Conlog-Arena bleibt eine Festung
Vulkan-Ladies haben den ersten „Großen“ geschlagen
Koblenz. Die Vulkan-Ladies kommen sich momentan vor, als würden sie mit einer Achterbahn fahren. Erneut setzte es unter der Woche eine bittere 37:20-Niederlage bei FrischAuf Göppingen. Und erneut standen sie nach einer Niederlage auf und schafften am Sonntag in ihrem „Wohnzimmer“, der Conlog-Arena eine Sensation.
839 Zuschauer trauten ihren Augen nicht, denn bereits in der achten Minute musste Gästetrainer Lesczek Krowicki eine Auszeit nehmen, da seine Mannschaft mit 6:2 ins Hintertreffen geraten war.
Die Vulkan-Ladies zeigten von der ersten Minute, dass sie sich auch gegen den vermeintlichen Favoriten einiges vorgenommen hatten. Und auch die Tatsache, dass mit Matilda Atanasoska und Marina Kils zwei wichtige Stützen überhaupt nicht spielen konnten und Hildur Thorgeirsdóttir (mit einer Rippenprellung) und Maja Klingenberg (mit einem ausgekugelten Zeh) angeschlagen in die Partie gingen, schien sie nicht von ihrem Traum einen „Großen“ zu schlagen abzuhalten. Dass die Gastgeberinnen bis zur Halbzeit jedoch mit 21:12 in Führung gehen würden, hätte wohl nicht mal der kühnste Optimist geglaubt.
Wer dachte, dass die ambitionierten Gäste aus Oldenburg das Spiel in der zweiten Halbzeit noch drehen können, der täuschte sich. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es zwar, als sie in der 44. Minute nochmals auf 27:22 verkürzten, doch die Vulkan-Ladies ließen sich diesen Sieg nicht mehr nehmen.
Überragende mannschaftliche Leistung
Aus einer überragenden mannschaftlichen Leistung stachen an diesem Tag vor allem Prudence Kinlend, Caroline Thomas und Nadja Zimmermann heraus. Thomas spielte das komplette Spiel und zeigte sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine einwandfreie Leistung. Zimmermann lenkte das Spiel klug und sorgte in der entscheidenden Phase für wichtige Treffer. Kinlend erwischte einen Sahnetag und erzielte insgesamt elf Treffer.
Doch am Ende stand erneut die mannschaftliche Geschlossenheit der Vulkan-Ladies über allem. „Wir müssen heute zeigen, dass wir eine Einheit sind“, hatte Matilda Atanasoska, die das Spiel aufgrund einer schweren Rippenprellung von zu Hause aus verfolgen musste, ihrer Mannschaft vor dem Spiel mit auf den Weg gegeben. Und genau das war es, was die Vulkan-Ladies an diesem Tag taten, gemeinsam an einem Strang ziehen, um anschließend gemeinsam den dritten Sieg im dritten Heimspiel feiern zu können.
Nächstes Spiel gegen die Buxtehuder SV
Am kommenden Sonntag um 15 Uhr müssen die Vulkan-Ladies nun beim Buxtehuder SV ran und laut Zimmermann wird es dann Zeit „auch mal auswärts eine gute Leistung abzurufen“.
Branka Zec war in den entscheidenden Situationen der sichere Rückhalt für die Vulkan-Ladies.
