Lokalsport | 27.01.2015

SpVgg 04/13 Burgbrohl, Abteilung Leichtathletik

Patrick Heimerl ist Rheinlandmeister

Patrick Heimerl (Nummer 232) fliegt in tiefem Schnee auf dem Weg zu seinem ersten großen Titel und lässt der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance.privat

Burgbrohl. In Trier wurden die Rheinlandmeisterschaften im Crosslauf ausgetragen. Fast 300 Läufer aus 41 Vereinen hatten für den Wettbewerb gemeldet. Die Trierer Strecke neben dem Moselstadion gehört eher zu den leichten Crossstrecken im Westen, jedoch kamen acht Zentimeter nasser Schnee dazu, der den Läufern ordentlich zu schaffen machte.

Patrick Heimerl ging als Favorit in das Rennen der M14 über 2200 Meter. Das ehrt ihn zwar, kann jedoch auch eine Bürde sein. Heimerl nahm es leicht. Nach etwas Gedränge am Start setzte er sich schnell an die Spitze seines Wettbewerbs und baute die Führung immer weiter aus.

Besonders an den wenigen Steigungen punktete er, weil er dort nicht, wie die meisten seiner Konkurrenten, das Tempo herausnehmen musste, sondern flink und unbeschwert die jeweils zehn Meter Anstieg nahm. Diese Leistung unterstreicht seine gute Form und ist das Ergebnis eines kontinuierlichen Trainings.

Dass der Abstand zum Zweitplatzierten am Schluss sogar fast 100 Meter betrug, damit hatten weder Trainer noch die mit angereisten Burgbrohler nicht gerechnet.

Sogar zu den älteren Athleten, die im gleichen Lauf starteten, war die Lücke nach vorn nicht sehr groß. Die meisten älteren Läufer konnte er sowieso hinter sich lassen. So konnte Heimerl zum ersten Mal den begehrten Wimpel des Rheinlandmeisters in Händen halten und ist nicht nur von seinen Leistungen, sondern auch von der Platzierung her vollends in der Verbandsspitze angekommen.

Nachdem Stefan Nechita (mU18) noch eine Woche zuvor bei der Rheinlandmeisterschaft die 400 Meter in der Halle für sich entscheiden konnte und Simon Gilles ihm auf Platz zwei folgte, versuchten sich beide im Crosslauf der U18. Beide gehören dem jüngeren Jahrgang der U18 an und mussten 3300 Meter bewältigen. Die Fünfzehnjährigen kämpften, gaben alles, aber mehr als Platz elf (Nechita) und Platz zwölf (Gilles) waren für sie als Langsprinter beziehungsweise Mehrkämpfer in Trier gegen ein starkes Feld von Mittelstreckenspezialisten nicht drin. Aber sicher wird das 2016 schon anders aussehen, wenn sie dann zum älteren Jahrgang gehören.

Auch Sarah Gilles (w14) hatte durch ihren Vorjahressieg, damals noch außerhalb der Meisterschaften, in diesem Jahr eine Favoritenrolle inne. Die erste der beiden 1100-Meter-Runden lief sie nicht nur in einen sauberen Stil, sondern konnte wie Heimerl an den kleinen Anstiegen immer wieder Strecke gutmachen. Das zeigt, dass die Burgbrohler Athleten auch taktisch geschult sind und klug genug, diese Fähigkeit auch auszuspielen. Nach gut der Hälfte der Strecke war jedoch zu merken, dass sie im Dezember wegen einer kleinen Verletzung mit dem Training eine längere Zeit nahezu pausiert hatte. Ihr fehlte Kraft und Ausdauer.

Dennoch schaffte sie es, sich in einem sehr starken Feld hervorragend zu behaupten: Sie lief als Dritte ihres Wettbewerbs ins Ziel. Umso mehr zählt diese Leistung für sie, da es sich beim Crosslauf für die Mehrkämpferin Gilles sicher nicht um ihre Paradedisziplin handelt.

So freuen sich die Burgbrohler Athleten auf den nächsten Wettkampf, der schon am 1. Februar in Dortmund stattfindet. Dort treffen sich die besten Leichtathleten des Westens, um sich in der Halle zu messen. Während Simon Gilles, Stefan Nechita und Burak Yilmaz im Sprint und Hürdensprint antreten, versucht sich Zoë Krischer über 3000 Meter Gehen und über 1500 Meter Laufen. Die Burgbrohler dürften in Dortmund der einzige Verein sein, von dem sämtliche U18-Jugendliche die anspruchsvollen Qualifikationsnormen unterboten haben.

Am deutlichen Erfolg von Heimerl und an der kompletten Nominierung der U18-Mannschaft ist zu erkennen, wie hoch die Leistungsdichte in der Burgbrohler Leichtathletik aktuell ist.

Patrick Heimerl (Nummer 232) fliegt in tiefem Schnee auf dem Weg zu seinem ersten großen Titel und lässt der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance.Foto: privat

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