LandFrauen aus dem Kreis Neuwied entdeckten Masuren
Kultureller Ausflug in das polnische Ostpreußen
Am 25. Juli steht bereits die nächste Veranstaltung der LandFrauen Neuwied an
Kreis Neuwied. Die Reise führte durch Masuren im polnischen Ostpreußen, zunächst nach Stettin. Das grün renovierte Rathaus, Fragmente der mittelalterlichen Stadtbefestigung, die Professorengasse zum Schloss und die Hakenterrasse waren die ersten Besichtigungsattraktionen während der zehntägigen Reise. Durch endlos scheinende gelb und lila blühende Felder ging es in die Kaschubei. Gdingen, Sopot mit Seebrücke, Danzig lernte man während der Stadtrundfahrten kennen. Der Besuch einer Bernsteinschleiferei durfte nicht fehlen. Man lauschte einem Orgelkonzert in Oliwa, einem Zweiten, in der prachtvollen Wallfahrtskirche „Heilige Linde“. Nach dem Besuch, der Marienburg folgte, eine Schifffahrt auf dem Oberländer Kanal über Wasser- und Schienenrollberge.
Ein abwechslungsreiches und interessantes Programm
Die Wolfschanze wurde erkundet, der Wasserturm in Lözen bestiegen. In Steinort steht das stark verfallene Gut der Familie Lehndorf im Wiederaufbau. Das Gestüt der Familie Eulenburg ist wieder in Betrieb, man lernte es bei einer Pferdewagenfahrt kennen und besichtigte die Außenanlage des Schlosses. Der Besuch eines polnischen Bauerhofes war angesagt, den auch die männlichen Reiseteilnehmer zum Erfahrungsaustausch nutzten. Die Vorsitzende des masurischen Landfrauenverbandes in Mokainen lud alle zum Abendessen ein. Von der Journalistin Renate Marsz Kaczynska erfuhr man die Entstehungsgeschichte der Gedenkstube der Gräfin Marion Dönhoff in Galkowo. Nach dem Besuch eines Philipponenklosters ließ man sich in Stakenbooten über die Krutynia gleiten und erlebte die Stille der Natur. Besonders schön waren die Busfahrten durch die Alleen.
Auf dem Segelschiff „Chopin“ in Nikolaiken wurde das Abendessen, während der Fahrt über die Masurische Seenplatte, serviert. Nach einem Rundgang durch Olsztyn kletterte man abermals auf Pferdewagen, um durch masurische Landschaft zu einer folkloristischen Hochzeit zu gelangen.
Die Herberge war ein modern ausgebauter ehemaliger Bauernhof mit Museumsscheune und Wohnhaus. Die Inhaberin Christel erfreute täglich mit guten Speisen, sie trainierte die Lachmuskeln mit ihren in ermländischem Dialekt vorgetragenen Witzen.
Thorn: Das historische Altstadtensemble, das Geburtshaus von Kopernikus und der schiefe Turm sind nur einige der Attraktionen, die man sah. Ein Exportschlager sind die berühmten Thorner Lebkuchen.
Eine letzte Übernachtung in Posen, dann erfolgte die Heimreise, vorbei an Leipzig, Erfurt, Eisenach, über die Horst Fickewirth noch einiges zum Besten gab.
Dass diese facettenreiche Fahrt ein besonderes Erlebnis war, darüber sind sich die LandFrauen und die mitgereisten Ehemänner einig.
Sommerwanderung steht an
Die diesjährige Sommerwanderung findet im Rahmen der bundesweiten Kampagne “LandFrauen mischen sich ein” am Samstag, 25. Juli, in Daufenbach statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Naturerlebnispfad.
Die zweistündige, geführte Wanderung verspricht viele Informationen und garantiert einen etwas anderen Blick auf die wunderschöne Natur der Heimat.
Aber LandFrauen bewegen an diesem Tag nicht nur sich, sondern wollen auch etwas bewegen. Denn die Heimat bleibt nur dann lebenswert, wenn in dem ländlichen Raum die Balance zwischen Naturschutz und Naturnutzung, die Balance zwischen ländlicher Idylle und wirtschaftlicher Weiterentwicklung gehalten wird. Das dies nicht von alleine geschieht ist logisch, zu unterschiedlich sind die Interessenlagen. Deshalb mischen sich LandFrauen ein. Folglich darf bei dieser Sommerwanderung die Stärkung mit Kaffee und Kuchen im „Landhaus Haag“ nach der Wanderung ebenso wenig fehlen, wie die Möglichkeit ihre Anregungen für wichtige Themen den Gleichstellungsbeauftragten und den LandFrauenvertreterinnen mit auf den Weg zu geben.
Anmeldungen bis einschließlich 21. Juli bei H. Nolda,
Tel. (0 26 84) 95 74 00.
