Lokalsport | 10.06.2013, 16:58 Uhr

Mountainbike Downhill informiert

Saisonauftakt mit sechstem Platz in Eliteklasse

Dreitägiger Dauerregen konnte Jacques Bouvet beim Rennen in Österreich nicht stoppen. Privat

Spessart/Kreis Ahrweiler. Nachdem er das erste Rennen in Winterberg wegen vier anstehender Klausuren für die schulische Abschlussprüfung nicht fahren konnte, fand der Saisonauftakt für Mountainbiker Jacques Bouvet aus Spessart am vergangenen Wochenende beim zweiten Stopp des iXS German Downhilll Cups 2013 (GDC) in Steinach am Brenner (Österreich) statt. Nicht weniger als fünfhundert Starter aus 18 Nationen waren gemeldet - und weitere 150 standen noch auf der Warteliste. In der Männereliteklasse, in der Bouvet als Junior mit seinen 18 Jahren die gesamte Saison bestreitet, starteten 194 Fahrer.

Schon die Wettervorhersage hielt einiges bereit, das man für das erste Juni-Wochenende nicht erwartet: Dauerregen und teilweise Schneeregen bei 2 bis 8 Grad Celsius. „Wie alle anderen hoffte ich, dass das Wetter doch besser wird als vorhergesagt“, erzählte Bouvet. „Als ich am Donnerstagmittag in Steinach ankam, waren es knappe 7 Grad und es nieselte. Nachdem alles fertig aufgebaut war, habe ich mich mit ein paar Freunden auf den Weg gemacht, um die Strecke für dieses Jahr zu besichtigen.“

Spaß trotz Regen und Schlamm

Ziemlich schnell ließ sich erahnen, dass diese sehr matschig werden würde und sich tiefe Bremswellen und Rillen bilden würden - somit also keine leichten Bedingungen. Ab Freitagmittag startete das Training, das für Bouvet gut verlief und bei dem er nach eigenem Bekunden trotz der äußeren Bedingungen „eine Menge Spaß“ hatte. Am folgenden Samstag schaffte er es, drei Trainingsläufe zu absolvieren. Das gute Gefühl vom Vortag stellte sich dabei allerdings nicht ein, denn es hatte während des Trainings ausnahmsweise nicht geregnet und der Schlamm wurde immer zäher, die Strecke damit deutlich langsamer. Nach dem Training setzte der Regen erneut ein, sodass die Strecke wieder schneller wurde, was sich auch im entscheidenden „Seeding Run“ zeigte. „Dort habe ich leider zwei Fehler gemacht, die mich einiges an Zeit gekostet haben. Somit kam nur ein 15. Platz in der Qualifikation heraus“, berichtete ein etwas enttäuschter Jacques Bouvet anschließend. Am Sonntagmorgen durfte aufgrund des schlechten Wetters nur ein Trainingslauf absolviert werden. In diesem kam Deutschlands Nachwuchshoffnung im Downhillsport gut und flüssig durch. Mit einem guten Gefühl ging der 18-Jährige daher in das bevorstehende Rennen. Dieses absolvierte er grundsolide ohne große Fehler und schaffte es souverän nach unten. Im Ziel angekommen stand die Bestzeit für Bouvet, die er lange halten konnte. Dank der Unterstützung durch den Mountainbike-Hersteller Ghost Bike, den Federgabeln- und Dämpferspezialisten Fox Racing Shox, den Ausrüster Basislager in Bad Neuenahr und der Marke Kettenwixe kam am Ende ein guter sechster Platz in der GDC-Eliteklasse heraus. Unter den deutschen Startern belegte der junge Mann sogar den hervorragenden dritten Rang. Weitere Herausforderungen folgen für ihn schon bald. International stehen Starts u.a. in Tschechien, Slowenien und Frankreich auf dem Programm. Zudem wird Bouvet bei zwei Rennen im World Cup starten, nämlich im in Vallnord (Andorra) sowie im österreichischen Leogang. Mit einem weiteren Dutzend Rennwochenenden - drei im GDC, sechs im EDC und zwei in der WM - hat sich der junge Fahrer noch einiges vorgenommen. Nationaler Saisonhöhepunkt soll aus seiner Sicht das dritte Rennen zum GDC in Bad Wildbad werden. Denn im Rahmen des Rennwochenendes im Nordschwarzwald wird nämlich die deutsche Meisterschaft ausgetragen. Zudem gilt der dortige Parcours als schwierigste Downhill-Strecke Deutschlands - eine ganz besondere Herausforderung. Als nächstes Rennen wartet zuvor jedoch noch vom 14. bis 16. Juni „Wheels of Speed“ im hochsauerländischen Willingen auf Bouvet.

Dreitägiger Dauerregen konnte Jacques Bouvet beim Rennen in Österreich nicht stoppen. Foto: Privat

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