SG Wiedtal Niederbreitbach Abteilung Gesundheitssport
Das Quellgebiet des Fockenbachs
Herbstwanderung der SG Wiedtal Niederbreitbach
Niederbreitbach. Kürzlich fand die organisierte Herbstwanderung der SG Wiedtal, Abteilung Gesundheitssport, statt. Trotz durchwachsender Wetterprognose fanden sich 19 Wanderfreudige aus Nieder- und Waldbreitbach, Neuwied und aus dem Bereich der VG Linz am Startpunkt ein, um dem von Wanderführer Heinz Effert ausgearbeiteten Rundweg, zu folgen. Am Birkenhof bei Kurtscheid wurden die Autos abgestellt und los ging die Wanderung zur Quelle des Fockenbachs. Diese befindet sich auf circa 350 Metern Höhe am Ortsrand von Niederhonnefeld. Von hier aus windet sich der Fockenbach, von mehreren Nebenbächen gespeist, durch geschlossenes Laubwaldgebiet und von Feuchtwiesen umgeben abwärts nach Niederbreitbach. Von der Quelle bis zur Mündung sind es etwa. 12 Kilometer. Im oberen Teilabschnitt der Wanderung konnte je ein freigelegter Schachteingang der ehemaligen Bergwerke Luisenglück und Alexanderhütte besichtigt werden. Vom 16. Jahrhundert an bis 1877 wurde hier Eisenerz abgebaut. Der Weg führte weiter bis zur Hümmericher Mühle. Im besagten Teilabschnitt flossen die Nebenbäche Höllsbach, Dürenbach und Gierender Bach in den Fockenbach, der nunmehr schon eine Breite von fast zwei Metern erreicht hat. Durchs Gierender Bachtal wanderte die Gruppe weiter nach Hümmerich. Kaum trat die Gruppe aus dem Wald heraus, erblickten alle den Förderturm der Grube Georg. Die Grube ist seit 1965 geschlossen. Der Turm wurde restauriert (1994 - 1996) und gilt seitdem als Industriedenkmal. In Hümmerich wurde beim „Minchen“ (Dreydoppel) eine Mittagspause eingelegt und sich an kühlenden Getränken erfrischt. Nach knapp einer Stunde ging es weiter entlang am Hümmericher Bach und durchs Dasbachtal zur Fockenbachs Mühle. Dies war der tiefste Punkt der Wanderung (206 Meter Höhe). Von da an ging es langsam, aber stetig bergauf in Richtung Ausgangspunkt. Unterwegs wurde noch ein Abstecher an das etwas abseits gelegene Naturdenkmal Stangenstein, landläufig auch „Teufelstreppe“ genannt, gemacht. Der Sage nach soll der Teufel hier aus Steinen einen Turm in den Himmel zu bauen versucht haben. Doch die Herkunft und Entstehung dieses riesigen Felsmassivs mitten im Wald ist unklar. Vermutet wird ein umgestürzter Druiden-Stein. Nach dieser fast sechs Stunden dauernden Wanderung am Ziel angekommen waren alle sichtlich erschöpft, doch die Wanderung durch idyllische Bachtäler, urwüchsige Wiesen und Auen, durch farbenfrohe Herbstwälder und vorbei an Relikten des Erzabbaus war für alle Teilnehmer ein Erlebnis. Bei vielen herrschte schon Vorfreude auf den nächsten Termin im Frühjahr kommenden Jahres.
