Junge Union Brohltal
Zu Besuch in der ehemaligen Synagoge
CDU-Bürgermeisterkandidat Detlef Odenkirchen nahm an dem Besuch teil
Niederzissen. Die Junge Union Brohltal besuchte zusammen mit dem CDU-Bürgermeisterkandidaten Detlef Odenkirchen die Erinnerungs- und Begegnungsstätte sowie das jüdische Museum in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen. Hierbei gewährte der Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins, Richard Keuler, Einblicke in die Geschichte der Juden in Niederzissen. „Mir ist wichtig, dass das Geschehene und die Gräueltaten an Menschen niemals vergessen werden. Wir müssen wachsam sein, denn es geschieht zu viel Unheil in dieser Welt. Auch die aktuellen Pegida-Kundgebungen sollten uns aufhorchen lassen. Ich bin sehr dankbar, dass junge und modern denkende Menschen ein sensibles Gespür für die Dinge entwickeln und mit offenem Blick durch die Welt gehen“, führt Detlef Odenkirchen aus.
Zur Geschichte
Die Historie der jüdischen Gemeinde in Niederzissen lässt sich wahrscheinlich bis in das Jahr 1250 zurückverfolgen. In Niederzissen gehörten Juden über Jahrhunderte zur Dorfgemeinschaft und hatten für das Dorfleben eine wichtige Bedeutung.
Nach der feierlichen Einweihung der Synagoge im Jahr 1841 hatte die jüdische Gemeinde ein großes Gottes- und Versammlungshaus. Ihre Mitglieder kamen überwiegend aus dem Bereich der heutigen Verbandsgemeinde Brohltal. In der Nacht zum 10. November 1938 wurde die Niederzissener Synagoge im Rahmen der Reichspogromnacht entweiht und seit 1939 als Schmiede genutzt. Nach dem Ankauf durch die Gemeinde Niederzissen im November 2009 erfolgte die Renovierung der ehemaligen Synagoge nach Bewilligung finanzieller Unterstützungen des Landes Rheinland-Pfalz aus Mitteln der Dorferneuerung und der Denkmalpflege sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und erheblicher Eigenleistung des Kultur- und Heimatvereins. Seit der Eröffnung im Frühjahr 2012 wird die ehemalige Synagoge für kulturelle Zwecke sowie als Erinnerungs- und Begegnungsstätte und seit Oktober 2014 mit einem jüdischen Museum genutzt.
Abwechslungsreicher Veranstaltungskalender
Jährlich wird ein abwechslungsreicher Veranstaltungskalender mit Konzerten, Ausstellungen oder Lesungen angeboten. „Durch die Renovierung der ehemaligen Synagoge ist hier ein sichtliches Symbol gegen das Vergessen entstanden. Ich danke Richard Keuler, der stellvertretend für alle diesen Dank bitte entgegennimmt, die an diesem Werk „Wiederaufbau der ehemaligen Synagoge“ beteiligt waren, und damit insbesondere der Gemeinde und dem Kultur- und Heimatverein Niederzissen für diese unglaubliche Leistung. Niederzissen hat ein Schmuckstück mit einer wunderbaren Strahlkraft über alle Grenzen hinweg“, so Odenkirchen.
Pressemitteilung
Junge Union Brohltal
