Politik | 03.02.2014

Entwurf des Landesabfallwirtschaftsplans bestätigt

Kreis Neuwied auf dem richtigen Weg

Kreis NR. Der Entwurf des Landesabfallwirtschaftsplans des Landes Rheinland-Pfalz bestätigt, dass der Landkreis Neuwied mit seiner Systematik der Abfallentsorgungsstruktur auf dem richtigen und zukunftsorientierten Weg ist. Dieses Fazit zieht der erste Kreisbeigeordnete und Abfallwirtschaftsdezernent Achim Hallerbach.

Der Entwurf wurde zur Einsichtnahme ausgelegt und es wurde in der örtlichen Presse auf die Auslegung hingewiesen. „Von der Möglichkeit der Einsichtnahme wurde seitens der Öffentlichkeit kein Gebrauch gemacht“, so der erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach, „dies mag seinen Grund darin haben, dass wir im Landkreis Neuwied den Einwohnern und Bürgern bereits ein umfassendes Angebot von der Sammlung der verschiedensten Abfallfraktionen bis hin zur Annahme an den drei Wertstoffhöfen bieten“.

Trotz des sehr profunden Informationsangebotes im Planentwurf sind einige Punkte aus Sicht des Kreises Neuwied kritisch zu hinterfragen und wurden auch in der Sitzung des Umweltausschusses vorgestellt. So stuft etwa der Planentwurf des Landes die vom Landkreis in Linkenbach zur Behandlung von Restabfällen (graue Tonne) betriebene mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlage (MBA) als eine Abfallbeseitigungsanlage ein. Aus Sicht des Landkreises ist dies nicht korrekt, da es sich bei der MBA um eine Verwertungsanlage handelt. Vorrangiges Ziel ist es nämlich, die aufbereiteten Abfälle entsprechend der fünfstufigen Abfallhierarchie weitgehend einer energetischen oder stofflichen Verwertung zuzuführen. Das Ziel wird auch erfüllt, weil der Anteil der deponierten Menge unter dem der heizwertreichen Fraktion liegt. Hinzu kommt die Gewinnung von Wertstoffen wie Metall, die sich im Zuge der aktuellen Sanierung der MBA durch verbesserte Abscheider weiter erhöhen wird. „Die energetisch-stoffliche Verwertung ist höherwertiger anzusehen als die bloße Deponierung oder das Beseitigen in einer Müllverbrennungsanlage, und das wollen wir auch so anerkannt wissen“, betont Achim Hallerbach.

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