Politik | 17.12.2025, 16:22 Uhr

Grüne setzen sich für starkes Personal ein

Die GRÜNE Kreistagsfraktion v.l.n.r. Christoph Scheuer, Verena Örenbas, Sarah Rößel, Birgit Stupp, Mathias Heeb. Es fehlt auf dem Foto Dr. Natalie Wendisch.  Foto: Sarah Rößel
109

Kreis Ahrweiler. Mit dem von der Verwaltung vorgelegten Stellenplan für 2026 sollten zentrale Zukunftsaufgaben gesichert werden. Dazu gehört, den Katastrophenschutz fachlich gut aufzustellen, effizientere und digitalisierte Abläufe in der Kreisverwaltung einzuführen sowie Perspektiven für Auszubildende zu schaffen, um qualifiziertes Personal dauerhaft zu binden. All diese Maßnahmen wären unmittelbar den Beschäftigten der Kreisverwaltung und somit den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises zugutegekommen. Durch einen gemeinsamen Antrag von CDU, SPD und FDP wurde der vorgeschlagene Optimierungsprozess jedoch gestoppt.

Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist klar: Ohne zusätzliche Stellen sind die steigenden kommunalen Aufgaben und die anhaltend hohen Belastungen durch den Wiederaufbau nicht zu bewältigen. Hinzu kommt die starke Konkurrenz des Nachbarlandes Nordrhein-Westfalen auf dem Fachkräftemarkt. CDU, SPD und FDP entschieden sich jedoch erneut dafür, Einsparungen bei den Beschäftigten vorzunehmen. Um eine Millionen Euro sollen die Personalkosten pauschal gekürzt werden – ungeachtet der Tatsache, dass gut ausgestattete und fachkompetente Stellen die Grundlage für eine funktionierende Verwaltung sind. Ob Digitalisierung, schnellere Bearbeitung von Anträgen oder transparente Information der Öffentlichkeit, all dies ist ohne eine ausreichende personelle Ausstattung nicht zu leisten.

Besonders unverständlich ist die Ablehnung von Stellen, die für die laufende Organisationsoptimierung vorgesehen waren. Eine externe Überprüfung der Verwaltungsstrukturen zeigt bereits erste positive Effekte, doch dieser Prozess braucht personelle Unterstützung, um konsequent weitergeführt zu werden. Zum Katastrophenschutz: In Krisen sind klare Botschaften, Warnungen und Verhaltenshinweise entscheidend, um Menschenleben zu schützen und Panik zu vermeiden. Die Wahrung der Cyber- und Informationssicherheit über geschützte Kommunikationskanäle ist unabdingbar, wiederholte Schulungen der technischen Einsatzleitung und Katastrophenschutzübungen Pflichtaufgabe. Das gleiche gilt für die zivile Alarmplanung. Bei Auslösung einer Alarmmaßnahme müssen umgehend die vorgeplanten Schritte eingeleitet werden können. Aber auch im Katastrophenschutz haben CDU, SPD und FDP die notwendigen Verstärkungen verhindert. Weitere Stellen, die abgelehnt wurden, sollten zum Beispiel den Bedarf für die Fallbearbeitung in der Eingliederungshilfe abdecken und in der Agrarförderung die Umsetzung europäischer Fördermittel sicherstellen.

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bedauert ausdrücklich, dass CDU, SPD und FDP mit ihrer Entscheidung deutlich machen: Haushaltskürzungen sind ihnen wichtiger als eine stabil und zukunftsorientiert arbeitende Verwaltung. Die GRÜNEN werden weiterhin ein leistungsfähiges Kreishaus in den Mittelpunkt ihrer Kreispolitik stellen.

Pressemitteilung

Kreistagsfraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die GRÜNE Kreistagsfraktion v.l.n.r. Christoph Scheuer, Verena Örenbas, Sarah Rößel, Birgit Stupp, Mathias Heeb. Es fehlt auf dem Foto Dr. Natalie Wendisch. Foto: Sarah Rößel

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
135

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
147

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Martinsmarkt Adendorf
Ausbildung zum Metallbauer
Titel-Anzeige
Media-Auftrag 2026/27 Job Nr. 45-11-26-17
Stellenanzeige Kaufmännische/r Mitarbeiter/in für Verwaltung, Sekretariat & Personal (m/w/d)
Goldener Werbeherbst / Jubiläum
Stellenanzeige ZFA
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
2556

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

50 ehrenamtlichen Ordnern
1222

Koblenz. Angeführt von Alexandra Susenburger und ihrem Hengst Cartujano zogen erneut rund 2.000 Teilnehmende vom Münzplatz durch die Straßen und Gassen der Koblenzer Altstadt zum Deutschen Eck. Musikalisch unterstützt wurde der Zug durch die Musikvereine von Löf und Rhens und dem Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes.

Von "Unsere Altstadt" aus Koblenz

Weiterlesen