Allgemeine Berichte | 04.05.2013

Arbeitslosenquote sinkt unter 6 Prozent

Nur moderates Frühlingserwachen am Arbeitsmarkt

Kreis Neuwied. Auch wenn uns der April bereits einige schöne Frühlingstage beschert hat, so fällt die saisonübliche Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt noch recht zaghaft aus. Die ersten Sonnenstrahlen und einzelne warme Sonnentage füllen nicht gleich die Auftragsbücher der Baubetriebe oder der Unternehmen im Garten-Landschaftsbau. Auch die Gastronomie steht mit ihrer Außenbestuhlung ungeduldig in den Startlöchern. Ein konjunktureller Schub ist zudem noch nicht am Arbeitsmarkt angekommen, wie sich am relativ schwachen Stellenzugang aus dem Verarbeitenden Gewerbe, Handel und auch aus den Logistikunternehmen zeigt.

Immerhin sank die Zahl der Arbeitslosen im Neuwieder Agenturbezirk in diesem Monat um 279. Die Quote lag im April bei 5,9 Prozent - 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Vor einem Jahr hatten wir zur gleichen Zeit 366 weniger Menschen ohne Arbeit, die Arbeitslosenquote betrug damals 5,7 Prozent. „Auch wenn wir erfreuliche Rückgänge der Arbeitslosenzahlen im Bezirk verzeichnen - von einem deutlichen Schub kann aktuell noch nicht die Rede sein. Erst wenn die Auftragslage der Unternehmen stabil ist, werden erfahrungsgemäß die Arbeitgeber in den Außenberufen ihre Mitarbeiterteams zusammenstellen“, erklärt Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur. „Im Vergleich zu den Vorjahren stellen wir eine etwas schwächere Nachfrage nach Arbeitskräften fest, und das betrifft beinahe alle in unserer Region relevanten Branchen“, so Starfeld.

Die Arbeitgeber des Agenturbezirks zeigen sich derzeit noch recht zurückhaltend beim Melden neuer Arbeitsstellen. Im April meldeten die Arbeitgeber der Region insgesamt 441 neue Arbeitsstellen, das sind 257 weniger als im März und 57 weniger als im April des Vorjahres. Insgesamt sind aktuell 1.317 offene Stellen zu besetzen.

„Selbst wenn in manchen Branchen auch weiterhin eine rege Nachfrage nach Fachkräften herrscht, passen diese angebotenen Stellen nicht immer zu den Qualifikationen der gemeldeten Bewerber. Insbesondere ungelernte Bewerber haben es nach wie vor schwer, eine dauerhafte Stelle zu finden“, erklärt Starfeld. Dies spiegelt sich im April auch in der unterschiedlichen Entwicklung der beiden Rechtskreise des Sozialgesetzbuchs (SGB) wider. Die Zahl der Arbeitslosen ging im SGB II Bereich deutlich weniger zurück als im SGB III Bereich. Im Landkreis Neuwied stieg sie sogar um zehn an.

„Aktuell reden wir speziell mit lebensjüngeren Bewerbern, sich entsprechend dem Bedarf an Fachkräften zu qualifizieren. Dafür bieten wir Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an, die sich konkret am Bedarf auf dem Arbeitsmarkt orientieren. So steigern wir die Chancen dieser Bewerber, dauerhaft ihre Position am Arbeitsmarkt zu verbessern und wirken zudem gezielt dem Fachkräftemangel entgegen“, so der Agenturleiter.

Pressemitteilung der

Agentur für Arbeit

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