Allgemeine Berichte | 11.01.2014

Autorinnenlesung und Gespräch mit Anja Röhl

„Die Frau meines Vaters“

Am 24. Januar in der Bürgerhalle des Alten Rathauses in Montabaur

Autorinnenlesung mit Anja Röhl.privat

Montabaur. Eine Autorinnenlesung und ein anschließendes Gespräch mit Anja Röhl, Stieftochter von Ulrike Meinhof, findet am Freitag, 24. Januar, 19 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr, in der Bürgerhalle des Alten Rathauses in Montabaur (Eingang Fußgängerzone). statt. Der Eintritt frei ist frei.

„Kind sein heißt allein sein, schuld sein, essen müssen, schlafen müssen, brav sein müssen. Kind sein heißt, sich nicht wehren zu können.“ So erlebt Anja Röhl ihre Jugend in den 1950er und 60er Jahren. Im Arbeiterviertel Hamburg-Barmbek herrscht die Dumpfheit der Nachkriegszeit.

Die Mutter, als geschiedene Alleinerziehende geächtet, ist erst spätabends zu Hause; der Vater, übergriffig und manipulierend, aber von der linken Schickeria hofiert, kommt nur unzuverlässig; die Altnazi-Großeltern bieten bei kurzen Besuchen noch die meiste Wärme. Doch als sie fünf Jahre alt ist, stellt ihr ihr Vater, der Konkret-Verleger Klaus Rainer Röhl, seine neue Freundin vor: Ulrike Meinhof. Für das Kind ist sie die einzige Erwachsene, die es wirklich versteht, die für es gegen den Vater Partei ergreift, bei der es keine Angst haben muss vor Strafe und bei der es sich zugehörig fühlt.

Die Dankbarkeit für diese Erfahrung prägt auch die Beziehung zu Ulrike Meinhof nach deren Trennung von Mann und Kindern. Anja Röhl bleibt ihr verbunden, besucht sie im Gefängnis, schreibt ihr Briefe, allen Anfeindungen zum Trotz und obwohl sie Ulrikes politische Positionen nicht teilt. Ein Dokument der Zeit- und Mentalitätsgeschichte der frühen Bundesrepublik, aus der Perspektive eines Mädchens erzählt.

Veranstalter ist die Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V.

Tel. (0 26 23) 68 39; Homepage: www.initiative-gegen-gewalt.de

Autorinnenlesung mit Anja Röhl. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Günther: Es stellt sich nicht unbedingt die Frage der Beteiligung, sondern auch die Höhe der festgelegten Beteiligung. Soweit ich onformiert liegt der Anteil der Stadt bei 25% und die der Bürger bei 75%. Mindestens...
  • Roman: Und warum nicht NACHTS? wo so gut wie keiner behindert wird?
  • Anja Weyer : Hier wird von Fläche sparendem Wohnraum gesprochen, brach liegende Gelände zu nutzen, die Quartiere aufzuwerten. Wann wird denn endlich das Berninger Gelände genutzt, das seit Jahren brach liegt. Und...
Daueranzeige (Februar 26)
Stellenanzeige
Titelanzeige
Jubiläums-Anzeige
Angebotsanzeige (Januar)
Hauswirtschafterin
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Empfohlene Artikel

Erpel. Die Session begann mit dem Auftritt bei der Prunksitzung der GEK, die in diesem Jahr auf 11x11 Jahre Bestehen zurückblickt. Das Corps begleitete Prinz Rainer I. und Prinzessin Sabine I. musikalisch in den Saal. Dieses Jahr traten die Aktiven dort zum ersten Mal im Kostüm auf und eine Abordnung verbrachte anschließend noch schöne Stunden bei einem tollen Programm.

Weiterlesen

„Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Zum Jahresbeginn hat die Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen deutlich zugenommen und damit auch wieder die Marke von drei Millionen überschritten.“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Weiterlesen

Kreis Neuwied. Die von der Landesregierung erst jüngst propagierten Wohltaten im Hinblick auf die Schulsozialarbeit halten der Wirklichkeit nicht stand. Tatsächlich stehen der Höhe der Landesleistungen zugleich immer höhere finanzielle Verpflichtungen der Kommunen für die Jugendhilfe gegenüber, die das Land zu verantworten hat. „Es gibt ein Missverhältnis zwischen der Außendarstellung der Landesregierung und den realen Verhältnissen.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Zeuge verständigte Polizei wegen lautem Knallgeräusch

21.02.: Herrenloses Hausboot sorgt für Sperrung der Mosel

Bernkastel-Kues. Am 21.02.2026 gegen 17:50 Uhr meldet ein Zeuge telefonisch bei der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues ein lautes Knallgeräusch. Im Anschluss darauf trieb ein unbesetztes Hausboot auf der Mosel. Dieses lag zuvor an seinem Liegeplatz bei der Ortschaft Bernkastel-Kues und hat sich dort wohl losgerissen.

Weiterlesen

DA bis auf Widerruf
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag 2026
Daueranzeige 2026
Titelanzeige "Torsten Welling"
Unternehmenskauf
Gesundheit im Blick
Imageanzeige Werbeplan 2026
Anzeige KW 8
Gesundheit im Blick
Anzeige Baugebiet „Im Zeiberberg“