Politik | 10.07.2015

Kita-Fachkräfte besichtigten außerschulischen Lernort in Linkenbach

Erzieherinnen leisten großartige Arbeit

Hallerbach: „Arbeit mit Kindern muss leistungsgerecht bezahlt werden“

Kreis Neuwied. Groß war das Interesse an den Träger- und Leitungskonferenzen, zu denen das Kreisjugendamt in diesem Jahr Kita-Leitungen, Träger und Verwaltungsstellen in den außerschulischen Lernort auf der Deponie Linkenbach eingeladen hatte. Zu zwei „baugleichen“ Veranstaltungen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen konnte der 1. Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent für das Kreisjugendamt, Achim Hallerbach, insgesamt rund 80 Teilnehmer willkommen heißen. In seiner Begrüßung brachte Hallerbach seine große Wertschätzung für die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher - die mehr und mehr Familien ersetzend als Familien ergänzend wirken - zum Ausdruck: „Ich kann Sie nur darin unterstützen und bestärken, den hohen Stellenwert Ihrer Arbeit öffentlich zu machen und für eine leistungsgerechtere Bezahlung einzutreten“, zeigte sich Hallerbach mit den pädagogischen Fachkräften solidarisch. Als zuständiger Dezernent - sowohl für die Abteilung Jugend und Familie als auch für die Abfallwirtschaft - nutzte Hallerbach die Gelegenheit, um die pädagogische Ausrichtung des außerschulischen Lernortes einem interessierten Fachpublikum vorzustellen und das zukünftige Nutzungskonzept, das sich in besonderer Weise an Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter richtet, vorzustellen. Nach endgültiger Fertigstellung sollen am Standort in Linkenbach mehrere Lehrpfade für die Themen Abfall, Natur, Energie und Wasser zur Verfügung stehen. Eine Lehrküche wird die Bereiche regionale Produkte, Wertschätzung von Lebensmitteln und Abfallvermeidung im Lebensmittelbereich im Fokus haben. Die erste Resonanz der pädagogischen Fachkräfte auf das Gesamtkonzept fiel daher auch positiv aus. Auf der weiteren Tagesordnung stand eine Reihe von Themen, die sich nicht nur im „pädagogischen Alltag“ der Kita, sondern auch in organisatorischen und personellen Rahmenbedingungen niederschlagen. Dazu gehört selbstverständlich der Blick darauf, wie sich der Bedarf an Betreuungsplätzen im zu Ende gehenden Kindergartenjahr darstellt und sich weiter entwickeln wird. Insgesamt ist der Landkreis Neuwied hier sehr gut aufgestellt und kann die vorgetragenen Bedarfe erfüllen. Wichtiges Thema war in diesem Jahr aber auch der Umgang der Kita-Träger, Leitungen und Verwaltungsstellen mit längerfristigen Personalausfällen. „Diese haben in den zurückliegenden Jahren spürbar zugenommen. Ob krankheitsbedingt oder aufgrund ausgesprochener Beschäftigungsverbote bei bestehender Schwangerschaft: Nicht selten stehen Kitas vor dem Problem, dass der vorgegebene Personalschlüssel nicht eingehalten und eine Vertretung nicht oder nicht rechtzeitig verfügbar ist“, so Referatsleiterin im Kreisjugendamt, Kerstin Schwanbeck-Stephan. Im Rahmen der Konferenzen wurden noch einmal die - vielfach bekannten - Strategien zur vorübergehenden Personalgewinnung - wie etwa den kurzfristigen Einsatz fachfremder Personen, Springer oder „Feuerwehrkräften“ oder die Einbeziehung von Eltern besprochen. Deutlich wurde aber auch: Nicht um jeden Preis kann eine Kita beim gleichzeitigen Ausfall mehrerer Fachkräfte uneingeschränkt ihren Betrieb weiterführen. Insbesondere unter dem Aspekt des Kindeswohles muss nach sorgfältiger Abwägung ggf. auch eine Reduzierung der Angebote/Öffnungszeiten erfolgen. Rege war auch der Austausch, der sich ergab, als es um die Frage der Betreuung von Flüchtlingskindern in den Kitas ging. „Wenn auch die Flüchtlingskinder in den zurückliegenden Jahren noch im Rahmen der vorhandenen Platzkapazitäten in den Kitas betreut werden konnten, so werden doch zukünftig vermehrt Plätze für sie benötigt werden“, so Kerstin Schwanbeck-Stephan. Neben Fragen der Sicherstellung notwendiger Plätze waren insbesondere Unterstützungsangebote für die Kinder, aber auch die Erzieherinnen und Erzieher - etwa im Hinblick auf eine kultursensitive Pädagogik - Thema der Konferenz. Die vom Land avisierte neue Fördervorschrift 2015 für Investitionsmaßnahmen in Kitas, das Budget für die Sprachförderung und auch der Ausblick auf die Anhebung der Krippenbeiträge waren weitere Themen der Tagesordnung. „Seit 2009 bieten wir regelmäßig regionale Träger- und Leitungskonferenzen an. Besprochen werden hierbei Themen, die für alle Kitas über Träger- und Gemeindegrenzen hinaus von Bedeutung und besonderem Interesse sind. Das verstehen wir als einen Beitrag zur Qualitätssicherung in den Kitas, zum gegenseitigen Austausch, zur Vernetzung und zum fachlichen Diskurs“, beschreibt Hallerbach die Motivation für die Konferenzen.

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