Kultur- und Heimatverein Niederzissen
Zigeunermusik aus Russland in der ehemaligen Synagoge
Niederzissen. Aufgrund des großen Erfolgs bei dem Konzert im Januar diesen Jahres tritt die Gruppe „Zariza Gitara“ mit Valeriya Shishkova (Russland, Gesang), Sascha Skripka (Ukraine, Violine) und Viktor Krysjuk (Ukraine, Gitarre und Gesang) am Samstag, 3. Oktober, um 19 Uhr mit ihrem Programm PASHE YAGORYA (mit den Augen des Feuers) erneut in der ehemaligen Synagoge auf. Einlass ist ab 18 Uhr. Wegen des ausverkauften Konzerts im Januar wird um rechtzeitige Karten- und Platzreservierungen beim Kultur- und Heimatverein Niederzissen unter Tel. (0 26 36) 64 82 oder info@khv-niederzissen.de. gebeten.
„Zariza Gitara“ spielt Zigeunermusik aus Russland, dem Land, über das seit Jahrhunderten das fahrende Volk zieht.
Mit den Zigeunern ziehen ihre Lieder und Tänze, in denen Liebe und Leid, Tanz und Überleben, wärmende Sonne und schneidende Winde so dicht beieinander liegen. Temperamentvoll und leidenschaftlich musizieren die russische Sängerin, ukrainische Geiger und Gitarrist. Die Weisen, die ausschließlich aus russischen Zigeunerliedern bestehen, wirken so alt wie die Reisen dieses Volkes und doch so frisch wie jeder neue Aufbruch. Die Gruppe spielt ihre Lieder so ausdrucksstark und lebensfroh, als säßen sie am Lagerfeuer, während die Mädchen in bunte, wehende Stoffe gehüllt um den Hörer herumtanzen.
Zariza nennen die Zigeuner die angebetete Schönste des Lagers. Ebenso heftig lieben sie ihre Gitarren. Gerade die Lieder der russischen Zigeuner bringen wie kaum eine andere Musik den bittersüßen Schmerz und die überbordende Lebensfreude dieses Volkes zum Ausdruck. Musik aus den Tiefen der Seele.
Selten ist Musik so sinnlich, ursprünglich und bildhaft wie diese Musik: Verhalten und still beginnen die Lieder, um sich dann zu steigern und immer schneller zu werden bis hin zum leidenschaftlichen und mitreißenden Finale. Melancholische Trauer, tiefes Leid und übergroße Lebensfreude sind da so dicht verwoben innerhalb eines einzigen Liedes, dass auch Lachen und Weinen als nur zwei Seiten eines menschlichen Gefühls scheinen.
Seit 2006 präsentiert die Gruppe die überlieferten Lieder in Russisch und Roma, wobei es in den Arrangements moderne Spielweisen einfließen lässt. Für Improvisationen ist in dieser Musik ohnehin immer genug Raum.
