Waldbreitbacher Gesundheitstage fanden zum zweiten Mal statt
Ein Thema, das jeden betrifft
Waldbreitbach. Mitmachaktionen, Gesundheitschecks und Vorträge standen auf dem Programm der zweiten Gesundheitsmesse der AktivRegion Rhein-Wied. Diese lockte zahlreiche Gesundheitsbewusste am vergangenen Wochenende, 30. und 31. Mai., in das Forum Antoniuskirche in Waldbreitbach.
Welches Krankenhaus in der Region bietet was an? Wie sieht das Angebot der hiesigen Pflegedienste aus, und wo kann ich etwas für meine Fitness tun? Mit kurzen Wegen und informativen Gesprächen konnten die Besucher bequem und umfassend Antworten auf viele Fragen finden. Junge Leute haben an beiden Messetagen die Chancen genutzt, Kontakte mit möglichen Arbeitgebern aus der Gesundheitsbranche zu knüpfen.
Wege zu Gesundheit und Wohlbefinden
„Die Intention der zweiten Waldbreitbacher Gesundheitstage ist, dass sich Menschen über Wege und Maßnahmen informieren, die sie möglichst lange gesund und fit erhalten. Die Gesundheitsmesse spricht neben den herkömmlichen Themen wie Vorsorge oder Pflege im Alter auch die Bereiche Fitness und Ernährung an. Abgerundet wird das Messeangebot durch Informationen rund um das Thema Beruf und Chancen im Gesundheits- und Pflegebereich“, sagte Verbandsbürgermeister Werner Grüber bei der Eröffnung der Gesundheitsmesse am Samstagvormittag. Er begrüßte die Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler als Schirmherrin der Veranstaltung und weitere politische Prominenz, darunter Erwin Rüddel (Mitglied des Bundestages), Fredi Winter (Mitglied des Landtages), Achim Hallerbach (Kreisbeigeordneter), Linzer Stadtbürgermeister Dr. Hans-Georg Faust und die Verbandsbürgermeister Hans-Günter Fischer (Linz) sowie Michael Mahlert (Bad Hönningen). Vom rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur war Ruth Marx gekommen.
Kliniken aus der Region stellten sich vor
Wie sehr die Aussteller miteinander vernetzt sind, wurde auf der Gesundheitsmesse deutlich. Krankenhäuser wie etwa das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied machten auf ihr Leistungsspektrum sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten aufmerksam. Im Forum dabei waren auch das Franziskus Krankenhaus Linz/Rhein, die Westerwaldklinik Waldbreitbach und die DRK Kamillus Klinik Asbach. „Die DRK Kamillus Klinik in Asbach kooperiert beispielsweise mit den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz. Die Kliniken in Waldbreitbach und Linz ergänzen sich mit dem, was wir in Asbach machen. Unsere Patienten kommen unter anderem aus Waldbreitbach, Bad Hönningen und Linz, zudem sind viele Mitarbeiter aus dieser Region“, sagte Peter Pfaffenberger, kaufmännischer Direktor der DRK Kamillus Klinik Asbach.
Nachfrage nach häuslicher Pflege wächst
Ein weiteres Thema der Gesundheitstage waren die mobilen Pflegedienste, deren Angebot weiter wächst. „Immer mehr pflegebedürftige Menschen wollen zu Hause bleiben. Hier sind die arbeitenden Angehörigen auf Hilfe angewiesen. Der Bedarf wächst auch, weil die Familien kleiner werden und die Kinder meist weiter wegziehen“, meinte Meike Ridder von dem Pflegeteam Regenbogen Horhausen. Neben den Pflegediensten waren auch Praxen, Selbsthilfegruppen, Kontaktstellen, Krankenkassen und das Gesundheitsamt Neuwied in Waldbreitbach vertreten. Die Besucher konnten hier nicht nur allein Informationen sammeln, sondern bei den Experten in die „Sprechstunde“ gehen. Ina Kurz von der Caritas Sozialstation an Rhein-Wied maß Blutdruck und Blutzucker. Torsten Dasbach (MedFit GbR) erklärte Besuchern das Vibrationstraining. Am Stand der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Mainz betreute Joachim Kolker die Kinder beim interaktiven Video-Bewegungsspiel, und Naturheilpraktikerin Andrea Lorsbach führte anschaulich in die Faszienbehandlung ein.
An beiden Messetagen drehte es sich auch um Aus-, Fort- und Weiterbildung, sodass sich hier neben den Krankenpflegeschulen der Krankenhäuser auch die Ludwig-Erhard-Schule, Alice-Salomon-Schule und Robert-Koch-Schule präsentierten. Mit dem steigenden Bedarf an medizinischen Dienstleistungen steigt auch der Bedarf an Personal.
Unter dem Motto „Gesundheit und Fitness“ stellten sich Sportvereine, Kristall Rheinpark-Therme Bad Hönningen sowie der Touristik-Verband Wiedtal vor. Letzterer machte Werbung für das Wandern im Naturpark und E-Bike-Erlebnistouren in Kooperation mit dem Vita Balance-Hotel Hertling. Wer sich schon direkt Bewegung verschaffen wollte, konnte bei Ursula Brühl vom Turnverein Linz Qi Gong ausprobieren. Von Beruf und Chancen im Gesundheits- und Pflegewesen über Schlaganfall bis hin zu Ursachen und Umgang mit Stress reichten die Themen der Verträge, die während der Gesundheitstage in das Rosa-Flesch-Tagungszentrum einluden.
Veranstalter freuen sich über guten Zuspruck
Über den Erfolg der zweiten Waldbreitbacher Gesundheitstage freuten sich Rolf Schmidt-Markoski und Veronika Steinebach, die das Event für die AktivRegion Rhein-Wied unter Beteiligung der drei Verbandsgemeinden Waldbreitbach, Bad Hönningen und Linz organisierten. „Zur ersten Messe im kleineren Waldbreitbacher Kolpinghaus kamen rund zehn Aussteller. Jetzt im größeren Forum waren es mehr als 30 Aussteller. Die Ausstellerstände als auch die Vorträge sind gut besucht“, meinte Organisator Schmidt-Markoski. „Das Thema Gesundheit und Pflege betrifft ja im Prinzip jeden Menschen und hier sieht man auch, wie gut die Vernetzung der Anbieter funktioniert“, sagte Steinebach.
Zwei Auszubildende und Sylke Jadischke (r.) präsentieren das Leistungsspektrum des Rheinischen Bildungszentrums für Berufe im Gesundheitswesen der Marienhaus Kliniken GmbH.
Die Gesundheitsmesse lockte zahlreiche Interessierte in das Forum Antoniuskirche und in das Rosa Flesch-Tagungszentrum in Waldbreitbach.