Kreisverwaltung organisiert Ferienaktion „Prima Klima“ für Puderbacher Schüler
„Klimadetektive“ entdecken die Erneuerbaren Energien
Neuwied. Es wurde gebastelt und experimentiert und jede Menge über Klimaschutz und erneuerbare Energien gelernt. 20 Grundschüler aus Puderbach nahmen an der von Kreisverwaltung und Jugendpflege organisierten Ferienaktion „Prima Klima“ am Außerschulischen Lernort in Linkenbach teil. Maria-Elisabeth Loevenich von der Agentur für Nachhaltige Kommunikation hatte, wie schon an den vorangegangenen “Prima-Klima“ Aktionstagen, ein interessantes, mitmachorientiertes Programm zusammengestellt. Die Kinder stellten mittels Backpulver und Essig selbst Kohlendioxid her und lernten, welche Auswirkungen CO2 auf das Klima hat. Im Vordergrund stand die Erforschung der Erneuerbaren Energien. Mithilfe von Solarzellen wurden Birnen zum Leuchten gebracht, solarbetriebene Spielzeuge in Bewegung gesetzt und durch die eigene Puste kleine Modell-Windräder zur Stromerzeugung angetrieben. Es wurden aber nicht nur die naturwissenschaftlichen Aspekte des Klimaschutzes angesprochen. Der Tag begann vielmehr mit einem virtuellen Briefverkehr mit einem gleichaltrigen Mädchen aus Ecuador. Schnell wurde den Kindern klar, dass Menschen in Deutschland viel mehr Dinge besitzen, nutzen und Energie verbrauchen als die Menschen in Ecuador. Das machte deutlich, dass man versuchen sollte, die Energie möglichst sparsam einzusetzen und umweltverträglich zu erzeugen. Ihre in Collagen zusammengestellten Arbeitsergebnisse haben die jungen Klimadetektive dem Ersten Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach vorgestellt. Hallerbach zeigte sich von den Lernerfolgen der Klimadetektive beeindruckt und informierte die Kinder seinerseits, dass der außerschulische Lernort in einem energieeffizienten Niedrigenergiehaus untergebracht ist. Durch Einsatz einer hocheffizienten Wärmedämmung in Kombination mit Photovoltaik, Solarthermie und dem Einsatz einer Wärmepumpe wird in der Summe mehr Energie erzeugt, als das Gebäude durch seinen Betrieb benötigt. Das überzeugte die Kinder, nach dem auf Nachfrage eines Klimadetektivs geklärt werden konnte, dass die Nutzung der Erdwärme am Standort die dort lebenden Tiere nicht negativ beeinflusst.
Das Konzept kommt an
Achim Hallerbach ist von dem Erfolg solch praxisnaher Bildungsangebote überzeugt und erklärt: „Kinder und Heranwachsende für das Zukunftsthema Klimaschutz und Energie zu begeistern, ist ein wichtiger Schwerpunkt unseres Aktionsplans zur Umsetzung des Kreisklimaschutzkonzepts. Hierfür werden wir weiterhin außerschulische Bildungsangebote wie die bewährte Ferienaktion „Prima Klima“ anbieten.“ Am Standort Außerschulischer Lernort Linkenbach soll das Angebot an anschaulichen Lehrinhalten durch die Einrichtung von Lehrpfaden zu den Themen Energie, Abfall, Wasser und Natur noch erweitert werden. Laut Kreisklimaschutzmanager Oliver Franz soll das Thema Klimaschutz darüber hinaus vermehrt in die Schulen getragen werden. “Im nächsten Schuljahr finden in vielen weiterführenden Schulen im Landkreis sogenannte Energie-Workshops statt, die wir in Zusammenarbeit mit der Deutsche Umwelt – Aktion e.V. und einer erfahrenen Umweltpädagogin durchführen werden. Die Resonanz der Schulen auf das Angebot war so gut, dass die Workshop-Pakete umgehend ausgebucht waren.“
Das Thema Klimaschutz scheint also trotz der manchmal schwierigen politischen Debatten über den richtigen Weg bei der Energiewende durchaus ein Thema zu sein, das bei jungen Menschen Interesse weckt.Pressemitteilung der
Kreisverwaltung Neuwied
Es wurde gebastelt, experimentiert und jede Menge über Klimaschutz und erneuerbare Energien gelernt. 20 Grundschüler aus Puderbach nahmen an der von Kreisverwaltung und Jugendpflege organisierten Ferienaktion teil.Foto: Kreisverwaltung Neuwied
