Erlebenswerter Oberbreisiger Nikolausmarkt
Zauberhafte Atmosphäre
Besucher strömten wieder ins adventlich verzauberte „Oberdorf“
Oberbreisig. Der traditionelle Nikolausmarkt im „Oberdorf“ am ersten Advent-Wochenende hatte diesmal etwas günstigere Wetterbedingungen gegenüber dem Vorjahr. Zumindest blieb es - bei sehr kühlen Temperaturen - trocken. So konnte das romantische Flair der vorweihnachtlichen Ausstellung wieder viele Besucher aus der Stadt und aus der Region auf den Dorfplatz unterhalb der St. Viktor Kirche und deren Umfeld locken. Die schöne Beleuchtung und Dekoration der Straßen des „Oberdorfs“ tauchten wieder einmal den ganzen Ortskern in zauberhaftes Licht. Nur ein wenig Schnee hätte das winterliche Flair des Advents vervollkommnen können. Aber im Zuge der Klima-erwärmung muss man beim vorweihnachtlichen Fest auch ohne Winterlandschaft sich an Glühwein, heißem Kaffee und Tee erfreuen. Oberbreisig ist augenscheinlich ein Nährboden für wirtschaftliche Erfolgsideen: An der Hauptstraße wurde durch ihren Erfinder wieder die mittlerweile weltweit bekannte, preisgekrönte Wurst „OLAMI“ angeboten. Marktorganisator Dieter Reuter, der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungs-Vereins Oberbreisig (VVVO) und sein kleines, aber einsatzfreudiges Team freuten sich über den Ideenreichtum und die mit Bürgerstolz hergerichteten Markt-Beiträge seiner „Oberdörfer“.
Unverwechselbares Flair
Den Oberbreisigern ist es gelungen, ihrem Adventsmarkt einen eigenen, unverwechselbaren Anstrich zu geben; er unterscheidet sich deutlich von ähnlichen Veranstaltungen rheinauf - rheinab. So war auch die Auswahl der Anbieter durchdacht und abwechslungsreich; die Marktorganisatoren und auch die Aussteller taten alles dafür, dass auf dem Dorfplatz und in der Hauptstraße eine festlich-romantische, besonders aber eine abwechslungsreiche Atmosphäre beeindruckte. Die Angebote der Vereine, Unternehmer und Einzelpersonen waren auch in diesem Jahr wieder einer Beachtung wert, weil interessant und nie langweilig. Wer von Niederbreisig heraufkam schritt zunächst durch den wieder mit viel Flitter, Tannengrün und Willkommensgrüßen geschmückten Eingang zum Ortskern. Hindurch schritten denn auch Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch, begleitet von Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach, der Brunnenkönigin Maren Kraus und einem Anhang honoriger Damen und Herren aus Lokalpolitik und Wirtschaft, sowie der VVVO-Vorsitzenden Dieter Reuter. Sie alle eröffneten am frühen Samstagnachmittag gemeinsam das Marktgeschehen. Die Honoratioren wurden nicht müde, herauszustellen, was die Oberdörfer auch in diesem Jahr wieder Tolles auf die Beine gestellt hatten. Marktchef Dieter Reuter dankte für die vielfache Hilfe und das Verständnis der Anwohner, die einige Einschränkungen durch den Nikolausmarkt in Kauf nehmen müssten. Er verwies auf die Verlosung attraktiver Preise für karitative Zwecke. Im Vordergrund stand natürlich das übliche, umfassende Angebot eines Adventsmarktes in hübschen Holzbuden und Zelten: Viel Leckeres in Form von Trink- und Genießbarem.
Liebensewertes und Nützliches für den Gabentisch
Aber unter den Angeboten fand der Interessierte auch manch Nützliches für den Gabentisch. Darüber hinaus gab es auch Schönes und Brauchbares, Schmückendes für die Wohnung, und gute Gerüche zur Körperhygiene. Schließlich fand man auch nur einfach Liebenswertes, dessen Besitz erfreuen kann. Für den kleinen Hunger gab es Selbstgebackenes, zum Beispiel heiße Waffeln und heiß Gekochtes. Vieles vom Erlös floss in gute Werke. Günni Monien musizierte an beiden Tagen wieder fleißig vorweihnachtliche Melodien auf seinem Keyboard. Er wurde am Samstag und Sonntag zeitweise abgelöst von guter Blasmusik der Oberbreisiger Brassband „Fidele Lähmdeuwele“ unter der Leitung von Alwin Näkel mit ihrem großen Repertoire adventlicher Melodien. Außerdem sang eine Stunde lang der MGV „Sängerbund“ unter der Leitung von Jürgen Rieser. Sowohl Samstag als auch Sonntag machte spätnachmittags der unermüdliche Himmelsbote St. Nikolaus seine Stippvisite auf der Kirchentreppe und verteilte, eingebettet in nette Ansprachen, Wecken und Äpfel an die Kinder. Die bei Festen in Oberbreisig seit langen Jahren unverzichtbare Weinbaubruderschaft unter Chef-Winzer Robert Hoss schenkte an ihrem „Winzertreff“ an der Hauptstraße wieder Glühwein, daneben auch guten roten und weißen Rebensaft aus. Unter Wärme-Strahlern hielten es die Gäste bis in die dunkle Nacht aus. Wem trotz der frischen Temperaturen ein kühles Bier oder ein leckeres Schnäpschen besser schmeckten, auch so etwa gab es. An weiteren Ständen gab es zur Stärkung die obligatorischen warmen Würstchen, aber auch rheinischen Döppekoche, Reibekuchen, geräucherten Fisch oder französische Crêpes, gebrannte Mandeln, Selbstgebackenes und auch alles, was die fleißigen Bienen das Jahr über bei den Imkern zusammengetragen hatten: Honig und viele Dinge aus Bienenwachs. Die Eltern vom Kindergarten Sankt Viktor fuhren mit dessen Bollerwagen herum und verkauften daraus leckere Plätzchen. In der alten Schule übte Irene Tietze-Trinkaus mit interessierten Kids wieder kreative Beschäftigung mit Farben. Die städtische Jugendpflege in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund führten in der Filiale in der alten Schule eine liebevolle Kinderbetreuung durch. Gleich daneben lud die Kath. Frauengemeinschaft St. Viktor die Marktbesucher in ihre Cafeteria im Obergeschoss des Pfarrheims ein. Die Frauen servierten Sonntagmittag deftigen Eintopf mit Fleischwurst, alternativ Kartoffelsalat mit Würstchen, später Kaffee und Kuchen aus eigener Küche, außerdem verkauften sie für gute Zwecke Weihnachtsgebäck und selbst gefertigte Adventsgestecke. Ihr Angebot war „das Tüpfelchen auf dem i“ eines wieder gelungenen Oberbreisiger Nikolausmarktes.
Adventsgestecke beim Nikolausmarkt.
Adventsgestecke beim Nikolausmarkt.
Lichterzauber auf der Oberbreisiger Hauptstraße.
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