Allgemeine Berichte | 16.02.2015, 17:33 Uhr

16 neue Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im Kreis Ahrweiler

Sanitärinnung ist stolz auf den Nachwuchs

Voller Stolz konnten die neuen Anlagenmechaniker ihre Gesellenbriefe und Urkunden in Dernau in Empfang nehmen. -AB-
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Kreis Ahrweiler. Das Mayener Blechbläser-Ensemble lud musikalisch zur Lossprechungsfeier in der Dernauer Dagernova mit klassischen Märschen ein. An Obermeister Reiner Hilger war es, eine große Gästeschar zu begrüßen. Eltern, Meister der Zunft, Gäste aus Wirtschaft und Politik waren gekommen, um den großen Tag für 16 neue Anlagenmechaniker-Gesellen im Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikhandwerk mit zu erleben und zu feiern. Der Landrat des Kreises Ahrweiler war der Einladung der Innung gefolgt, um noch einmal darauf hinzuweisen, wie wichtig das Handwerk für den Wirtschaftskreislauf des Kreises ist, und zu betonen, dass „Handwerk immer noch goldenen Boden hat. Obermeister Reiner Hilger fand als erstes lobende Worte für seinen Jung-Gesellen. „Hören ist ganz einfach, doch, dass ihr auch zuhören könnt, das habt ihr mit eurer Leistung unter Beweis gestellt, blickte er aber auch in die Zukunft. „Jetzt habt ihr Verantwortung zu tragen, im Beruf, und da gilt es noch bewusster zuzuhören, dann werdet ihr immer in eurem erlernten Beruf erfolgreich sein, gab Hilger den 16 jungen Menschen nicht ohne stolz mit auf den Lebensweg. Auch Kreishandwerk wollte seinen Stolz nicht verbergen. Nicht nur, dass das Sanitärhandwerk ja nun mal seine „Heimatinnung“ ist, sondern unter den Gesellen war auch ein junger Mann, der den Namen Wershofen trägt. Und der Kreishandwerksmeister, der bei kaum einer Lossprechungsfeier fehlt, gab auch seinen neuen Kollegen mit auf den Weg: „Sie brauchen nicht alles zu wissen, doch sie können stolz sein, auf dadd, was sie können.“ Ihr seid die Firmenchefs von Morgen, sprach Wershofen aber auch die nicht unproblematische Frage des Nachwuchses im Handwerk an. Mit dem Wort „Akademikerwahn“ drückte der Kreishandwerkermeister sein Unverständnis aus, dass es zwar Jugendarbeitslosigkeit gebe, aber immer noch freie Lehrstellen im Handwerk. Wershofen forderte die jungen Menschen auch auf, nicht stehen zu bleiben, weiter zu lernen und die Herausforderungen des Handwerks in einem hochtechnischen Zweig des Handwerks anzunehmen. „Ihr seid die Macher der Energiewende, ihr müsstet den technischen Systemwechsel in den Häusern und Kellern umsetzen. Ihr habt eine glänzende Zukunft“, ist Wershofen überzeugt. In diesem Punkt bekommt Frank Wershofen immer Unterstützung von Oberstudienfirektor Hans Werner Rieck. Der Leiter der berufsbildenden Schule in der Kreisstadt wirbt grundsätzlich leidenschaftlich für die Fortbildung. Rieck bedankte sich aber auch bei allen Handwerksmeistern, Betrieben und Eltern für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Landesinnungsmeister Helmut Gosert drückte ebenfalls seinen Stolz über die jungen Leute in seinem Handwerk aus. In einem Handwerk, das er als modern, zukunftsorientiert bezeichnete, das aber auch hohe planerische, gestalterische und technische Fähigkeiten verlange. „Bringen Sie sich ein und sprechen Sie mit“, forderte Gosert von den neuen Gesellen. Auch Landrat Jürgen Pföhler sprach von einer hohen technischen Ausbildung, die die jungen Menschen absolviert hätten. Und von der Bedeutung des Handwerks für die gesamte Wirtschaft. Pföhler bezeichnete das Handwerk als das Rückgrat allen Wohlstandes. Er sprach von den mehr als eine Million Betrieben in der Republik, von den fünf Millionen Menschen, die dort ihr tägliches Brot verdienten. „Das Handwerk und der Mittelstand ist Motor der Wirtschaft und sorgt für Arbeitsplätze“, führte Pföhler aus und fand es umso unverständlicher, „dass gerade diesen Betrieben immer mehr bürokratische Hürden den Weg versperren,“ so der Chef von mehr als 400 Mitarbeitern im Kreishaus. Das Handwerk ist auch der größte Ausbilder der Nation“, kam er auf die Bedeutung zu sprechen. „Die Menschen ziehen dorthin, wo es Kindergärten und Schulen gibt“, führte er aus, aber sie legen genauso Wert darauf, dass sie handwerklich versorgt werden.“ Pföhler wusste, wovon er sprach, war doch daheim bei ihm die Heizung ausgefallen und er konnte voller Freude berichten: „Sie haben mich gerettet, nach drei Tagen kann ich sagen, jetzt bin ich wieder ein Warmduscher.“ Pföhler war sich sicher, „das Handwerk hat nicht nur goldenen Boden, sie werden sich in der Zukunft bald ihre Kunden aussuchen können.“ Der Applaus war ihm sicher. Freude überbringt aber auch immer Günter Witsch. Das Vorstandsmitglied findet nicht nur die passenden Worte für die Junggesellen, sondern hat auch den Förderpreis der Kreissparkasse im Handgepäck. Dieser ging in diesem Jahr an Benjamin Ulrich aus Sinzig vom Ausbildungsbetrieb Bernd Münch, Grafschaft. Er war der Prüfungsbeste, gefolgt von Sascha Schütter aus Sinzig, vom Ausbildungsbetrieb Steins in der Kreisstadt. Dritter wurde Yannik Bungart aus Kirchsahr, vom Ausbildungsbetrieb Bongart in Lind.

