Politik | 13.04.2015

Neuer Gesetzentwurf bringt Verbesserungen bei Hospiz- und Palliativversorgung

Gespräch mit Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar

Die Hospiz- und Palliativversorgung stand im Mittelpunkt eines Meinungsaustauschs zwischen Erwin Rüddel und Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar. privat

Kreisgebiet. „Die zum Thema Sterbehilfe die nächsten Monate im Bundestag anstehenden wichtigen Entscheidungen sehe ich, gerade unter dem Aspekt christlicher Orientierung, als große Herausforderungen“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel bei einem Meinungsaustausch mit der Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, Schwester Edith-Maria Magar. Neben der seit anderthalb Jahren währenden Debatte um Sterbehilfe ging es bei dem Gespräch gleichsam um die Themen Organspende, Patientenverfügung sowie insbesondere um die Palliativ- und Hospizversorgung. „Auch im Kreis Neuwied benötigen schwer kranke und sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase die bestmögliche menschliche Zuwendung, Versorgung, Pflege und Betreuung. Das erfordert eine gezielte Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung“, so Rüddel. Zwar seien in den letzten Jahren beim Auf- und Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung Fortschritte erzielt worden. Jedoch insbesondere in strukturschwachen und ländlichen Regionen fehle es noch an ausreichenden Angeboten. „Deshalb bringt die unionsgeführte Bundesregierung noch in diesem Jahr ein entsprechendes Gesetz auf den Weg. Denn gerade eine gute Hospiz- und Palliativversorgung wird auch im Hinblick auf den demografischen Wandel immer wichtiger und hier besteht derzeit noch Nachholbedarf. Für die Betroffenen muss ein Sterben in Würde garantiert sein“, merkte der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gespräch mit der Generaloberin an. Ziel des Gesetzes sei, durch Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in ganz Deutschland ein flächendeckendes Angebot zu verwirklichen, damit alle Menschen an den Orten, an denen sie ihre letzte Lebensphase verbringen, auch im Sterben gut versorgt und begleitet sind. Die Vernetzung von medizinischer und pflegerischer Versorgung sowie hospizlicher Begleitung und die Kooperation zwischen den verschiedenen Leistungserbringern sei in der Regelversorgung noch zu wenig ausgeprägt. „Gerade weil der Hilfebedarf schwer kranker und sterbender Menschen von Fall zu Fall differiert und sich im Verlauf der letzten Lebensphase auch verändern kann, ist zur Gewährleistung eines reibungslosen Ineinandergreifens verschiedener Hilfsangebote eine vernetzte Versorgung umso wichtiger“, sagte der Gesundheitsexperte. Deshalb sollten neue und bereits bestehende Angebote stärker ineinandergreifen. „Dies, damit schwer kranke und sterbende Menschen entsprechend ihrer individuellen Wünsche und Bedürfnisse versorgt und betreut werden“, ergänzte der christdemokratische Parlamentarier insbesondere mit Blick auf seinen Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen. Der Gesetzentwurf sehe in seiner Umsetzung Maßnahmen sowohl in der gesetzlichen Krankenversicherung als auch in der sozialen Pflegeversicherung vor. „Die Maßnahmen zielen einmal mehr darauf ab in strukturschwachen und ländlichen Regionen den weiteren Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung zu unterstützen, die Vernetzung und Kooperation von medizinischer und pflegerischer Versorgung sowie hospizlicher Begleitung in der Regelversorgung sicherzustellen, die allgemeine ambulante Palliativversorgung weiter zu stärken sowie die Finanzierungsgrundlagen stationärer Hospize zu verbessern. Ferner soll die Hospizkultur in stationären Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern gestärkt und Kooperationen mit regionalen Versorgern gefördert und die Versicherten gezielt über bestehende Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung informiert werden“, berichtet der Gesundheitspolitiker. Somit werde mit dem Gesetz die auch für den Kreis Neuwied wichtige flächendeckende Hospiz- und Palliativversorgung durch gezielte Maßnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung gestärkt. „Es werden Anreize zum weiteren Auf- und Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung gesetzt sowie die Kooperation und Vernetzung in den relevanten Versorgungsbereichen gefördert. Gleichzeitig werden die Versicherten besser über Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung informiert, damit die letzte Lebensphase selbstbestimmt und bestmöglich begleitet verbracht werden kann“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Pressemitteilung Büro Erwin Rüddel,, MdB (CDU)

Die Hospiz- und Palliativversorgung stand im Mittelpunkt eines Meinungsaustauschs zwischen Erwin Rüddel und Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar. Foto: privat

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