Ein Wohltäter Breisiger Vereine feierte Geburtstag
Walter Lehnert wurde 90 Jahre alt
Bad Breisig. Walter Lehnert feierte in diesen Tagen seinen neunzigsten Geburtstag. Der Seniorchef einer Sozietät für Steuer- und Wirtschaftsberatung, gilt in der Quellenstadt als großer Mäzen für viele Vereine, für Kirchen unterschiedlicher Konfessionen und verschiedene soziale Institutionen; er war über die langen Jahre als Breisiger Bürger Wohltäter in vielen öffentlichen Bereichen.
Lehnert, der geborene und nach wie vor überzeugte Franke aus dem Ort Grub am Forst im Coburger Land, kam Anfang der fünfziger Jahre nach Bad Breisig. Dabei halfen ihm sein Charisma, seine Unbeugsamkeit und sein großes Verhandlungsgeschick. Der Autodidakt avancierte im Lauf der Zeit zum Steuerberater, machte sich selbständig und stieg auf der Karriereleiter zum Wirtschaftsprüfer. Seine fachmännische Hilfe wurde immer stärker in Anspruch genommen, sodass er bald ein vielköpfiges Spezialistenteam um sich scharte. Er war über ein halbes Jahrhundert ein hoch geachteter Bad Breisiger Bürger, mit nie erlahmendem Engagement. Ganz nebenbei gab er vielen Ortsvereinen seine sachliche und finanzielle Unterstützung, engagierte sich vor allem in der Karnevalsgesellschaft, mit der er auch mehrfach mit großem Erfolg rheinischen Karneval in seine Coburger Heimat transferierte.
Auch dort galt er als großer Wohltäter, was ihm zur Ehrenbürgerschaft in seinem Heimatort verhalf. Dort veranstaltete Benefiz-Feste, zu denen auch immer wieder Bad Breisiger Kräfte ihren Beitrag lieferten.
„Kavalier der Straße“
Ein besonderes und für ihn recht typisches Highlight im Leben des Walter Lehnert: Als die Aktion „Kavalier der Straße“, ein gemeinsames Werk deutscher Presse und des ADAC vor 66 Jahren gegründet wurde, war er der erste, der diese hohe Auszeichnung erhielt: Unerschrocken half Lehnert am 10. Oktober 1959 bei einem schweren Unfall auf der Autobahn, rettete einer Frau das Leben, die zu verbluten drohte und organisierte die Hilfsmaßnahmen. Sein Beispiel machte Schule, und die Aktion „Kavalier der Straße“ bekam ungeahnte Impulse.
Vor etwa 10 Jahren hat Walter Lehnert mit seiner von Bad Honnef stammenden Ehefrau Anneliese seinen Wohnsitz nach dort verlegt, ist aber immer noch oft in seiner Bad Breisiger Praxis anzutreffen, und er ist auch den quellenstädtischen Ortsvereinen noch immer verbunden. Z.B. ist er nach wie vor Mitglied der KG-Senatoren. Aber Walter Lehnert hat einen zusätzlichen, für ihn typischen Wirkungskreis gefunden: Er engagiert sich seit einiger Zeit als geachtetes aktives Mitglied im Hospizverein der Stadt Essen – eine Tätigkeit, die ihm vom geistlichen Vorsitzenden des Vereins hohes Lob einbrachte.
Viele kamen und gratulierten
Im Kreis vieler Honoratioren aus Politik und Wirtschaft, seiner großen Familie und vieler dankbarer Freunde feierte der für das hohe Alter immer noch dynamische Senior nun seinen „runden“ Geburtstag.
Das Fest begann mit einer musikalischen Dankandacht in der evangelischen Kirche in Bad Honnef. Nach der Andacht stiegen auf dem Vorplatz des Gotteshauses hunderte von bunten Luftballons in den strahlend blauen Himmel – ein Hommage an den Familienchef von der großen Schar jugendlicher Verwandter und Freunde des Jubilars. Der Festabend war im historischen Weinhaus St. Peter in Walporzheim arrangiert. In dessen Rahmen nahmen die Dankadressen aus allen Reihen der vielen Gäste kein Ende. Der Jubilar selbst wandte sich in einer Ansprache im Rückblick auf ein glückliches Leben an seine Familie (die mit Kindern, Enkeln und Großenkeln aus dem Coburger Land angereist waren) an Wegbegleiter, Freunde und Mitarbeiter.
Typisch für Walter Lehnert: Er selbst dankte mehr, als man ihm je hat danken können. Waldi Fabritius, seit über sechzig Jahren dem Jubilar freundschaftlich verbunden und als ehemals langjähriger Präsident der KG Vorteilsnehmer der Lehnert`chen Großzügigkeit, dankte dem Geburtstagskind im Namen der Bad Breisiger Bürgerschaft, insbesondere der quellenstädtischen Jugend. Aus Wirtschaft und Politik kamen eine Menge weiterer Gratulanten; sie alle wünschten dem sympathischen Wohltäter noch viele gute Jahre.
