Erfolgreicher Koblenzer Patiententag
Patiententag schenkte Gehör
„Treffpunkt Ohr“ kommt künftig in Seniorenheime
Koblenz. „Wie bitte?“ sollte Vergangenheit sein. Dank raffinierter Technik gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, dem Gehör auf die Sprünge zu helfen. Eindrücklich zeigte dies der Koblenzer Patiententag, der sich auch in diesem Jahr wieder als Publikumsmagnet erwies. Bereits zum achten Mal lud der Verein „Treffpunkt Ohr“ mit seiner Vorsitzenden Brigitte Hilgert-Becker in die Rhein-Mosel-Halle ein. Zahlreiche Besucher strömten herbei, um sich kostenlos rund ums gute Hören zu informieren.
Dabei stand ihnen nach der Eröffnung durch Schirmherrin Marie-Theres Hammes-Rosenstein, Bürgermeisterin von Koblenz, ein Büfett der Möglichkeiten zur Verfügung: Auf der Hörmesse präsentierten führende Industriefirmen ihre neuesten Produkte. Vom fast unsichtbaren Mini-Helfer im Ohr über das hörgerätekompatible Smartphone mit extragroßen Tasten für Senioren bis zum drahtlosen Funkkopfhörer gab es vieles nicht nur zu bestaunen, sondern auch zu testen.
In Workshops konnte ausprobiert werden, welches System bei welchem Hörproblem helfen könnte. Weiter gab es in zwei Sälen Referate namhafter Experten zu hören, so etwa von Professor Jürgen Kießling, der den Patiententag auch in diesem Jahr wieder leitete und über die neueste Hörgerätetechnologie informierte.
Viele Senioren werden als dement eingestuft, obwohl sie möglicherweise nur unter einer Hörschwäche leiden. Darauf verwies Professor Ursula Lehr, ehemalige Bundesgesundheitsministerin. Sie widmete sich in ihrem Vortrag den Hörproblemen älterer Menschen, ein Thema, das angesichts der demografischen Entwicklung von besonderer Bedeutung ist. Die heute hohe Lebenserwartung sollte keine „Jahre des Dahindösens“ mit sich bringen. Aber nur, „wer noch so viel wie möglich wahrnehmen kann“, bleibe geistig fit und könne teilhaben am sozialen Leben.
Worte, denen Taten folgen. Noch eine weitere Neuerung nämlich hat „Treffpunkt Ohr“ in diesem Jahr im Gepäck: Künftig wird der Verein mit Seniorenheimen zusammenarbeiten. Um den dort wohnenden älteren Herrschaften Schwellenängste zu nehmen, erscheinen die Hörexperten kostenlos vor Ort, um rund ums gute Hören zu informieren. Via Fragebogen und Hörtests wird der gesundheitliche Ist-Zustand der Interessenten ergründet, um anschließend bei Bedarf Hilfsmaßnahmen einzuleiten - damit unerkannte Hörschwächen nicht zu Fehldiagnosen und sozialer Isolation führen.
Pressemitteilung der
Becker Hörakustik OHG
Umfangeiches Informationsmaterial bot der Stand von Becker Hörakustik.
