Sie sätt görl …
Uhhh-jääääh-hä, sie sätt görl, wotsch sät skien, diggin sä däncing kwien … Hach … Nein, ich übe nicht für meinen VHS-Englischkurs, ich singe! Und zwar ABBA!! Dancing Queen!!! Leute, ist es zu fassen, dass es schon wirklich 40 Jahre her ist, dass ABBA in meine Welt trat?! Lange vor IKEA, Wasa-Knäcke und Tennis-Legende Björn Borg?!
Mittlerweile kaufe ich meine Möbel nicht mehr beim gelben Schweden, den Verzehr von Knäckebrot halte ich im Gegensatz zu meiner Waage auch für völlig überbewertet und bei Björn Borg musste ich jetzt sogar schnell nachschlagen, wie der sich überhaupt korrekt schriebt. Aber ABBA! Uhhh-jääääh-hä! Die liebe ich noch heute, von denen bekomme ich nie genug und da weiß ich auch ganz genau, wie ich es zu buchstabieren habe!
Und vor paar Tagen haben die doch tatsächlich ein eigenes Museum in Stockholm bekommen! Uhhh-jääääh-hä! Eigentlich ein Skandal, dass es erst jetzt so weit ist. Elvis und die Beatles haben ja schon längst ihre eigene Hütte. Aber gut. So ist das eben. Ich will da mal nicht nachtragend sein und unterm Strich zählt das Ergebnis. Und das ist äußerst erfreulich!
Jetzt ist mein Sommer-Urlaub also gebongt! Ich pack mir meine Gisela ein und dann fahren wir nach Schweden, genauer gesagt in den Stockholmer Stadtteil Djurgarden. Dort werden wir dann in Erinnerungen an die vor 30 Jahren aufgelösten Hit-Lieferanten schwelgen. Und das auf 5.000 Quadratmetern! Das ist zwar etwas kleiner als ein Fußballplatz, aber wer braucht schon Dortmund gegen Bayern, wenn man ABBA haben kann? Uhhh-jääääh-hä!
Bisschen schade finde ich, dass ich nicht zur Eröffnung da sein konnte, um die Vier live sehen zu können. Aber die hübsche Blonde, die Agnetha, hat den Termin eh verpennt und die Vier trällern ja sowieso tagein, tagaus in Lebensgröße in 3D auf einer Bühne. Und dann gibt es auch jede Menge Originalfummel zu sehen, diese legendären Plateauschuhe und die grellen Kostümen aus den 70ern. Uhhh-jääääh-hä!
Besonders scharf bin ich aber aufs Mitmachen, das „interaktive Angebot“, wie das im Neudeutsch heißt. Da kann ich nicht nur Abba-Hits nachmixen, mehr Wumbs, weniger Chor, sondern auch selbst als fünftes ABBA-Mitglied auf der Bühne stehen und mitsingen!
Das hätte mir vor 30 Jahren mal jemand sagen müssen, als Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid noch im Bravo-Starschnitt an meiner Zimmertür klebten und für regelmäßige Diskussionen beim Abendessen führten. Und nu fahr ich die gucken! Wie aufregend! Ich werde dann jetzt auch mal wieder weiter Textchen üben und sage heute nur noch: „Sänk juh for se mjusik!“
Habt es gut,
Eure Karla
