Lokalsport | 09.12.2014

Fußball Kreisliga

Unglückliche Heimniederlage

SV Oberzissen - SG Westum II 0:1 (0:1)

Oberzissen. Zum letzten Pflichtspiel des Jahres empfing der SV Oberzissen mit einer stark dezimierten Mannschaft die Zweitvertretung der SG Westum. Die Gäste darf man getrost neben dem Tabellenführer aus Oberahrtal als die Überraschungsmannschaft der Liga bezeichnen. Der Aufsteiger aus dem Sinziger Stadtteil rangiert hinter dem Spitzenreiter auf Platz zwei der Tabelle. Im Hinspiel konnte das Oberzissener Team den Gästen ein Remis abringen und dies war auch heute das Minimalziel des SVO. Aufseiten des SV Oberzissen mussten neben den Langzeitverletzten P. Schütz und C. Schneider auch S. Müller, E. Naumann, D. Mota und F. Perk passen. Aus der zweiten Mannschaft halfen daher wieder Paolo di Paola und Marcel Näkel aus, die beide auch heute ein sehr gutes Spiel machten. Die Gäste machten nach ihrer deutlichen Niederlage der vergangenen Woche von Spielbeginn an richtig Druck und hätten bereits in der 5. Spielminute in Führung gehen können. SVO-Keeper Theisen parierte den Schuss eines Gästestürmers, der Nachschuss aus fünf Metern ging knapp über die Querlatte. Oberzissen agierte indes zu passiv und kam äußerst schlecht ins Spiel. Die Westumer erarbeiteten sich mehrere sehr gute Möglichkeiten durch Standards, von denen eine zum Erfolg führte. Nach einem Eckball in der 25. Spielminute stimmte die Zuordnung in der SVO-Abwehr überhaupt nicht und so konnte ein Spieler der Blauroten völlig unbedrängt per Kopf zu Führung einnicken. In der Folge neutralisierten sich beide Teams, sodass es mit einer für Westum verdienten, aber knappen Führung in die Pause ging.

Nach einer deutlichen Ansprache in der Kabine durch Interimscoach Tobias Dedenbach, der den heute aus privaten Gründen verhinderten Denis Mota vertrat, sah man dann in Spielabschnitt zwei eine andere Oberzissener Mannschaft auf dem Platz. Die Zweikämpfe wurden nun angenommen und auch die in der ersten Spielhälfte mangelnde Laufbereitschaft stimmte nun. In der 58. Spielminute setzte sich Patrick Adams gegen einen Abwehrspieler durch und lief auf den Westumer Keeper zu, konnte jedoch im letzten Moment geblockt werden. Und nur drei Minuten später ergab sich dann die wohl größte Chance des Spiel zum Ausgleich. Vitali Lange eroberte den Ball des Gegner in dessen Vorwärtsbewegung auf der rechten Außenbahn und passte den Ball von der rechten Strafraumgrenze auf den mitgelaufenen, völlig frei stehenden Patrik Adams. Der stoppte den Ball und zog, nur noch Torhüter Nelles vor sich, auf das Westumer Tor ab. Nelles reagierte mit einer unfassbaren Parade und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen zur Ecke. Die Gäste gerieten ab der 55. Minute in ihrer Abwehr mächtig unter Druck, jedoch konnte das Heimteam kein Kapital daraus schlagen. Ein Freistoß von Florian Höper in der 71. Minute von der Strafraumgrenze konnte der heute glänzend aufgelegte Gästekeeper ebenfalls zur Ecke klären. Der Eckball landete auf dem Kopf von Kapitän Nohles – auch hier war Sebastian Nelles zur Stelle und hielt den knappen Vorsprung für seine Farben fest. Westum verstand es, durch schnelle Konter immer wieder Nadelstiche zu setzen. Kurz vor Schluss stand dadurch Christopher Theisen nochmals im Fokus des Geschehens. Nachdem ein Gästestürmer aus abseitsverdächtiger Position durch war, scheiterte er an Theisen, der seinem Westumer Pendant heute in nichts nachstand. Und in der 83. Min. verhinderte er ebenfalls mit einer Klasseparade den vorzeitigen K.o.. Die letzte Großchance zum mittlerweile verdienten Ausgleich hatte Florian Höper mit einem Freistoß aus 18 Metern, der aber knapp am Westumer Tor vorbeistrich. So blieb es letztlich beim knappen Sieg für die Gäste.

Fazit: Nach einer schwachen ersten Spielhälfte, die klar an Westum ging, versäumte das Team des SVO heute, trotz einer stärkeren zweiten Halbzeit, den Ausgleich zu machen. Ein Unterschied zwischen dem Zweitplatzierten und dem Zehntplatzierten war nur in Spielhälfte eins sichtbar. Über die gesamte Spielzeit betrachtet begegneten sich hier zwei Teams auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für Westum.

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