Kempenicher Grundschulkinder bereiteten leckere Kartoffelgerichte zu
Schälen, waschen, reiben, backen
Kempenich. Dieser Tag war für die Kinder des dritten Schuljahrs der Grundschule Kempenich ein besonderer Tag. Elke Krause und Simone Danzebrink hatten sich angekündigt, um im Rahmen des Projekts „Ernährungsbildung für Grundschulkinder“ den zweiten Kurs „Die tolle Knolle“ abzuhalten. Begleitet wurden sie von Thomas Klein und Klaus Doll von der Geschäftsstelle der Kempenicher Volksbank. Die Bürgerstiftung der Volksbank RheinAhrEifel hat die Finanzierung der Bildungsmaßnahme übernommen und trägt die Kosten der 130 Kurse. Zusätzlich stellt die Genossenschaftsbank Mitarbeiter ab, um die Kursleiterinnen zu unterstützen.
Los ging es mit einem kleinen theoretischen Teil. Wo kommt die Kartoffel ursprünglich her? Sehen alle Kartoffeln gleich aus? Haben alle den gleichen Geschmack? Klassenlehrerin Nicole Keller hatte die Kinder gut vorbereitet, so dass sie schnell viele Fragen beantworten konnten und natürlich auch wussten, dass die Kartoffel anfangs in Südamerika beheimatet war. Echt ins Stauen gerieten sie jedoch, als sie hörten, dass es weltweit rund 5000 Kartoffelsorten gibt. Kartoffeln sind gesund. Sie machen satt, aber nicht dick, da ihr größter Teil aus Wasser besteht. Sie sind ein wichtiger Energieträger und enthalten unter anderem Eiweiß, was die Menschen für den Muskelaufbau benötigen, viele Mineralstoffe und Vitamine. Bald ging es jedoch zum praktischen Teil über, auf den die Kinder schon sehnsüchtig gewartet hatten. In mehrere Gruppen aufgeteilt und mit den benötigten Küchengeräten und Schürzen ausgestattet, stand zunächst überall das Schälen der Kartoffeln auf dem Programm. Anschließend wurde alles sorgfältig gewaschen. Eine Gruppe bereitete aus Möhren, Lauch und Sellerie die Zutaten für eine Kartoffelsuppe vor, während andere Kinder Kartoffelbrötchen machten. Dazu wurden die Kartoffeln zunächst gekocht, dann längs halbiert, entweder mit Mozzarella und Tomatenscheiben oder aber auch mit Gouda oder Salami belegt und anschließend überbacken.
Wieder eine andere Gruppe hatte die Aufgabe, Kartoffelwaffeln zu backen. Bevor es so weit war, mussten zuerst jedoch alle Kartoffeln mit einer Reibe schön klein geraspelt werden.
Anschließend kamen Gewürze, Kräuter und Eier dazu, alles wurde kräftig durchgemischt. Vorsichtig kam die Masse nun in ein mit Rapsöl ausgepinseltes Waffeleisen. Jetzt hieß es warten. Nach vier Minuten war es so weit, eine knusprige Kartoffelwaffel war fertig.
So bereitete jede Gruppe ein herzhaftes Kartoffelgericht zu. Ein gemeinsames Mittagessen beendete diesen außergewöhnlichen Schultag, an dem die Kinder durch das von der Volksbank-Stiftung initiierte Projekt viele praktische Erfahrungen sammelten.
Kerstin Pleuger ging den Kindern zur Hand, als sie aus einem zuvor selbst hergestellten Teig knusprige Kartoffelwaffeln backten.
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