Politik | 25.04.2014

„Regionales Planungsgespräch“ brachte neue Erkenntnisse

Immer mehr einjährige Kinder „erobern“ die Kitas

Kreis NR. Immer mehr Einjährige nutzen den Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung und die Nachfrage nach Ganztagsplätzen wächst und wächst. Diese beiden „Kernbotschaften“ haben Kita-Leitungen, Träger und Verwaltungsstellen dem zuständigen ersten Kreisbeigeordneten und Jugenddezernent Achim Hallerbach und den Mitarbeitern des Kreisjugendamtes beim sogenannten „Regionalen Planungsgespräch“ in der Verbandsgemeinde Unkel mit auf den weiteren Planungsweg gegeben.

„Dass die Nachfrage nach Ganztagsplätzen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist und immer weiter wächst, beobachten wir an vielen Stellen im Landkreis Neuwied“, betont Hallerbach. Der klassische Teilzeitplatz mit einer Betreuung am Vormittag und der Möglichkeit für die Kinder zur Rückkehr in den Kindergarten am Nachmittag ist zwar das, worauf es in Rheinland-Pfalz einen Rechtsanspruch gibt. „Das reicht aber bei Weitem nicht aus, um Kindern und Eltern ein wirklich bedarfsgerechtes Angebot zu machen, denn kaum ein Arbeits- oder Beschäftigungsverhältnis ist so angelegt, dass Eltern ihre Kinder in der Mittagszeit selbst betreuen können. Deshalb sind auch schon heute mit rund 280 Plätzen weit mehr als die Hälfte aller 497 Plätze in der Verbandsgemeinde Unkel als Ganztagsplätze ausgebaut. Und die Tendenz ist weiter steigend“, so der erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.

Das gilt auch für die Nachfrage nach sogenannten U3-Plätzen – also Plätzen für Kinder unter drei Jahren. In dieser Sparte konnte das Angebot in der Verbandsgemeinde Unkel seit 2012 um ein Drittel auf jetzt 120 Plätze gesteigert werden, die alle gebraucht werden. „Diese Entwicklung ist für uns absolut nachvollziehbar“, beschreibt Hallerbach die Situation. „Gerade an der Grenze nach Nordrhein-Westfalen stellen wir einen deutlichen Anstieg der Kinderzahlen fest und führen das auf Zuzüge zurück, die nicht zuletzt durch eine gute Wohnqualität und ein gut ausgebautes und in Teilen beitragsfreies Netz an Angeboten für Kinder und Jugendliche motiviert sind.“ Bestätigt wird dieser Eindruck unter anderem dadurch, dass die Zahl der Kinder unter drei Jahren in der Verbandsgemeinde Unkel allein in den letzten beiden Jahren von 288 auf 323 gestiegen ist.

Überrascht zeigten sich die Vertreter des Kreises allerdings von der hohen Nachfrage nach Plätzen für Einjährige. „Nicht mehr mit zwei Jahren, sondern immer öfter schon mit einem Jahr werden die Kinder bei uns angemeldet“, lautete die Einschätzung aus den Reihen der Kita-Leitungen. Dabei wurde auch deutlich gemacht, dass die Kinder, die als Einjährige in die Kitas kommen, neben Kindern berufstätiger Eltern oft auch Kinder alleinerziehender oder junger Eltern sind, die zum Teil noch ihre Ausbildung oder ihr Studium absolvieren.

„Die Verlagerung der Nachfrage – hin zu noch mehr Plätzen für Kinder unter drei Jahren – werden wir wohl mittelfristig bedienen können durch Umwandlung bestehender Regelgruppen in Angebotsformen mit Plätzen für Kinder unter drei Jahren“, so lautet die Annahme der Kita-Referatsleiterin der Kreisverwaltung, Kerstin Schwanbeck. „Wenn sich allerdings das Anmeldeverhalten der Eltern auch in den kommenden Jahren ähnlich dynamisch entwickelt wie die Kinderzahl, dann werden kreative Lösungen gefragt sein.“

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

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