Politik | 07.07.2013

Besichtigung des Moschee-Geländes in Köln

Kooperationen vor Ort vertiefen

Migrationsbeiräte und Integrationsbeauftragte besuchten DITIB-Dachverband

Landesbeauftragte für Integration Andrea Oosterdyk, Miguel Vicente, Migrationsbeiratsvorsitzende Dilorom Jacka, Ehepaar Woidtke.privat

Köln. Die Leitstelle für Integration der Stadt Koblenz hat zusammen mit der Abteilung für Migration und interkulturelle Öffnung der AWO Koblenz eine Exkursion zur Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld für die Beiräte für Migration und Integrationsbeauftragten organisiert. Der AWO-Abteilungsleiter Selim Özen ist zugleich ehrenamtlicher Vorsitzender der AGARP - der Arbeitsgemeinschaft der Migrationsbeiräte in Rheinland-Pfalz. Der Besuch stand im Zusammenhang mit der Gründung des DITIB-Landesfrauen- sowie Landesjugendverbandes im Beisein von Ministerin Irene Alt im Rahmen einer Festveranstaltung in Ingelheim. Der Verband agiert als Ansprechpartner für die Belange, Bedürfnisse sowie Ziele der DITIB-Frauen- und Jugendvereinigungen aus den 45 Gemeinden in Rheinland-Pfalz. Außerdem hat der DITIB-Dachverband eine neue Mustersatzung erarbeitet, welche die Rechte ihrer weiblichen Mitglieder stärkt. Dieser Satzung können die örtlichen Gemeinden beitreten. Der neuen Satzung sei verankert, dass eine Frauenvertreterin und eine weibliche Stellvertreterin einen Platz im Vorstand haben müssen. Beim Dachverband in Köln erwartete die gut 60 Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein umfangreiches Programm. Pressesprecherin Ayse Aydin erläuterte die Organisationsstruktur der DITIB mit ihren Aufgaben und führte durch das noch in der Bauphase befindliche Moscheegelände, das im Rahmen eines Architektenwettbewerbs als offenes Haus der Begegnung für Muslimen und Nichtmuslimen konzipiert ist und ein weiteres Wahrzeichen der Stadt Köln werden könnte. Die DITIB sei der Dachverband für etwa 900 Vereine - 800 Moschee- und 100 Eltern-, Jugend- und Sportvereine. Denen stellt er religiöse, soziale Dienstleistungen bereit, bietet eine bundesweite Sozial-“Hotline“ um Ansprechpartner vor Ort zu vermitteln. Im Bildungswerk können Schulabschlüsse erworben und Sprachkurse absolviert werden. Auch Jugend- und Seniorenarbeit sind wichtige Aufgaben. DITIB fungiert auch als Bestattungsunternehmen und unterhält einen Bestattungsfonds. Ein Hindernis für eine Bestattung in Deutschland sei die Sargpflicht, so die Pressesprecherin. Die Gäste waren von der Architektur des Gebäudes beeindruckt und Frau Aydin wies darauf hin, dass dieses Gebäude für die muslimischen Gemeinden eine Zäsur bedeute. Ein großer Teil des muslimischen Gemeindelebens spielte sich bislang eher provisorisch in umgebauten Immobilien fernab in Industriegeländen und Mischgebieten mit industrieller-gewerblicher Nutzung wie beispielsweise in leer stehenden Autohäusern ab. Für Muslime und Nichtmuslime ein wenig einladender und ansprechender Eindruck. Eine eigene Kirche bedeute für die Muslimen, hier endlich angekommen zu sein und als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Dies sei ein wichtiger Schritt von Integration mit Begegnung auf Augenhöhe. Nach dem hausgemachten türkischen Mittagessen gab die Leiterin der Frauenabteilung des Landesverbandes einen Überblick über muslimische Glaubensgrundsätze und stellte den Bezug zur christlichen Religion her. Überrascht stellten die Gäste fest, dass hier viele Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten bestehen.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Neuwied

Landesbeauftragte für Integration Andrea Oosterdyk, Miguel Vicente, Migrationsbeiratsvorsitzende Dilorom Jacka, Ehepaar Woidtke.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
Besuch der Leubsdorfer Schützen im Bundestag.
31

Leubsdorf. Auf Einladung der heimischen Bundestagsabgeordneten Ellen Demuth unternahm die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Leubsdorf eine viertägige politische Bildungsreise in die Bundeshauptstadt Berlin. Die Teilnehmer erhielten dabei spannende Einblicke in die Arbeit der Bundespolitik und besuchten zentrale Orte des politischen Geschehens.

Weiterlesen

Ellen Demuth, MdB.  Foto: Tjark Thönßen
31

Kreis Neuwied. Ellen Demuth, direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen, begrüßt die Pläne der Bundesregierung, das Kindergeld künftig ohne Antrag auszuzahlen. Familien sollen dadurch spürbar entlastet und Verwaltungsverfahren deutlich vereinfacht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2278

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
First Friday Anzeige März
Angebotsanzeige (April)
Anzeige KW 14
Dauerauftrag 2026
Titelanzeige
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in