Politik | 26.09.2015, 12:01 Uhr

FDP gegen Windkraft am Asberg

Für den Erhalt der Kulturlandschaft

FDP auf beiden Seiten des Rheins sprechen sich gegen den geplanten Windpark am Asberg und für den Erhalt der Kulturlandschaft des Rheintals aus

Christina Steinheuer, stellvertretende Kreisvorsitzende Ahrweiler, Alexander Buda, Kreisvorsitzender Neuwied, Ulrich van Bebber, Kreisvorsitzender Ahrweiler, Nicole Westig, Kreistagsabgeordnete Rhein-Sieg, Martina Ihrig, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP Bad Honnef, Bernd Schlegel, Ortsverbandsvorsitzender Königswinter und Peter Endler, Ehrenvorsitzender der FDP Bad Honnef. privat
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Kreis Neuwied. Die FDP-Verbände im Siebengebirgsraum, in den Kreisen Neuwied und Ahrweiler sprechen sich gegen den geplanten Windpark auf dem Asberg aus.

Gefahr für die Gesundheit

Nach Ansicht der Freien Demokraten gefährdet der 90 Meter von der Landesgrenze geplante Windpark in seiner unmittelbaren Umgebung „die Gesundheit von Menschen und beeinträchtige den Lebensraum von Tierarten empfindlich“. Hierdurch wären vor allen Siedlungsgebiete der Verbandsgemeinden Asbach und Linz, sowie die Naturschutzbemühungen des Rhein-Sieg-Kreises betroffen. Auch der wirtschaftlich starke Rheintal-Tourismus werde laut mehreren unabhängigen Umfragen nachhaltig geschädigt, wenn die bis zu 200 Meter hohen Industrieanlagen in die Kulturlandschaft des Rheintals eingelassen werden. Dies konterkariert nach Ansicht der Liberalen nicht nur die Tourismusbranche, sondern auch die Bemühungen jeder Gemeinde der Region, die zusammengenommen viele Millionen an Steuergelder in den Ausbau von Rad- und Wanderwegen zum Anlocken von Besuchern gesteckt haben. Eine besondere Brisanz enthält der Bau des Windparks zudem, sollte dies die Bewerbungen der Siebengebirgsregion um die nordrhein-westfälische Landesgartenschau vereiteln.

BUGA als positive Wirkung

„Ähnlich wie die BUGA in Koblenz, hätte eine Landesgartenschau im Siebengebirge eine positive Strahlwirkung auf die ganze umliegende Rheintalregion“ findet Alexander Buda, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Neuwied. Auch zeige das Beispiel wie leichtfertig parteipolitische Ideologien und Eigeninteressen mit Wohlergehen, Empfindungen und Rechten der Menschen umgehen. Die aktuelle Bundesbaugesetzgebung, die den Bau von Windkraftanlagen im Außenbereich privilegiert, unterstrichen durch einen von der rot-grünen Landesregierung ideologisch gesteuerten Landesentwicklungsplan, nehmen der regionalen Bevölkerung faktisch jede Chance auf die Freiheit ihr direktes Lebensumfeld selbst definieren zu können. Hier müssen dringend Nachbesserungen auf Bundes- und Landesebene erfolgen, kritisiert der Liberale. Im Falle der Windkraftanlagen am Asberg, in der die Politik der Verbandsgemeinde Unkel selbst die Planungen vorantreibt, sehen die Freien Demokraten bei der Fülle an Beeinträchtigungen für die Nachbarkommunen einen Affront in der interkommunalen Zusammenarbeit. Dies hätte zudem den Effekt, dass die Region im Wettbewerb gegenüber anderen Regionen zurückgeworfen werden könnte. Die FDP fordert daher von den Entscheidungsträgern in der Verbandsgemeinde Unkel, die Bedenken aus der Region ernst zu nehmen und im Zuge der Würdigung von Einwänden die Planungen zu überdenken.

Pressemitteilung des

FDP-Kreisverbands Neuwied

Christina Steinheuer, stellvertretende Kreisvorsitzende Ahrweiler, Alexander Buda, Kreisvorsitzender Neuwied, Ulrich van Bebber, Kreisvorsitzender Ahrweiler, Nicole Westig, Kreistagsabgeordnete Rhein-Sieg, Martina Ihrig, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP Bad Honnef, Bernd Schlegel, Ortsverbandsvorsitzender Königswinter und Peter Endler, Ehrenvorsitzender der FDP Bad Honnef. Foto: privat

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