Politik | 19.09.2014, 15:31 Uhr

Betrüger sind im Netzgebiet der evm-Gruppe unterwegs

Zählerableser nur mit Ausweis

evm rät: Ausweis prüfen - keine Verträge abschließen - keine Gebühren bezahlen

Koblenz. Wenn der Zählerableser klingelt, heißt es: Achtung! Genau hinsehen und nur den ins Haus lassen, der auch einen Ausweis des Netzbetreibers vorzeigt. Denn im Netzgebiet der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein AG (evm-Gruppe) sind wieder vermehrt falsche Zählerableser unterwegs. „Wir bekommen derzeit öfter Anrufe von Kunden, die auf solche Betrüger gestoßen sind“, informiert Katharina Gardyan, Pressesprecherin der evm-Gruppe, „die falschen Ableser geben sich als Mitarbeiter der evm aus, verschaffen sich so Zutritt ins Haus und spähen die Wohnung aus. Oder sie versuchen, die Bewohner durch falsche Angaben zu Vertragsabschlüssen zu bewegen.“ #

In etlichen Fällen hätten die Betrüger auch Wertgegenstände mitgehen lassen oder Geld fürs angebliche Ablesen des Zählers verlangt. „Diese Leute gehen skrupellos vor, bedrängen unsere Kunden und überrumpeln sie“, äußert sie sich besorgt. Schützen können sich Verbraucher vor betrügerischen Praktiken so: Ausweis zeigen lassen, bevor sie die Haus- oder Wohnungstür öffnen. Die evm-Gruppe hat derzeit noch zwei Netzgesellschaften: die EVM Netz GmbH und die KEVAG Verteilnetz GmbH.

Die Zählerableser tragen einen jeweiligen Ausweis mit sich, der mit dem Namen und Foto des Ablesers versehen ist. Sind Kunden nicht sicher, ob Ausweis und Mitarbeiter echt sind, können sie bei der evm unter Tel. (02 61) 40 2- 11 11 1 anrufen und nachfragen. Wichtig ist, bei der Rückfrage am Telefon den Namen sowie das auf dem Ausweis abgedruckte Logo zu nennen - und den Ableser während des Telefonats vor der verschlossenen Türe warten lassen. Zählerableser der evm-Gruppe sind das ganze Jahr im Versorgungsgebiet unterwegs, immer in bestimmten Regionen. Der Ableser kommt in der Regel allein und zeigt unaufgefordert seinen Ausweis. Er geht direkt zum Zählerplatz und will nicht noch andere Räumlichkeiten sehen. Dennoch empfiehlt die evm, den Ableser zum Zählerplatz zu begleiten. Grundsätzlich gilt, wie Katharina Gardyan betont: „Der Zählerableser verlangt kein Geld fürs Ablesen - und hat auch keine Vertragsangebote in der Tasche. Wir machen keine Haustür- oder Telefongeschäfte. Wenn wir ein neues Produkt anbieten, tun wir dies durch ein persönlich adressiertes Schreiben, das wir per Post schicken.“ Die evm rät, nie auf Vertragsangebote an der Haustür oder am Telefon einzugehen. In den aktuellen Fällen handelt es sich bei den unseriösen Angeboten meist um den Wechsel zu einem anderen Energieanbieter.

Die evm unterbreitet Angebote stets schriftlich, sodass der Kunde Zeit hat, sich alles gründlich durchzulesen und in Ruhe zu entscheiden.

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