste allerdings das Begleitfahrzeug, geführt von Eugen Ritzdorf und Manfred Schäfer, den ersten Stopp einlegen. Nebel und einsetzender Regen führte zur Notwendigkeit die Regenbekleidung anzuziehen. Bis Kelberg waren dann die Rennradfahrer durchnässt. Die regenlose Weiterfahrt bis zum Ziel führte allerdings nicht mehr dazu, dass die Schuhe trockneten. In Laufeld machten dann die Rennradfahrer Rast um sich mit den im Begleitfahrzeug mitgeführten Lebensmitteln zu stärken.
Über Quint, Trier, Konz und entlang der Saar gelangte die Mannen dann nach 140 Kilometern und 1.850 Höhenmeter nach Ockfen. Peter Meid hatte nicht zu viel versprochen. Die zugewiesenen Quartiere waren großzügig und angenehm gestaltet, die Bewirtung und das Essen auch an den folgenden Tagen empfehlenswert. Nach der Stärkung am Abend fand noch eine Weinprobe und eine Weinkellerbesichtigung statt, die einige Radfahrer auch annahmen, bevor dann die Bettschwere eintrat. Für den 2. Tag hatte Alfred Reuter eine schöne Tour über Hermeskeil geplant. Diese fiel allerdings sprichwörtlich ins Wasser.
Nach dem Frühstück zogen dunkle Wolken auf und Nieselregen setzte ein. Nochmals nasse Füße haben wollte eigentlich keiner der Pedaleure. So waren die Rennradfahrer zunächst unentschlossen, ob die Tour stattfinden sollte. Schließlich entschlossen sie sich, nachdem der Regen aufhörte, dann doch zu einer abgespeckten Tour zu starten. Nach 20 Kilometern entlang der Saar in Richtung Mettlach setzte jedoch eine kurze heftige Schauer den Fahrradfahrern zu. Zwei Pedaleure hatten genug und kehrten um. Die anderen Rennradfahrer fuhren allerdings weiter. Merzig sollte trotz Nieselregen ihr Ziel sein. Nach einer Rast dort ging es wieder zurück zum Quartier. Am Ende hatten die Rennradfahrer doch noch 80 Kilometer zurückgelegt. Schöner war dann der nächste Tag. Hier stand eine Drei-Länder-Fahrt auf dem Programm. In Luxemburg fuhr der Tross an der Mosel entlang bis Schengen. Dort überquerten die Rennradfahrer die Brücke nach Perl, wo das Begleitfahrzeug zur Stärkung wartete. An dem Drei-Länder-Eck verabschiedeten sich die Rennradfahrer um sodann 45 Kilometer eine Schleife - vorbei an Cattenom - in Frankreich zu radeln. Die Begleitfahrzeugfahrer sollten in der Zwischenzeit erkunden, ob auf der Rücktour bei Orscholz die Cloe mit dem Rennrad befahren werden kann, um die Aussicht auf die Saarschleife genießen zu können. Nach der weiteren Stärkung am Treffpunkt in Büdingen besuchten dann die Rennradfahrer auch den Aussichtspunkt ehe sie nach 140 Kilometern trockenen Fußes ins Quartier gelangten. Beim anschließenden Abendessen wurde dann aber die Hiobsbotschaft verbreitet, dass für Montag wieder Regen angesagt war. Die Wahrscheinlichkeit auf der Heimfahrt wieder durchnässt zu werden war sehr groß. Als dann die Überlegung angestellt wurde, mit dem Begleitfahrzeug nach Hause zu fahren anstatt mit dem Rad, huschte Erleichterung über so manches Gesicht. Die Prognose vom Abend stellte sich dann am nächsten Morgen auch als zutreffend dar. Der einsetzende Regen überzeugte auch die noch willigen Radfahrer besser motorisiert nach Hause zu gelangen. Trotz der erfahrenen Regenschauer empfanden die Teilnehmer im Hinblick auf die von Alfred Reuter sehr schön ausgearbeitet Strecke, den angenehmen Aufenthalt und das gesellige Zusammensein die Vereinstour wieder gelungen.
