Allgemeine Berichte | 09.09.2026, 13:31 Uhr

Küster & Krippen Kempenich

Peter Bell: Küster in Kempenich mit über 60 Jahren ehrenamtlichem Engagement

Küster Peter Bell bei der 900 Jahrfeier 1993

Kempenich. Es gibt nur 2 Küster im Bistum Trier, die 60 Jahre diesen Posten in der Katholischen Kirche ausgeführt haben. Peter Bell hat sie übertroffen, er ist seit 1963 Küster in Kempenich. Im zarten Alter von 13 Jahren hat er als damaliger Obermessdiener mit dem Amt begonnen und denkt nicht ans aufhören. Seine Arbeit hat er mittlerweile, neben der Kirche selbst, ausgedehnt auf weitere ehrenamtliche Tätigkeiten mit dem Bau der schönsten Weihnachtskrippe im Kreis Ahrweiler und mit der Aufstellung von über 80 Krippen im Bereich Kreuzwäldchen, wo er zudem noch Vorsitzender des Vereins ist. Mehrere Wege gibt es im Erlebniswald Steinrausch, die er mit den Kindern der Katholischen Jugend, die er seit Jahrzehnten betreut, installiert hat. Auch ein Bauerngarten wurde gemeinsam mit der Ortsgemeinde hergerichtet. Hilfe hat er insbesondere durch seine Familie und Ferdi Neiß. Familien mit ihren Haus- und Spitznamen waren ein weiteres Thema. Um 1870 heiratete Balthasar Benner, ein Lehrer aus Urbar die reiche Barbara Wilms. Sein Sohn Rudolf übertraf das noch, indem er die Tochter des reichsten Bauern in dem Amtsbezirk, Katharina Ackermann aus Wabern, zur Frau nahm. Man spricht in dem Zusammenhang von einer Aussteuer in Höhe von 30000 Goldmark. Leider hatte Rudolf Benner, als Bankdirektor bei der damaligen Raiffeisenbank, keine glückliche Hand im Zusammenhang mit dem Konkurs der Firma Orth im Sägewerk. Der Name „Wickesch“ entstand durch den Zuzug von Johann Wicker anlässlich der Heirat 1716 mit Anna Frantz aus Kempenich. Aus Wicker wurde Wickert und durch die Einheirat von Michael Caspers (*1827) gab es bald keine Wickert mehr, aber der Name „Wickesch“ blieb. Mit Caspers verbunden ist auch die Familie Groß „Schilte“, die ursprünglich aus Spessart kamen. Christel Grohs, die ehemalige Obermöhn, verbindet heute noch die Namen mit ihrem Großvater väterlicherseits Peter Caspers und mütterlicherseits Christian Groß „Schilte Chrest“. Sie heiratete Erich Grohs und damit hatte sich namentlich nicht viel geändert. Zahlreiche Anekdoten zu „Wickesch“ und „Schilte“ rundeten die Geschichte ab. Das nächste Treffen ist am 13. Dezember 2026 um 18 Uhr im Gasthof Bergweiler.

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Küster Peter Bell bei der 900 Jahrfeier 1993 Foto: Heimatfreunde

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