Kirchenchor Oberbreisig wanderte in der Wolfsschlucht
Schönste Natur „vor der Haustür“
Brohltal. Ein traumhafter Spätsommertag - ideal zum Wandern. Kurz entschlossen machte sich der Kirchenchor Oberbreisig auf den Weg über eine Teilstrecke des Traumpfades „Höhlen- und Schluchtensteig“ von Kell hinab in die Wolfsschlucht bis zu den Trasshöhlen im Brohltal. Vor Beginn der Wanderung wurde in der Pfarrkirche St. Lubentius in Kell das Gnadenbild aufgesucht, ein Kunstwerk aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Es ist erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Kell und seitdem Ziel von Wallfahrten. Die Legende zur Entstehung des Klosters und dessen Historie hat Werner Fußhöller, Brohl-Lützing, im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler informativ beschrieben. Die von Landschaft, Kultur und Geologie her abwechslungsreiche Wanderung startete am Parkplatz „Bergwege“ auf dem Keller Hochplateau, von dem sich aus ein begeisternder Rund-Panoramablick bis ins Siebengebirge bietet. Durch überwiegend Buchenwald geht es hinunter ins Wassenacher Tal. Im weiten Wiesengrund der Römerbrunnen, ein Sauerbrunnen mit rostrotem Wasser und Kohlensäure-Austritt. Wieder im Wald führt der Weg an der ehemaligen Kupfererzgrube Barthold (heute Heimat für Fledermäuse) vorbei, überquert die Straße nach Maria Laach (L 113) und sodann abwärts in die Wolfsschlucht. Von dem Steg über den Tönissteiner Bach bietet sich ein schöner Blick auf den Wasserfall. Entlang des Tönissteiner Baches mit seinen Kaskaden verläuft der Traumpfad am Fuße hoher Trasswände mit beeindruckender Flora durch ein wildromantisches Tal mit Geologie aus nächster Nähe. An der überwucherten Klosterruine Tönisstein vorbei sind bald erneut geologisch interessante Erdschichten zu sehen: Steil stehende Schiefer aus dem Devon werden hier von den waagerechten Bims- und Trassschichten überlagert.
Hinter der Seniorenresidenz Tönisstein her führt der Weg schließlich zu einer Brücke über den Brohlbach. Sodann über die zu querende B 412 hinein in riesige Trasshöhlen nahe des imposanten Viaduktes der Brohltalbahn. Bei dem abschließenden Singen eines Marienliedes stellte sich die gute Akustik in den Trasshöhlen heraus. In der nahe gelegenen Gaststätte „Jägerheim“ endete die Wanderung mit einem gemütlichen Beisammensein.