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Auszubildender Ausbildungsbetrieb: Besmir Bajcinca, Bad Neuenahr-Ahrweiler Wija GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler - Tobias Bläser, Spessart Alfred Bläser, Spessart - Yannik Bungart, Kirchsahr Bongart Verwaltungs GmbH & Co. KG, Lind - Viktor Hussein, Bad Neuenahr-Ahrweiler Hesseler/Hammoudi, Sinzig - Martin Klein, Schuld Wershofen GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler - Dennie Kurtenbach, Remagen Steffes & Robrecht GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler - Nils Lückenbach, Sinzig Hesseler/Hammoudi, Sinzig - Sebastian Marner, Dernau Heizungsbau Sonntag GmbH, Grafschaft - Patrick Stappen, Hönningen Michael Mönch, Adenau - Sascha Schütter, Sinzig Steins GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler - Tobias Thomè, Langenfeld Peter Meid, Weibern - Benjamin Ullrich, Sinzig Dipl.-Ing. Bernd Münch, Grafschaft - Lukas Wershofen, Bad Neuenahr-Ahrweiler Groß Heizungsbau GmbH&Co. KG, Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Prüfungsbeste

1). Benjamin Ullrich, Sinzig Dipl.-Ing. Bernd Münch, Grafschaft -

2). Sascha Schütter, SinzigSteins GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler -

3). Yannik Bungart, KirchsahrBongart Verwaltungs GmbH & Co. KG, Lind.

Prüfungsbester Benjamin Ullrich erhielt von Reiner Hilger und Landrat Joachim Pföhler für seine Leistung eine gesonderte Urkunde.

Prüfungsbester Benjamin Ullrich erhielt von Reiner Hilger und Landrat Joachim Pföhler für seine Leistung eine gesonderte Urkunde.

Voller Stolz konnten die neuen Anlagenmechaniker ihre Gesellenbriefe und Urkunden in Dernau in Empfang nehmen. Fotos: -AB-

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