Politik | 25.08.2013

Elektroschrottsammlung ist im Landkreis Neuwied überdurchschnittlich erfolgreich

Ministerium besuchte den Wertstoffhof in Neuwied

Hallerbach: Bürgerfreundlicher Service der Abfallwirtschaft bewährt sich

Kreis Neuwied. Die Bürger im Landkreis Neuwied erzielen im Landesvergleich überdurchschnittlich hohe Erfassungsquoten bei Elektroaltgeräten. „Dies liegt sicherlich auch daran, dass die Neuwieder Abfallwirtschaft bereits 1995 mit der Erfassung und Verwertung ausgedienter Elektrogeräte begonnen hat. Der Landkreis hat damit einen Vorsprung von zehn Jahren gegenüber solchen Körperschaften, die erst mit der gesetzlichen Verpflichtung zur Erfassung von Elektroaltgeräten begonnen haben“, kommentierte der für Umwelt und Abfallwirtschaft zuständige 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach die ersten Ergebnisse einer Studie des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL). Das Elektroschrott-Recycling wird zu einer immer wichtigeren Rohstoffquelle, insbesondere für seltene Elemente wie z.B. Kobalt oder Indium. Der Bedarf steigt weltweit stark an, die Vorkommen sind endlich, und besonders ein rohstoffarmes Land wie Deutschland ist von Importen abhängig. „Daher liegt es nah, dass Altgeräte möglichst umfassend in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden sollen. Gleichzeitig gefährden illegale Exporte und primitive „Verwertungsverfahren“ Menschen und Umwelt besonders in den Ländern der so genannten Dritten Welt“, erklärt Hallerbach. Das für die Kreislaufwirtschaft in Rheinland-Pfalz zuständige Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) erstellt daher zurzeit eine Studie, die die Erfassung des Elektroschrotts im Land untersuchen und Optimierungspotenzial aufzeigen soll. Im Rahmen dieser Studie besuchte der mit der Erstellung der Studie beauftragte Experte des Ministeriums, Dr. Ralf Brüning, den Neuwieder Wertstoffhof, um sich vor Ort unter Führung der für den Betrieb der Wertstoffhöfe verantwortlichen Mitarbeiterin der Kreisabfallwirtschaft, Ines Finger, über die Besonderheiten im Landkreis zu informieren. Und obwohl die Studie erst im kommenden Jahr abgeschlossen sein wird, ist dabei bereits ein für den Landkreis sehr erfreuliches Ergebnis festzustellen: Die Neuwieder erzielen im Landesvergleich überdurchschnittlich hohe Erfassungsquoten. Darüber hinaus sei auch der deutlich über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehende, bürgerfreundliche und gut angenommene Service des Landkreises Neuwied ein Grund für die erfreulich hohen Sammelmengen, so Hallerbach weiter. Denn der Landkreis habe nicht nur mit den Wertstoffhöfen in Neuwied, Linz und Linkenbach die Möglichkeit geschaffen, gleich an drei Stellen Altgeräte abzugeben. Auch mit dem Angebot, Altgeräte alle 14 Tage vor der Haustür abholen zu lassen, genießen die Neuwieder Bürger einen Service, der nicht selbstverständlich ist. Im Gespräch mit Ralf Brüning wurden aber auch mögliche Optimierungspotenziale angesprochen. So hält der Experte insbesondere die Wiederverwendung gebrauchter Geräte für ausbaufähig. „Wünschenswert wäre dabei auch eine Weiterentwicklung der in der Verantwortung des Rücknahmesystems liegenden Sammellogistik, denn heute werden viele grundsätzlich noch brauchbare Geräte während des Transports beschädigt und sind dann später nur noch für eine stoffliche Verwertung geeignet“, bedauert Abfalldezernent Hallerbach. Darüber hinaus warb Brüning dafür, die Vermittlung von Altgeräten an interessierte Zweitnutzer aktiv unterstützen. In Neuwied bietet sich mit dem Sozialkaufhaus Kuck-R(h)ein in der Insterburger Straße eine Möglichkeit, noch funktionstüchtige Geräte abzugeben. Diese können dann bedürftigen Mitmenschen zugute kommen und gleichzeitig die Ökobilanz ihrer Produktion und Nutzung verbessern. Fragen zur E-Schrottsammlung, aber auch zur Entsorgung aller anderen Abfälle im Landkreis Neuwied können unter Tel. (0 26 31) 80 3- 30 8 an die Abfallberatung gerichtet werden.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Neuwied

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