Allgemeine Berichte | 14.11.2014

Viele Experten beim Workshop in Neuwied

Gewalt in der Pflege

Referentin Lydia Kassing, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied und Westerwaldkreis Doris Eyl-Müller und Beate Ullwer informierten über das brisante Thema. privat

Neuwied. Dass der Titel der Veranstaltung gut gewählt war, darin waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops „Gewalt in der Pflege – ein brisantes Thema mit Zukunft“ einig. Rund Zweidrittel der gepflegten Menschen werden in den eigenen vier Wänden gepflegt und der demografische Wandel lässt vermuten, dass die Zahl von 2,59 Millionen pflegebedürftigen Menschen steigen wird. Die Referentin des vom runden Tisch Rhein-Westerwald des rheinland-pfälzischen Interventionsprojektes gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen organisierten Workshops, Lydia Kassing, Pflegesachverständige und Vorstandsmitglied der Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter „Handeln statt Misshandeln“, lieferte beeindruckende Zahlen und Fakten zur Situation in der Pflege. Dass Gewalt - hierzu zählen nach der Definition des Kuratoriums der deutschen Altershilfe alle Handlungen und Unterlassungen, die gravierend negative Auswirkungen auf die Lebenssituation und Befindlichkeit des älteren Menschen haben - oft das Ergebnis von Überforderung und Unkenntnis sind, wurde im Vortrag deutlich. Nach Expertenmeinung gibt es einige Gewalt begünstigende Faktoren. Unter anderem sind ein gemeinsamer Haushalt, vor Eintritt der Pflegebedürftigkeit bestehende Beziehungskonflikte, aber auch gewalttätige oder aggressive Verhaltensweisen des Gepflegten, die z.B. durch Demenzerkrankungen auftreten können, sogenannte Risikofaktoren. Befördert wird dies nicht selten von einer zunehmenden Isolation der Pflegenden und Gepflegten. Untersuchungen belegen, dass nur 37% der Pflegenden angeben freiwillig und gerne die Pflegeleistungen übernommen zu haben. 58% sehen die Übernahme dieser Verantwortung als eine sozial gewünschte Selbstverständlichkeit an und 5% übernehmen die Pflege aus finanziellen Gründen oder aufgrund von familiärem Druck. Doch ganz gleich, warum die Pflegeverantwortung übernommen wird, wichtig ist, dass die Pflegenden bei Bedarf Hilfe in Anspruch nehmen. Die Anwesenden stellten jedoch übereinstimmend fest, dass viele Pflegende sich entweder scheuen Hilfe anzunehmen oder aber die Hilfsangebote von Pflegestützpunkten nicht kennen.

Referentin Lydia Kassing, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied und Westerwaldkreis Doris Eyl-Müller und Beate Ullwer informierten über das brisante Thema. Foto: privat

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