Feuerwehren probten den Ernstfall
Wehren Niederlützingen und Brohl übten
Niederlützingen. Die Wehren aus Niederlützingen und Brohl führten eine gemeinsame Übung auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Tino Gondert in der Hauptstraße im Ortsteil Niederlützingen durch. Hier werden im größeren Umfang Rundballen aus Stroh gelagert. Zudem befinden sich auf dem Hof eine größere Anzahl von Nutztieren. Aufgrund dieser Gegebenheiten bot sich das Gelände für eine Feuerwehrübung an, damit im Ernstfall die notwendigen Maßnahmen unverzüglich getroffen werden können.
Das angenommene Szenario stellte sich wie folgt dar: Am Freitag, 6. September, um 19.03 Uhr wurde der Niederlützinger Wehr ein Brand auf dem Hof der Familie Gondert gemeldet. Daraufhin rückte die Wehr mit zwei Fahrzeugen und insgesamt 10 Kräften aus. Vor Ort stellte man fest, dass mehrere Personen im Gebäude vermisst wurden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung im betreffenden Nebengebäude, konnten die Rettungsmaßnahmen nur unter Atemschutz durchgeführt werden. Um die Lage unter Kontrolle zu bekommen und weitere Atemschutzgeräteträger vor Ort einsetzen zu können, wurde die Brohler Wehr nachalarmiert. Die Brohler Wehr traf kurze Zeit später mit drei Fahrzeugen und 10 Mann Besatzung an der Einsatzstelle ein. Unter den kritischen Augen des Niederlützinger Wehrleiters Arno Wolff und des Brohler Wehrleiters Josef Nehler, nahm man die entsprechenden Rettungs- und Löschangriffe vor. Zur Rettung der vermissten Personen, die sich laut Aussage des Besitzers noch im Objekt befinden müssten, rüsteten sich zwei Atemschutztrupps der Niederlützinger Wehr sowie ein Sicherungstrupp der Brohler Wehr aus. Gleichzeitig nahm ein weiterer Trupp mittels C-Rohr die Brandbekämpfung vom Innenhof aus vor. Weitere Trupps der Brohler Wehr nahmen einen Löschangriff von der Rückseite des Gebäudes vor. Mit einer Tragkraftspritze TS 8/8 der Niederlützinger Wehr sowie der Pumpe im Löschfahrzeug der Brohler Kräfte wurde der Löschwasserbedarf gedeckt. Mit insgesamt fünf C-Rohren gelang es schnell, den angenommenen Brand unter Kontrolle zu bringen. Im Anschluss hieran wurde noch das Retten von bewegungsunfähigen Personen aus großer Höhe mittels Leiterhebel geübt und vom Brohler Wehrführer Josef Nehler vorgeführt. Die gesamte Übung wurde mittels Luftunterstützung durch eine Drohne durchgeführt, hierzu folgen nach Bearbeitung noch Bilder und Videomaterial. Hierfür danken wir Maik Halbach aus Waldorf, der mit seiner professionellen Ausrüstung anrückte und die Vorteile der luftunterstützten Einsatzleitung gezeigt hat. Bei der anschließenden Manöverkritik im Innenhof des Anwesens der Familie Gondert hat man die gelungene Gemeinschaftsübung noch einmal analysiert.
Die Feuerwehr hatte eine schwere Aufgabe zu bewältigen. Es galt, eine Person beim Rundballen-Lager zu bergen.
