Elisabeth Bröskamp, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Breitbandversorgung im Landkreis Neuwied
Kreis Neuwied. Zu dem Thema Breitbandversorgung im Landkreis Neuwied hatte Maria-Elisabeth Bröskamp, MdL kinder- und familienpolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz zu einem Informationsabend im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe im Kreis Neuwied ins Bio-Exquisit in Vettelschoss, eingeladen. Im Fokus stand die aktuelle Breitbandversorgung im Kreis Neuwied vor allem auch in den Höhengemeinden und die Fragen und Erfahrung der Besucher.
Elisabeth Bröskamp (MdL) hatte Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Pia Schellhammer, netzpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gebeten zu diesem Thema zu referieren. Die Beiden stellten Einzelheiten zur Förderung des Breitband-Ausbaus und das GRÜNE Konzept eines Universaldienstes für einen schnellen Internetanschluss mittels einer PowerPoint-Präsentation dar. Zur Sprache kamen auch die Möglichkeiten der Fördermittel und welche Anteile die Kommunen zu tragen haben. Das Portal mit Service-Charakter mit allen Infos zum Thema Breitband findet der Interessent unter www.breitband.rlp.de.
Deutlich wurde auch, dass viele andere Bundesländer sich an den
Kosten für den Breitbandausbau nicht beteiligen, anders ist es in Rheinland-Pfalz. In der anschließenden Diskussionsrunde wurde schnell klar, dass im Kreis Neuwied die Breitbandversorgung noch recht unterschiedlich zur Verfügung steht. In den größeren Orten ist der Versorgungsgrad meist relativ gut. In den kleineren Orten stellt sich das Bild zum Teil ganz anders dar. Oft reicht es noch für den privaten Nutzer aus, aber für einen Telearbeitsplatz oder ein Unternehmen nicht mehr.
Hinzu kommt, dass in den kleinen Orten zum Teil nur noch wenig junge Leute leben. Diese Altersgruppe fragt jedoch einen schnellen Internetzugang besonders stark nach.
Tabea Rössner führte dazu aus: „Die Frage wird sein, wie sieht es in den Dörfern in 15 bis 20 Jahren aus. Wenn wir bereits die heutigen Leerstände sehen, können wir überhaupt alle Ortschaften erhalten? Dieser Frage müssen wir uns stellen! Führt dies eventuell zu einer stärkeren Abwanderung junger Leute?“ Die Landtagsabgeordnete Elisabeth Bröskamp ergänzte und fasst die Diskussion zusammen: „Die Breitbandversorgung ist mittlerweile ein harter Standortfaktor. Wenn wir die Infrastruktur (Einkauf, Ärzte, KITAS, Schulen, ÖPNV, usw.) und damit auch den schnellen Internetanschluss nicht sicherstellen, dann werden einige Dörfer oder einzelne Straßen verfallen. Immobilien werden unattraktiv, Verkäufe schwierig bis unmöglich! Wenn der ländliche Raum dem demografischen Wandel entgegenwirken will, müssen wir alle Faktoren berücksichtigen. Die Diskussion hierüber hat jetzt erst angefangen.“ Die Politik vor Ort, im Kreis Neuwied, in Land Rheinland-Pfalz sowie im Bund ist gefordert, hier den richtigen Weg einzuschlagen.
Im Landkreis-Ranking liegt der Landkreis Neuwied bei der geforderten Mindestversorgung von 6 MBit/s auf dem 16. Rang von den 28 Landkreisen in Rheinland-Pfalz, war bei der Veranstaltung zu hören.
Pressemitteilung des Büros von
Elisabeth Bröskamp, MdL,
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
