Auf dem Rock am Ring-Gelände wurde Einiges gefunden
Über 500 Fundstücke warten auf ihre Eigentümer
Mendig. Wer zurzeit dem Bürgerbüro der Mendiger VG-Verwaltung einen Besuch abstattet, wähnt sich in einem großen Fundbüro. Überall stehen Kartons, in denen sich mehr oder weniger intakte Handys, EC-Karten, Scheckkarten, Krankenkassen-Mitgliedskarten, Brieftaschen und viele weitere Gegenstände befinden, die sicherlich von ihren Eigentümern inzwischen schmerzlich vermisst werden. Gefunden und abgegeben wurden über 500 Gegenstände während bzw. nach dem Rock am Ring-Festival in einem von den Mitarbeitern des Bürgerbüros betreuten Fundbüro auf dem Festivalgelände.
Derzeit ist das engagierte Bürgerbüro-Team damit befasst, die Eigentümer ausfindig zu machen. Dass es sich hierbei mitunter um eine wahre „Sisyphusarbeit“ handelt, zeigt sich insbesondere dann, wenn es sich um die Ermittlung der Handy-Inhaber handelt, da entweder die Akkus leer sind oder die Tastatur gesperrt ist. Dagegen wird bei EC-Karten oder Krankenkassen-Mitgliedskarten mit den jeweiligen Banken bzw. Krankenkassen Kontakt aufgenommen, die sich zumeist äußerst kooperativ verhalten. Hinzu kommt, dass viele Eigentümer sich telefonisch zum Beispiel aus Luxemburg, Österreich, der Schweiz und aus ganz Deutschland nach einem eventuellen Fund ihres vermissten Gegenstandes erkundigen. In diesem Fall prüfen die VG-Mitarbeiter zunächst, ob die Angaben mit den jeweiligen Fundstücken übereinstimmen, und wenn dies der Fall ist, wird die Fundsache dem Eigentümer nach Zahlung einer Verwaltungsgebühr per Post zugestellt. Es kommt jedoch auch vor, dass der eine oder andere Gegenstand abgeholt wird. Ein junger Mann aus Stuttgart, der bei seinem Anruf in Mendig erfuhr, dass sein Handy unbeschädigt im Bürgerbüro auf ihn wartet, kündigte jedoch den Besuch seiner Großeltern an, die den Ausflug nach Mendig für eine Erkundung der Region nutzen wollten.
Bei einem etwas kurios anmutenden Fundstück handelte es sich um einen einzelnen Schuh, in dem eine Socke steckte. Hier war der Eigentümer jedoch sehr schnell über das DRK ausgemacht. Nachdem die Helfer ihren Patienten, der sich ein Bein gebrochen hatte, in eine Klinik gebracht hatten, gaben sie den Schuh inklusive Strumpf im RaR-Fundbüro ab.
