Allgemeine Berichte | 29.11.2015

Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Haus ohne Keller?

Bei der Entscheidung für oder gegen das Untergeschoss gibt es Vieles zu beachten

Kreis Neuwied. Der Keller gehört zum Haus traditionell dazu - zumindest im größten Teil Deutschlands. In Südeuropa oder in den Niederlanden sind Keller seltener. Trotzdem lassen auch in Deutschland immer mehr Bauherren den Keller weg, meist aus Kostengründen. Denn vor allem, wenn wegen ungünstiger Bodenverhältnisse, hohem Grundwasser oder in Hochwassergebieten in einer sogenannten „weißen Wanne“ gebaut werden muss, um das Fundament trocken zu halten, ist ein Keller ein großer Baukostenfaktor. Letztendlich liegt aber auch der Verkaufswert eines Hauses mit Keller deutlich höher. Vor der Entscheidung für einen Keller ist es deshalb sinnvoll, ein Bodengutachten einzuholen. Und vor der Entscheidung gegen einen Keller sollte der Bauherr genau überlegen, ob er den fehlenden Raum später vermissen wird, weil sich seine Bedürfnisse mit der Zeit ändern. Denn ein Keller bietet nicht nur zusätzlichen Stauraum, der auch im Sommer kühl bleibt, sondern auch Platz für Freizeitaktivitäten.

Ein beheizter Hochkeller mit großen Fenstern ist auch als Wohnraum attraktiv. Er stellt allerdings höhere Anforderungen an den Wärmeschutz als ein unbeheizter Keller. Ein Ausbaukeller muss bereits in der Anlage geplant und rundherum gedämmt sein, dichte Fenster und Außentüren aufweisen sowie eine dicke Dämmung unter der Bodenplatte. Wird ein unbeheizter Keller nur zur Lagerung genutzt, muss die Tür zum Abgang dicht geschlossen oder an den Seitenwänden gedämmt sein und die Deckendämmung muss bei der Berechnung der Raumhöhe mit berücksichtigt werden. Die Heiztechnik ist idealerweise nicht im kalten Keller, sondern innerhalb des gedämmten Hausraums untergebracht. So geht die Wärme des Brenners und der Verteilrohre nicht im Kaltraum verloren.

Fragen zur Kellerplanung sowie zu allen anderen Details des Energiesparens im Alt- und Neubau beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung.

Sprechstunden im Landkreis Neuwied

In Asbach in der Verbandsgemeindeverwaltung am 16. Dezember von 13:45 bis 16:45 Uhr. In Bad Hönningen im Rathaus am 6. Januar von 8:15 bis 12 Uhr. In Dierdorf in der Verbandsgemeindeverwaltung am 28. Januar von 15 bis 18 Uhr. In Neuwied in der Kreisverwaltung am 9. Dezember von 14 bis 17:45 Uhr. In Puderbach in der Verbandsgemeindeverwaltung am 10. Dezember von 15 bis 18 Uhr. In Rengsdorf in der Verbandsgemeindeverwaltung am 17. Dezember von 15 bis 18 Uhr. Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter Tel. 0 80 06 07 56 00 (kostenlos). Montags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.

Pressemitteilung

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