Allgemeine Berichte | 12.12.2013

Kita-Plätze im Kreis Neuwied sind derzeit weitestgehend „passgenau“

Planer rechnen mit steigendem Bedarf

Kreis Neuwied. Die Zahl der Plätze in den Kindertagesstätten im Kreis Neuwied ist derzeit weitestgehend „passgenau“ und deckt damit den aktuellen Bedarf. Aber: Schon bald wird die Nachfrage nach Plätzen – insbesondere für Kinder der Altersgruppe unter drei Jahren – deutlich ansteigen. Dies sind die Kernbotschaften der vom Landkreis Neuwied initiierten Analyse durch die Projektgruppe „Bildung und Region“ (biregio) in Bonn zur erwarteten Entwicklung der Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Kitas im Kreis. Außerdem macht die Studie deutlich, dass junge Eltern immer seltener bereit (und in der Lage) sein werden, auf eine Berufstätigkeit zugunsten der Kindererziehung zu verzichten. „Seit wenigen Tagen liegt uns die Studie vor. Ihre Ergebnisse geben klare Signale für die kurz- und mittelfristige Kitaplanung im Landkreis Neuwied. Und es trifft keinesfalls zu, dass wir mit dem gegenwärtigen Status eine Sicherstellung von ausreichenden Plätzen in naher Zukunft erreicht haben“, kommentiert der 1. Kreisbeigeordnete und Jugenddezernent Achim Hallerbach das vorliegende Werk. „Schon bald“, so die Vorhersage von Chefplaner Wolf Krämer-Mandeau, „wird sich das zur Zeit auf Kreisebene noch sehr ausgeglichene Verhältnis zwischen dem artikulierten Bedarf und dem vorhandenen Angebot an Plätzen verschieben – und zwar in Richtung fehlender Plätze für Kinder der Altersgruppe unter drei Jahren.“ Bereits ab 2022 erwarten die Planer einen Anstieg der Nachfragequote von derzeit ca. 42 Prozent kreisweit auf dann 56 % aller Kinder unter drei Jahren. Die Zahl der Plätze – derzeit sind es rund 1.030 – muss bis dahin um rund 380 Plätze kräftig aufgestockt werden. 2032, so die Vorhersage der Planer, werden zwei von drei Kindern unter drei Jahren, ein öffentlich gefördertes Betreuungsangebot nutzen. Dem gegenüber steht aber auch ein Rückgang bei der Nachfrage nach Plätzen für Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt. Daher rät der Experte für die nächsten Jahre zuerst einmal, durchaus moderat mit den erwarteten Veränderungen umzugehen und zunächst weitere Möglichkeiten zu nutzen, das bestehende Angebot der Kitas umzustrukturieren – mit dem deutlichen Schwerpunkt auf den Plätzen für Kinder unter drei. Ob das ausreichen wird, den vorhergesagten Anstieg der Nachfrage zufriedenstellend zu bedienen, wird sich dann nach und nach zeigen. Schon jetzt ist aber erkennbar, dass es in einzelnen Bereichen (voraussichtlich in den Verbandsgemeinden Dierdorf und Puderbach) nicht ohne die Inbetriebnahme zusätzlicher Plätze gelingen wird, die bestehenden und nachgefragten Betreuungsansprüche sicherzustellen. „Verantwortlich“ für den erwarteten Anstieg der Nachfrage sind nach Einschätzung des Gutachters die jungen Frauen aus den geburtenstarken Jahrgängen Mitte bis Ende der 90er Jahre, die nun nach und nach Jungeltern werden und dem Kreis wieder mehr Kinder „bescheren“.

„Die langfristig angelegte Prognose von biregio stützt unsere Einschätzungen, die wir uns als Bedarfsplanungsbehörde immer nur auf wenige Jahre im Voraus erschließen können. Wir haben bestätigt bekommen, dass wir hinsichtlich des U3-Ausbaus unsere Hausaufgaben gemacht haben. Nun wissen wir aber auch, dass es längst nicht an der Zeit ist, sich auf dem Erreichten auszuruhen, sondern weiter mit freien und kommunalen Trägern, Leitungen, Ortsbürgermeistern, Bürgermeistern, Verwaltungsstellen und allen sonstigen Beteiligten im Gespräch zu bleiben, um auch in kommenden Jahren genügend Plätze zur Kindertagesbetreuung anbieten zu können“, zieht der Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach ein erstes Resümee.

„In einem ersten Schritt werden wir Anfang 2014 die Erkenntnisse des Gutachtens in Regionalen Planungsgesprächen in den Verbandsgemeinden vorstellen. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns dann in gewohnter Weise abstimmen können, an welchen Standorten welche Veränderungen mit Blick auf die Zukunft nötig und möglich sind“, beschreibt Hallerbach das weitere Vorgehen des Kreises.

Derzeit gibt es im Landkreis Neuwied (ohne Stadt Neuwied) 4315 Kita-Plätze.

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