Vulkan-Ladies setzen sich mit 27:26 gegen die SG BBM Bietigheim durch
Vulkan-Ladies ziehen in dritte Pokalrunde ein
Bietigheim. Die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern sind überraschend in die dritte Runde des DHB-Pokals eingezogen. Bei den hoch gehandelten Frauen der SG BBM Bietigheim setzte sich die Mannschaft um Trainer Christoph Barthel in einer wahren Nervenschlacht mit 27:26 (10:12) durch. Beste Spielerin der Gäste war Torfrau Evelien Grob, die meisten Tore erzielten Caroline Thomas und Hildur Thorgeirsdottir mit je fünf Treffern. Die Auslosung der dritten Runde erfolgt am 11. oder 12. Oktober im Rahmen des DHB-Frauenforums in Kassel.
Beim Stand von 27:26 für die Vulkan-Ladies waren nur noch wenige Sekunden zu spielen. Die Gäste waren in Unterzahl, aber in Ballbesitz. Die Schiedsrichter hatten bereits das Warnzeichen für passives Spiel gegeben, als Thomas zu Lotte Prak passte. Die Niederländerin suchte den Weg zum Tor, wurde aber von der Bietigheimer Abwehr gestoppt. Die Unparteiischen entschieden auf Freiwurf für die Rheinland-Pfälzerinnen. Dann ertönte das Schlusssignal und der Jubel der Vulkan-Ladies kannte keine Grenzen mehr.
„Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute um diesen Sieg gekämpft. Ich bin sehr stolz“, sagte Grob nach dem Schlusspfiff, die die aggressive Abwehr der Gäste lobte. In der Tat wurde das frühe Angreifen der starken Rückraumakteurinnen von Bietigheim belohnt, sodass die SG kaum zu ihrem Spiel fand. Die erste Hälfte verlief insgesamt sehr abwechslungsreich, sodass auch beide Teams abwechselnd in Führung gingen.
Bitter: Die pfeilschnelle Rechtsaußen der Vulkan-Ladies, Kelly Vollebregt, verletzte sich in der elften Minute am Fuß und blieb anschließend bis zum Schlusspfiff draußen. Für sie agierte fortan Jennifer Winter, die ihre Sache gut machte. Der Zwei-Tore-Rückstand zur Pause kam in erster Linie dadurch zustande, da die Chancenverwertung der Barthel-Sieben nicht optimal war.
Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst spannend, ehe sich Bietigheims starke Linkshänderin Zana Maric immer besser in Szene setzte und ihr Team zum 21:17-Vorsprung nach 46 Minuten führte.
Barthel: „Anschließend haben wir bravourös gespielt. Wir wollten unbedingt gewinnen.“ Der slowenische Neuzugang Lina Krhlikar erhielt im zweiten Durchgang das Vertrauen ihres Trainers und traf in der 50. zum 21:21-Ausgleich. Kim Berndt erzielte anschließend das Tor zum 21:22, woraufhin die Führung wieder wie vor der Pause ständig wechselte. Nach einem 24:25-Rückstand drehten die Gäste noch einmal auf und zweimal Thomas sowie Krhlikar sorgten für die 27:25-Gästeführung. Krhlikar sah anschließend nach der dritten Zeitstrafe noch die Rote Karte, Winter erhielt ebenfalls eine Zwei-Minuten-Bestrafung, doch die Vulkan-Ladies brachten die knappe 27:26-Führung über die Zeit.
Nächster Gegner in der Bundesliga ist am 19. Oktober (16 Uhr, Conlog Arena) die HSG Blomberg-Lippe.
Pressemitteilung der Vulkan-Ladies Koblenz-Weibern
Ersetze Kelly Vollebregt und machte drei Tore: #88 Jennifer Winter.
