Eifelverein Ortsgruppe Brohltal berichtet
Wanderung über den Traumpfad
Brohltal. Es war Sonntagmorgen, Palmsonntag um genau zu sein. Für katholische Christen ein Muss den Gottesdienst zum Beginn der Karwoche zu besuchen. Um auch den Wanderfreuden gerecht zu werden, setzte der Eifelverein Ortsgruppe Brohltal eine Nachmittagswanderung im nah gelegenen Ettringen an. Es sollte der Traumpfad Vulkanpfad, der kürzeste der 14 Traumpfade in der Eifel, erwandert werden. So starteten 15 Wanderfreunde in Fahrgemeinschaften von Brohl und Burgbrohl aus und erreichten schnell die Hochsimmerhalle am Ortsrand von Ettringen.
Dort befindet sich der Startpunkt für den Traumpfad Vulkanpfad. Entspannt führte der Weg zunächst durch Ettringen, um dann überraschend steil über einen Wiesensteig zum Gipfel des Ettringer Bellberges zu führen. Belohnt wurden die Wanderer mit einem großartigen Ausblick, auf 428m Höhe, auf die Vulkane der Osteifel. Entlang am westlichen Kraterrand ging es wieder hinab, um einen Abstecher zur Ettringer Lay zu unternehmen. Hier befindet sich ein natürliches Kletterparadies, wo junge und mutige Zeitgenossen, die steilen Basaltwände zu erobern verstehen. Respektvolle sahen die Wanderfreunde dem Treiben zu und waren froh den Abstecher unternommen zu haben. Bevor sie wieder den Traumpfad erreichten, umrundeten sie den südlichen Kraterdurchbruch des Bellberges, und erreichten den Kottenheimer Büden.
Hier tauchte die Gruppe in den Wald ein und stand dann am Fuß der beeindruckenden Schlackenwand, den sogenannten (Sieben Stuben) Siewe Stuwen. Das sind kleine Höhlen, in denen überwiegend Frauen und Kinder, während des zweiten Weltkrieges Schutz vor den Bombenangriffen fanden. Der ein oder andere zückte eine Taschenlampe aus dem Rucksack oder benutzte einfach die Taschenlampenfunktion des Smartphones, um das Innere der Höhlen zu erforscht. Weiter ging es den Berg hinauf zum südöstlichen Kraterrand. Belohnt wurde der steile Anstieg mit einem grandiosen Ausblick in den Steinbruch des Bellberges und auf die umliegenden Gipfel der Vulkane Hochsimmer, Bellberg, Sulzbusch und Hochstein.
Die anschließende Passage führte über den Siewe Stuwe Steig steil hinab zum zweiten Kletterparadies, dem Kottenheimer Winfeld. Einem alten Steinbruch, in dem Basalt für die Herstellung von Mühlensteinen gebrochen wurde. Die Mühlensteine wurden dann mit der Eisenbahn nach Andernach transportiert und dort am Andernacher Kran zum Weitertransport auf Schiffe verladen. Wie die Kfz-Kennzeichen der Fahrzeuge auf den Parkplätzen verrieten, waren die Kletterer überwiegend aus Nordrhein-Westfalen angereist, um hier ihrem Hobby zu frönen. Auch hier bestaunte die Gruppe, mit welcher Geduld und nicht zuletzt Mut, die Kletterer den Weg an den steilen Basaltwänden, in die Höhe fanden.
Aus der idyllischen Grubenlandschaft hinaus ging es auf befestigten Waldwegen zum Felsdenkmal „Junker Konrad Schilling“. Schilling war ein Adliger aus Lahnstein, der seinen Wald den Kottenheimer Bürgern im 15. Jahrhundert schenkte.
Einen geselligen Abschluss, mit gutem und reichhaltigem Essen, fand die Wanderung in der Vulkan Brauerei in Mendig.
