Käthe Kersten feierte 100. Geburtstag in Waldbreitbach
Ein Jahrhundert Lebenserfahrung - rüstig in das neue Jahrzehnt
Ein Leben voll Freude, Optimismus aber auch Leid in einer schweren Zeit
Waldbreitbach. Käthe Kersten feierte im großen Saal der Seniorenresidenz „Am Weyer“ in Waldbreitbach ihren 100. Geburtstag. Viele Verwandte, Freunde aus dem Heim und aus Waldbreitbach waren der Einladung ebenso gefolgt wie auch Ortsbürgermeister Karl-Willi Engels, der Bürgermeister der VG Waldbreitbach, Werner Grübe rund der evangelische Pfarrer Ulrich Oberdörster der zugleich auf seiner Gitarre Musikstücke spielte und gemeinsam mit allen Besuchern bekannte Weisen sang; so u.a. „Schön, dass du geboren bist“ und „Großer Gott wir loben Dich“. Es war generell das familiäre Ambiente, das diesen schon „historischen Tag“ für alle Anwesenden zu einem besonderen Erlebnis werden ließ und dazu gehörte auch die ausgezeichnete Logistik von Speisen und Getränken. Unter den Verwandten waren u.a. die Schwester der Jubilarin, Reni, sowie die Nichten Heidi Lange, mit ihrem Ehemann Dieter, und Ingrid Haller. Sie alle verbindet ein Ort, die Stadt Bernburg in Sachsen-Anhalt. Noch immer besuchen die Verwandten aus Bernburg regelmäßig ihre Tante Käthe Kersten (geborene Schnitzker) in Waldbreitbach. Sie lernten diese Region ebenso schätzen wie ihre Tante Käthe. Seit 36 Jahren wohnt Käthe Kersten in Waldbreitbach, das sie bereits aus Urlauben zuvor kennengelernt hatte. Damals entschloss sie sich, mit ihrem Mann Otto (Modelltischler) in das schöne Wiedtal zu ziehen. Er verstarb leider viel zu früh, vor Jahrzehnten im Alter von 66 Jahren. Auch ihr Sohn Rolf verstarb früh und so sind Käthe Kersten nur noch ihre Schwester Reni und ihre Nichten verblieben. Von Bernburg über Gelsenkirchen führte der Weg von Käthe und Otto in das idyllisch gelegene Waldbreitbach, dies unmittelbar nach dem Renteneintritt von Otto Kersten. Käthe Kersten erlebte zwei Weltkriege und die schweren Nachkriegszeiten. Sie hatte ein arbeitsames, aber ereignisreiches und glückliches Leben, allerdings auch mit vielen Schicksalsschlägen. Und wie Bürgermeister Werner Grüber in seiner Rede betonte: „Ob in der Ferienwohnung in Bad Hönningen oder bei Aufenthalten in Bad Neuenahr, es hat Ihnen nicht nur in Waldbreitbach, sondern auch dort sehr gut gefallen, dort konnte man auch schön ausgehen und flanieren… Sie haben, liebe Käthe, davon immer geschwärmt. Sie haben eben all‘ die Jahre in unserer Region stets genossen. Sie sind nur sehr ungern aus der Renaudstraße 19 in Waldbreitbach fortgezogen. Aber hier in der Seniorenresidenz sind Sie sehr gut aufgehoben und Sie genießen den famosen Ausblick von ihrem Balkon.“ Wer Käthe Kersten an ihrem 100. Geburtstag im Kreise ihrer Verwandten sah, bemerkte auch, wie die noch rüstige 100-jährige sich über die vielen Besucher freute und sich auch dankbar für ihr langes Leben zeigte. Sie fühlt sich ausgesprochen wohl und ist weiterhin verbunden mit den schönsten Erinnerungen an das ihr in 35 Jahren lieb gewordene Waldbreitbach. STUHA
Der evangel. Pfarrer Ulrich Oberdörster (li.) spielte auf der Gitarre, Ortsbürgermeister Karl-Willi Engels sang fleißig mit. .
Käthe Kersten (Mitte) feierte ihren 100. Geburtstag in der Seniorenresidenz „Am Weyer“.Fotos: STUHA